Versandkostenfrei ab einem Bestellwert von 100 Euro

Wenn nicht die liebe Stephanie heute in den Laden gekommen wäre und gesagt hätte: „Dunja, ich brauche unbedingt eine Anleitung für das süße Hasenkissen..“ Dann weiß ich nicht, ob ich das heute noch auf die Reihe gekriegt hätte. Aber Stephanie hat ein kinderfreies Wochenende und möchte in die Hasen-Kissen-Groß-Produktion einsteigen… wie konnte ich da Nein sagen? Außerdem wollte ich das schon die ganze Zeit machen… Eigentlich. Aber der Webshop  ist noch lange nicht fertig und im Ladeli finden momentan jede Menge Kurse statt… uuuuund während der Öffnungszeiten ist so Einiges los. Das ist toll. Mehr als toll. Aber dann bleibt nicht so viel Zeit für Hasenkissen-Anleitungen, weil dummerweise auch mein Tag nur 24 Stunden hat. 

Aber ganz uneigentlich wollte ich diese Anleitung schon die ganze Zeit schreiben… nur dann dachte ich, es ist zu spät. Aber, erstens habe ich mir sagen lassen, feiern wir Ostern nächstes Jahr wieder, und zweitens….pffft. Last Minute kann ich eh am Besten. Also dann. Hasenkissen-Last-Minute. Ich habe es nach dem heutigen Patchwork-Kurs (der superschön war) sogar geschafft, im Hellen draußen  noch ein paar Fotos zu machen... dann haben nur die beiden Hasen gejammert, daß sie unbedingt mit aufs Bild möchten...Also bin ich mit zwei Hasen, einem Hasenkissen und der Kamera durch Zornheim gestapft, auf der Suche nach dem besten Plätzchen... ich fand dann, das Bürozimmerfenster des Bürgermeisters angemessen... die Fensterläden sind so hübsch.

Also, kann es losgehen?

Du brauchst für ein 50/50 cm-Kissen (Inlett gibt’s beim Blau-gelben Möbelhaus)

60 cm Baumwollstoff über die gesamte Stoffbreite, in meinem Fall ist das dieser hier klicken… (Boah, ist das cool, so ein Online-Shop!!!!)

Baumwoll-Restchen für die Öhrchen innen, zweimal 20x10 cm

30 cm Plüsch, zum Beispiel dieser hier…

Vliesofix ca. 30 cm

Webband und Reißverschluß ca. 54 cm Länge

Die Vorlage für das Hasili ist hier...

Vorlage Hasenkissen

Zuschnitt für das Kissen:

Für das Vorderteil:

1 Quadrat 52 cm auf 52 cm

Für die Rückseite:

1 Rechteck 52 cm mal 27 cm und 1 Rechteck 52 mal 32 cm

Arbeitsschritte:

Zuallererst druckst Du den Hasen-Umriß aus. Dann legst Du das Vliesofix mit der rauen Seite nach unten auf die Vorlage und zeichnest auf die glatte Seite, die sich wie Backpapier anfühlt, den Hasenumriß nach… geht prima mit Bleistift. Dann schneidest Du das Hasili grob aus. Also nicht böse grob, es muss nur nicht ganz exakt sein. 

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Dan legst Du das ausgeschnittene Häschen mit der rauen Seite nach unten (WICHTIG!!!) auf die Rückseite des Baumwollplüsch und bügelst heiß und kurz über das Papier. Die raue Seite des Vliesofix ist im Prinzip gesponnener Kleber und wird durch das Bügeln auf die Rückseite des Plüsch übertragen. Bitte nicht lange bügeln, nur bis das Papier fest am Plüsch klebt. Der Plüsch darf nach Hersteller-Angaben gar nicht gebügelt werden, aber kurz geht es… für Euch habe ich das hundertfach getestet. 

Dann schneidest Du bitte den Hasen ordentlich aus. An einer Ecke ein bisserl am Stoff ziehen bis das Papier reißt. An dieser Stelle könnt Ihr das Papier greifen und vom Hasen abziehen. Jetzt ist die Klebe-Schicht auf der Hasenrückseite. Das Stück legen wir erstmal zur Seite. 

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Die Vorlage für die Ohren schneidest Du bitte entweder aus dem Papier aus oder Du überträgst sie auf Backpapier/Butterbrotpapier oder Schnittmusterpapier.

Das Ohr brauchen wir 4 mal, davon 2 mal aus Baumwollstoff und 2 mal aus Plüsch. Achte darauf, daß Du Plüsch und Baumwolle rechts auf rechts legst, das Ohr ist nicht symmetrisch. Ich habe für mein Kissen ungefähr 0,5 cm Nahtzugabe rundherum dazugegeben.

Also, ich habe zuerst die Öhrchen aus Plüsch ausgeschnitten, den Plüsch rechtsaufrechts/schönaufschön auf den Baumwollstoff gelegt und festgesteckt. Dann wieder ausgeschnitten und die Öhrchen genäht. Und zwar so, daß unten die gerade Seite offen bleibt für eine Wende-Öffnung. Damit das Ohr nachher eine schöne Form erhält, habe ich oben die Spitze quer abgeschnitten und mit einer Zackenschere einmal rundherum geschnitten. Muß man aber nicht.

Dann wendest Du die Öhrchen durch die Wende-Öffnung.

Ich habe dann die Kissen-Vorderseite gebügelt und das Webband und das Hasili so hingelegt, wie ich mein Kissen haben möchte. Ich setze mein Motiv gerne ins obere Drittel des Kissens.

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Die Ohren steckst Du 2-4 cm tief unter den Kopf, ich finde es ganz schön wenn man einmal den Plüsch und einmal die Baumwollseite sieht…. Aber das kannst Du natürlich machen wie Du magst. Dann stecke ich den Hasen und die Ohren mit Metall-Stecknadeln oder Nähnadeln fest…

Wichtig ist, daß die Nadeln keinen Plastik-Teil haben… wir drehen das ganze Kissenvorderteil nämlich jetzt um und bügeln den Hase von der Rückseite fest… bitte nicht über das Webband bügeln, das ist meistens aus Polyester und schmilzt sonst…Durch das erneute Bügeln wird der Kleber wieder aktiviert und der Hase klebt fest… So läßt er sich gleich leichter aufnähen, da verrutscht nix. Nur oben an den Ohren, an der Stelle, wo die unter dem Kopf stecken, da klebt es nicht gut… bitte nicht lange bügeln, wieder nur ganz kurz. Die Ohren mußt Du einfach gut stecken.

Das Webband ist bei mir 16 cm von der Unterkante entfernt. Das kannst Du mit Stecknadeln oder Style-Fix fixieren und oben und unten quer mit einem Geradstich, Stichlänge 2,5-3 annähen. 

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Dann nähen wir das Häschen mit einem Zick-zack-Stich fest. Bei meiner Maschine ist das eine Einstellung von 3,0 in der Höhe und die einzelnen Stiche sind 2,0 auseinander. Die Mitte Deines Nähfußes sollte auf dem Übergang zwischen Plüsch und Baumwolle entlanglaufen… vielleicht einen Hauch mehr auf dem Plüsch. Damit Du den Übergang gut erkennst, kannst Du den Flor, das Kuschelige, immer ein bißchen zur Hasenmitte streichen… sonst sieht man so schlecht, wo genau der Plüsch-Grund-Stoff verläuft… einfach immer ein bißchen nach innen streichen beim Nähen. Wir starten unseren Zickzack unten am Bein des Hasis, denn dieser Stich wird nicht verriegelt, wir nähen am Ende 3-4 cm über den Anfang drüber… dann hält das prima.

In den Rundungen, beim Schwänzchen etwa, versenke ich immer die Nadel im Stoff, hebe den Nähfuß etwas an und kann dann das Ganze besser drehen. Die Ohren nähst Du beim Festnähen des Kopfes an… hier genau hinschauen, Plüsch auf Plüsch sieht man nicht so prima, und hier ist das Ganze auch etwas dick…evtl. hilfst Du ein wenig mit dem Handrad nach. 

Wenn alles festgenäht ist, entferne bitte alle Nadeln.

Wir nähen die Rückseite… Dazu bügeln wir bei dem 27 mal52 cm großen Teil eine 52 cm lange Seite 3 cm hoch links auf links um.

Den Reißverschluß legen wir an diese Kante bündig an, der Zipper zeigt nach unten.

Wir nähen den RV von der rechten Stoffseite knappkantig an. Dazu nehmen wir einen Reißverschluß-Fuß oder, wie ich es gemacht habe, ich stelle die Nadel ganz nach rechts.

Der Nähfuß fährt gaaaanz eng an der Raupe des Reißverschlusses entlang. Die Raupe kannst Du nicht sehen, aber durch den Baumwollstoff erfühlen. Mit einem Geradstich, 2,5 Länge, Nadel ganz rechts, Nähfuß ganz dicht an der Reißverschluss-Raupe, nähst Du den Reißverschluß von der rechten Stoffseite an. 

Das 32 cm hohe Rückseitenstück legst Du mit der langen Seite bündig rechts auf rechts an den Reißverschluss unten an. Ich habe dann meine Nadel ganz nach links verstellt und knappkantig genäht. 

Dann wird das Stoffstück umgeklappt… Tata, ein nahtverdeckter Reißverschluß!!!

Du schiebst den Zipper ca. 20 cm nach innen und legst das Kissenvorderteil rechts auf rechts auf. 

Die ersten Stecknadel stecke ich mir an die Stelle, an der der Reißverschluss offen an der Außenkante liegt. 

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Du nähst einmal füßchenbreit an den Kissenaußenseiten entlang, nicht die Ohren mit festnähen!! Am Einfachsten hast Du es, wenn Du nicht in einer Ecke, sondern in der Mitte einer Seite startest. An den Stellen, wo der Reißverschluß ist, darauf achten, daß der Stoff auf die richtige Seite umklappt. Da kannst Du auch gerne mehrmals drübernähen, das verstärkt die Stelle, wo der RV auf die Außenkante trifft. Also, munter einmal drumherum genäht, danach durch die Öffnung im Reißverschluß wenden. Die Maße der Rückseite habe ich etwas großzügig berechnet, wenn da etwas übersteht, einfach abschneiden. 

Gaaaannnnnz viel Spaß mit Deinem Hasenkissen... ich freue mich riesigen Du auf Instagram den Hashtag #naehzimmerhasenkissen verwendest!!!Dann sehe ich das gute Stück!!

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Dieser Beitrag enthält Werbung und Markennennungen...unbezahlt und unbeauftragt.

Gerade wenn man mit einem Hobby niegelnagelneu startet, gibt es eine Menge Fragen… ich versuche mal, ein bißchen Licht in die Sache zu bringen…. Diese Anleitung hier ist definitiv für absolute Anfänger!! Selbstverständlich gibt es unzählige Näh-Helferlein und ausgefeiltes Zubehör. Ich rede hier von der absoluten Grundausstattung für einen wirklichen Näh-Anfänger.

Seit September 2015 gebe ich wöchentlich und teilweise täglich mehrere Näh-Kurse… will sagen, ich habe in den letzten Jahren eine ganze Menge gesehen.

Wenn Du mit dem Nähen beginnen willst, ist die erste Entscheidung, die Du treffen mußt, der Kauf einer Nähmaschine.

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Jetzt denken Viele… und ich kann das gut verstehen und ich möchte das auch gar nicht werten (!) „ Da nehme ich jetzt mal hier für 129,- so ein Schätzchen vom Discounter mit, da steht ja auch ein Markenname drauf, den habe ich schon mal gehört/die Oma hatte auch so eine, die war teuer/die Bewertungen im www sind super, dann nehme ich die mal mit. Für den Preis kann ja nix schiefgehen.“

Doch. Kann schiefgehen.

Es macht mich so, so traurig, daß Viele diese vermeintlichen Schnäppchen kaufen, dann funktionieren die Dinger nicht richtig und landen in der Ecke….ein teurer Staubfänger.

Dazu kommt der Frust: „ Ich hab ja gewußt, ich kann das eh nicht…“ „ Schon meine Handarbeitslehrerin in der Grundschule hat gemeint, das wird bei mir nie etwas…“

Und dann: „ …zum Glück habe ich keine teure Nähmaschine gekauft.“

Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Hättest Du Dir nämlich eine vernünftige Nähmaschine gekauft, hättest Du vielleicht viel bessere Ergebnisse gehabt und hättest aller Wahrscheinlichkeit nach Spaß am Nähen gefunden.

Es gibt wirklich ein paar dieser Low-Budget-Maschinen, die halbwegs funktionieren. Aber ich habe die letzten Jahre so viele Teilnehmerinnen gesehen, die, wenn sie einmal auf einer vernünftigen Nähmaschine in meinem Atelier genäht haben, definitiv keine Lust mehr auf ihre Discounter-Modelle hatten. 

Billig gekauft ist meistens Zweimal gekauft. Hat meine Oma im-mer gesagt.

Und eine Bitte: Kauft die Maschine in einem guten Fachgeschäft. Wenn es dann ein Problem gibt, habt Ihr einen Ansprechpartner. Das kann Gold wert sein, denn manchmal ist es nur eine Kleinigkeit, die Dich als Anfänger verzweifeln lässt, die im Fachgeschäft aber vielleicht ganz flott behoben werden kann. Meine Kunden schicke ich in die Nähwelt Flach zu Herrn Peter Helmis, dort werde ich immer tipptopp beraten. Wenn Ihr in der Nähe von Mainz wohnt und Herrn Helmis sagt, daß Ihr auf meinen Tipp hin kommt, erhaltet Ihr eine Einführung bei mir im Ladeli…

Ich kann aber auch gut verstehen, daß man, wenn man gerade mit einem Hobby startet, nicht gleich mega-viel Geld investieren möchte. Eine vernünftige Nähmaschine kostet ab 300,- € aufwärts…. Aber in dem Preisbereich gibt es schon wirklich ordentliche Schätzchen.  

Wenn Du erst einmal schauen willst, ob Dir das Nähen wirklich Spaß macht, sind Nähkurse, Leih-Nähmaschinen oder Näh-Cafés eine gute Lösung… bei uns kann man immer Freitagnachmittags bei Kaffee und Kuchen nähen und meine Maschinen leihen…. Manche KundInnen haben Zuhause gar keine Nähmaschine… sie nähen nur bei mir im Ladeli.

Nähkurse sind immer schön… nette Leute, tolle Inspiration… ich liebe das. Ich gebe nicht nur selbst Kurse, ich besuche auch sehr gerne welche. Mein Kursprogramm findest Du…hier entlang...

Ansonsten braucht man zum Nähen:

Gutes Garn.. auch da bieten Discounter und Kaffee-Röster regenbogenbunte Pakete mit vorgespulten Unterfadenspulen…. Bitte nicht kaufen. Sieht ganz schön aus, kostet meist weniger als 15,- € und man nimmt das mal eben schnell mit… so als Grundausstattung.

Das Problem bei diesen vorgespulten Unterfadenspulen ist, daß die Dinger nirgends wirklich passen. Im schlimmsten Fall machst Du damit mittelfristig Deine Nähmaschine kaputt. Wenn Du eine Nähmaschine im Fachgeschäft kaufst, kauf’ am Besten einen 10-er oder 25 er -Pack Spulen dazu… das ist eine Investition von unter 10,-€ für eine einfache Maschine.  Du brauchst zu Beginn auch nicht direkt alle Regenbogenfarben… Deine Sammlung kann ja wachsen. Ich nähe fast alles mit grauem Garn…von einer ordentlichen Marke wie Gütermann, Mettler oder Aurifil bspw.

Wenn Du von irgendjemand eine Sammelsurium an alten Garnen, Nadeln und sonstigem Schnick-Schnack angeboten bekommst  - oft mit jahrzehntealten Garnröllchen - …. Sag` einfach Danke, schau` alles durch, suche Dir die echten Schätze heraus und kippe den Rest beherzt in den Müll. Altes Garn reißt und fuselt. Man kann Garn definitiv zu lange lagern… 

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Eine gute Schere…. Kaufst du am Besten auch nicht online, sondern nimmst sie im Laden mal in die Hand, ob sie Dir liegt. Ich habe ein Modell im Sortiment, das ich selbst seit mehreren Jahren täglich nutze, und die immer noch wun-der-bar schneidet. Diese Schere verkaufe ich für 16,50 € und sie ist sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeignet. Wichtig: Stoffscheren markieren… an meinen Stoffscheren hängt hinten ein kleiner Stofffitzel dran… und dann informierst Du Deine Lieben, daß sich der Höllenschlund auftun wird, wenn Eine/r diese Schere benutzt um damit Raufasertapeten zu schneiden oder Ravioli-Dosen zu öffnen. Diese.Schere.ist.nur.für.Stoff.Punkt.

Vernünftige Stecknadeln. Mir war gar nicht klar, wie viele bescheidene Stecknadeln es gibt…aber ich lerne in unseren Kursen täglich dazu… das sind oft kurze, raue , dicke Dinger, mit denen man bestenfalls Löcher in den Stoff bekommt.. sonst aber auch nix. Wir haben im Ladeli richtig knuffige Nadeln, lang, spitz und richtig scharf… für 6,50 €. 

Einen Markierstift brauchst Du nicht wirklich. Es gibt diese Frixion-Stifte, die vorne Tintenroller haben und hinten einen Radiergummi für die Tinte… dieser Radiergummi erzeugt schlicht Wärme… das heißt, Du kannst alles markieren und wenn Du die Striche entfernen möchtest, dann bügelst Du einmal darüber und schwuppdiwupp sind die Striche weg.

Bügeleisen und Bügelbrett solltest Du im Haus haben, wenn Du nähen willst. Auf Pinterest gibt es tolle Anleitungen für Bügelbretter zum Selbermachen und von Prym gibt es knuddelige Näh-Bügeleisen, wenn Du so etwas gar nicht hast. Aber für den Anfang tut es die ganz normale 

Haushalts-Ausstattung. Aaaaaber man kann für häßliche Bügelbretter soooo schöne Bezüge nähen… ich sag’s nur.

Was Du nicht brauchst: gekaufte Näh-Kästchen, Plastik-Näh-Organizer etc…ich finde es immer viel schöner und persönlicher, wenn Du Stücke vom Flohmarkt, Familienerbstücke oder lustige Hacks vom Möbelschweden verwendest… auch hier ist Pinterest eine gute Inspiration…. Das sieht dann viel hübscher aus als diese vorgefertigten Nähkästchen und Plastik-Systeme. Im Grunde macht es ja auch einen Teil des ganzen Spaßes aus, sich mit der Zeit coolen Näh-Schnick-Schnack zusammen zu suchen… Garnrollen sehen in Marmeladengläsern toll aus und viele Organizer kannst Du wunderbar selbst nähen… das hat viel mehr Persönlichkeit und Geschichte!!

Noch eine Bitte: kauf´ keinen billigen Stoff… spätestens nach ein paar Runden in der Waschmaschine ärgerst Du Dich.

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Und eine Bitte in eigener Sache:

Support your local Dealer. Denn wenn es den nicht mehr gibt, kannst Du keine Stoffe mehr vor Ort anschauen und wirklich in die Hand nehmen. Darüber habe ich hier klicken  geschrieben. 

Eine schöne Sache beim Nähen im 21. Jahrhundert ist die Möglichkeit, sich zu vernetzen… Wie Du Deine Nähbuddies findest, habe ich hier klicken beschrieben. Zu allen Zeiten haben Menschen zusammen gesessen und genäht. Private Treffen oder Näh-Kurse sind so eine schöne Gelegenheit, Neues zu lernen und sich auszutauschen.

So. Jetzt kann es losgehen… immer daran denken: weniger ist Mehr. Und wenn Du etwas kaufst, dann etwas Gescheites. Hat schon die Oma Lina gesagt, und die wußte echt Bescheid.

Ich wünsche Dir wunderbare Näh-Abenteuer!!! Nähen ist ein tolles Hobby. Viel Spaß und jeden Tag eine gute Naht!!!

Alles Liebe, Dunja

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Das habe ich immer an Silvester und an meinem Geburtstag… ich schaue mir in Ruhe an, was ich da gerade so mache und sortiere, ob das alles noch so Sinn macht.

Dafür braucht es diese Festtage, die den Alltag durchbrechen. Ich liebeliebeliebe diese Zeit zwischen den Jahren.. da dreht sich die Welt ein bisserl langsamer und es gibt Raum zum Denken.

Es geht auch nicht darum, das Jahr zu bewerten. Das steht mir nicht zu. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen und versuche das Beste daraus zu machen. Es geht mir darum, zu sehen, wo stehe ich, wo will ich hin und wie komme ich da hin, wo ich hin will?

Dankbar bin ich für meine Kinder und meinen Mann… alle gesund. Das ist schon eine ganze Menge…mein Herz und ein kleines Gebet geht zu allen, die mit Krankheiten und Kummer umgehen müssen. Hände hoch… wer war bei den Vorsorge-Untersuchungen dieses Jahr? Impfen fällig? Nicht erledigt??? Dann aber hopp!

Dankbar bin ich auch für so viele liebe KundInnen, Kurs-TeilnehmerInnen, die vielen Weiter-Empfehlungen, die Herzchen und Likes, Eure lieben Kommentare…

Ganz oft bin ich so gerührt, daß Ihr meine Texte wirklich lest und oft höre ich, daß Ihr sie auch Anderen vorlest…wie süß ist das denn bitte??

Normalerweise ist Julia von finefabric diejenige, die hier Lese-Stoff anbietet, heute mache ich das mal… und ich möchte Euch einige sehr inspirierende Bloggerinnen vorstellen, die mich im nächsten Jahr begleiten werden. 

Zu allererst möchte ich Euch Jeannette Mokosch vorstellen.. hier klicken.... Schaut doch mal bei Ihr vorbei, sie macht wunderschöne Kalligraphie!!! Ich habe mir das StarterSet und Ihr Buch bestellt (WerbungohneAuftrag) und übe mich darin. Besonders beeindruckt hat mich die Spiritualität dieser jungen Frau… das bringt mich zu meinem ersten großen Projekt. Jeannette hat in Ihrem letzten Blog-Beitrag einen Bibel-Lese-Plan für ein Jahr veröffentlicht. Ich lese so viel, aber dieses Buch habe ich noch nicht gelesen. 2018 hat einige Fragen aufgeworfen, für die ich keine Antworten habe. Vielleicht steht dazu etwas im Buch der Bücher, ich mache mich mal auf die Suche. Ich werde es nicht immer schaffen, den Plan einzuhalten…aber ich werde es ernsthaft versuchen.

Ein guter Plan: Die Bibel lesen

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Ich bin jetzt Mitte 40 und erlebe bei einigen meiner Bekannten, daß sie sich innerlich zur Ruhe setzen. Nichts Neues beginnen. Vom Alt-Werden sprechen. Sicher macht man sich in der Lebensmitte Gedanken dazu, wie man auch die kommenden Jahre gestaltet…aber ich glaube, daß lebenslanges Lernen und sich Weiter-Entwickeln die Basis dafür sind, geistig und körperlich gesund alt zu werden. Klar, auf manche Tiefschläge haben wir ü-ber-haupt keinen Einfluß. Aber stetiges Lernen ist für mich eine riesige Inspiration und Freude. Ich habe mich für 2019 bereits zu etlichen Kursen angemeldet in ganz Deutschland… und ich freue mich sehr darauf!!! Es sind ja nicht nur die neuen Fähigkeiten... es sind auch die Menschen , die man in Kursen trifft... ich freue mich so darauf!!! Und ich habe mir einen echten Näh-plan für 2019 gemacht….seid gespannt!

Ein weiterer guter Plan:  Nähen und Lernen

Dazu gehört auch die Teilnahme am Quilt-Along 6 Köpfe 12 Blöcke. Es hat 2017 viel Freude gemacht, die Blöcke zu nähen… 2019 bin ich wieder am Start.

Nächstes Projekt: Fotografien/Porträts

Es gibt sehr wenige Bilder von mir, weil ich gerne aus dem Bild husche, wenn Jemand eine Kamera zückt… das ist ein bisschen schade. Aber manche Dinge brauchen einfach Zeit… über Jeannette habe ich Kitty  kennengelernt. Ich werde im März nach München fahren und mit Ihr Fotos machen. Darauf freue ich mich sehr.

Bewegung ist wirklich wichtig. Über weite Teile habe ich es 2018 geschafft, Zweimal die Woche einen 5-km-Lauf zu machen und eine Stunde Yoga…am Jahresende wurde es so strubbelig, da habe ich es nicht mehr hingekriegt…

Plan: die gute Sport-Routine wieder einführen!!

Unser Haus ist in die Jahre gekommen und die Kinder sind größer geworden. Zeit für eine umfassende Renovierung. Dieser Vorsatz ist gut abgelagert, den habe ich schon seit Jahren. Es stand für mich immer noch ein Neu-Bau oder Umzug im Raum…ich konnte mich nicht dazu durchringen, in dieses Mini-Reihen-Häusle Geld zu investieren, wenn wir ja denn eh noch einmal bauen. Der Gedanke hat sich aber nun erledigt. Aus einem ganz einfachen Grund. Ich wohne seit 20 Jahren in der gleichen Straße. Wir alle haben hier unsere Kinder gemeinsam großgezogen und uns verbinden unendlich viele Geschichten mit unseren Nachbarn. Ich möchte hier nicht weg. Ich möchte weiter mit allen Kaffee-trinken, feiern und babbeln. Also werde ich versuchen, aus diesem Haus etwas zu machen…

„Do what you can, with what you have“.

Tolle Tipps finde ich in diesen Büchern…

Und mit Heike von relleomein  werde ich im neuen Jahr bei Ihrer Aufräum-Challenge dabei sein. Die Bücher oben waren zum Teil Tipps von Sabine Ordnungsliebe, schaut unbedingt mal bei beiden vorbei, immer eine Inspiration!!! Bei Selmin von Tweedandgreet  gibt es tolle Ideen um eure Stoffreste 2019 zu verarbeiten... klingt spannend, das schaue ich mir auch an!!

Das Buch von Joanna Gaines hatte ich schon ewig vorbestellt, das ist momentan mein allerliebstes Bilderbuch... Ihr könnt auf @magnolia mal schauen, ich liebe Ihren Stil und Ihre Sendungen. Diese Frau ist wirklich eine Inspiration für mich!!

Plan: Aufräumen und Renovieren

So. Da wird es mir vermutlich nicht langweilig in 2019. 

Danke dass Ihr dabei seid!!! Ihr seid die besten Kunden, Follower und Nähzimmer-Unterstützer, die man sich wünschen kann!! Ein wundervolles 2019 wünsche ich Euch und Euren Lieben!!! Und allen anderen Menschen auch.

Alles Liebe, Dunja

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Dieses Jahr war so ganz anders… durch den ewigen Sommer, den sehr warmen Herbst und den späten Beginn des Winterwetters war es gar nicht so einfach, das Weihnachtsgefühl zu finden…und irgendwie hat sich bei mir auch etwas verändert…

Ich war vorgestern unterwegs zu einem Zahnarzt-Termin, danach wollte ich in die Stadt gehen. Ein bißchen schlendern, ein bißchen schauen und ein bißchen einkaufen…so weit der Plan.

Aber schon bei der Einfahrt ins Parkhaus hatte ich keine Lust mehr. Eng. Voll. Laut. Gestresste, abgehetzte Menschen…ich brachte meinen Zahnarzt-Termin hinter mich (Zahnreinigung, Prophylaxe, Check!!!!) und dann wollte ich nur noch nach Hause. Wer mich länger kennt, verkneift sich jetzt das Lachen. Hey, normalerweise bin ich die Shopping-Königin… das Trüffelschwein im Geschenkefinden. Das ist meine Parade-Disziplin!!! Stundenlang kann ich das…. Und jetzt mag ich es irgendwie nicht mehr.

Was ist passiert? Etwas hat sich verändert. Seit drei Jahren habe ich mein Geschäft und gewöhne mich mehr und mehr daran, viele Dinge selbst zu machen. Und je mehr ich das tue, desto vertrauter wird mir der Gedanke, etwas nicht zu kaufen, sondern selbst herzustellen. 

Es ist so viel gemütlicher, im Ladeli oder im Näh-Eckchen zuhause zu sitzen und aus meinen Stoffen und Ideen ein Geschenk zu machen. 

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In den letzten Wochen hatten wir so viele schöne Weihnachts-Näh-Abende, und Menschen, die sich zum Teil vorher gar nicht kannten, haben gemütlich zusammen gesessen und gemeinsam vor sich hin geschnippelt, genäht, über Ideen diskutiert, Stoffkombinationen ausprobiert und hübsche Sächelchen gezaubert. 

Gerade jetzt höre ich so oft den Satz, wenn die Leute an der Kasse im Ladeli das Kurs-Programm in die Hand nehmen“ Ich würde ja so gerne, aber ich habe so wenig Zeit“.  Zeit ist etwas zutiefst Demokratisches. Wir alle bekommen jeden Tag 24 Stunden davon geschenkt. Und wie wir mit unserer Zeit umgehen, liegt in unserer Hand. Auch in der Vor-Weihnachtszeit. Und für etwas Schönes, ein bißchen Leichtigkeit, ein bißchen Kreativität, ein bißchen Zusammen-Sein mit netten Menschen… dafür wäre es doch schön, zwei Stündchen zu finden. Diese Auszeit sieht für Jeden anders aus… für mich ist es momentan meine schnurrende Nähmaschine, meine schnurrende Katze, der schnarchende Hund und meine Familie oder im Laden liebe Kunden um mich herum… dann ist es gut. Wie auch immer das bei Dir aussieht. Ich weiß, es gibt Menschen, die pflegen Angehörige oder haben definitiv wirklich keine Zeit. Das will ich überhaupt nicht in Abrede stellen. Aber oft können wir das Mantra, das wir uns selbst vorsagen „keine Zeit“ auch mal hinterfragen und die Prioritäten neu setzen. 

Ich war heute in meinem Lieblings-Café in Nieder-Olm, im Café Blums. Dort habe ich eine Karte von Wunderwort gekauft, mit dem Spruch: „ Das Leben ist zu kurz für irgendwann.“ So isses. 

 

Mir tut es im Moment gut, nicht durch die Einkaufszentren zu rennen. Und das habe ich dieses Jahr zum ersten Mal getan, seit ich Kinder habe… ich habe mich gefragt, was ich an Weihnachten möchte - und ich rede nicht von teuren Geschenken - sondern von meinem Gehetzt-Sein vor und während der Feiertage. 

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Die letzten Jahre habe ich mich immer bemüht, für alle Anderen ein schönes Fest zu gestalten. Klar, wenn die Kinder klein sind, ist das Ganze auch noch etwas anders….aber auch da habe ich viel zu wenig geschaut, was ich an Weihnachten gerne hätte. Einfach auch mal meine Musik angemacht statt „ Weihnachtsbäckerei“ rauf und runter…. Es gibt wirklich lustige Weihnachtslieder, und alles hat seine Zeit…ich habe das dieses Jahr mit meiner Kleinen beim Backen auch gesungen….aber es gab in diesem Jahr auch eine Zeit, wo ich meine Lieder gespielt habe… und das meine ich - daß man sich selbst nicht vergißt.

Dieses Nach-Innen-Horchen… kann ja bei Dir auch dazu führen, daß Du bspw. Deinen Wäscheberg einfach Wäscheberg sein läßt und jetzt los ins Einkaufszentrum fährst. Weil Du genau darauf Lust hast. Weil Du nicht wie ich momentan den Stress siehst, sondern das Bunte, Lebendige, die Lichter, den Glitzer…. Dann mach´ das. Und ich verspreche Dir, der Wäscheberg wird warten. 

Ich merke, daß Weihnachten in diesem Jahr sich anders anfühlt. Klar bin ich eine Mom, die sich um ein schönes Weihnachtsfest für die Familie kümmert. Aber ich lasse auch mal fünf gerade sein an manchen Stellen…verschiebe etwas ins nächste Jahr, was jetzt vielleicht nicht unbedingt sein muß, anstatt wie sonst alles un-be-dingt noch vor Weihnachten erledigen zu müssen. 

Und ich werde es in diesem Jahr nicht Jedem recht machen. Tja nun. Nicht böse gemeint, aber ich habe an ein paar Stellschrauben gedreht, so daß es für mich besser passt. Sonst habe ich immer nur danach geschaut, daß es für alle anderen stimmt. Natürlich bedeutet ein Familienfest den ein oder anderen Kompromiß, aber es heißt auch nicht, daß nur ich mich so zurechtbiege, daß es die Anderen fein haben. 

Nochmal kurz zusammengefasst

Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine wunderschöne und liebevolle Weihnachtszeit. Und denk´ einfach auch mal ein bißchen an Dich. Denn wenn Du entspannt bist, kann das für Euer Fest nur gut sein. Und für Dich sowieso.

Alles Liebe, Dunja

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Heute ist der erste Advent… und mich hat das Wintergefühl und die Vorfreude gepackt! In den letzten Tagen habe ich gemeinsam mit meinem Mann und unserer Jüngsten hier dekoriert… und ich merke, in diesem Jahr ist es mir danach, alles etwas einfacher, schlichter und naturbelassener zu halten.

Lustig fand ich, daß unsere Jüngste das auch so empfunden hat, und gemeinsam haben wir hier gewerkelt. Gleich kommen noch liebe Freunde zum Plätzchen backen und anschließendem spontanen Adventskaffee… Aber ganz schnell möchte ich Euch noch von ein paar Geschenkideen erzählen, die es im Nähzimmer gibt…

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Diese Lichtbeutelchen kann man sowohl als Plätzchentüte benutzen oder mit einem Weck-Glas, Marmeladen-Glas etc. und einem elektrischen (!!!!!) Teelicht oder Mini-LED-Lichterkette zauberhaft dekorieren…Bitte verwendet kein offenes Feuer, eine brennende Kerze etc...

Soll ich Euch erzählen, wie man die kleinen Schätzchen macht? 

Ihr benötigt ein etwas festeres Stück Stoff in den Maßen 23-25 cm Höhe und 35 cm Breite. Ich habe hier den weißen Westfalenstoff Uni benutzt. Das Stoffstück könnt Ihr besticken, etwas applizieren oder mit Webbändern, Zierstichen, Knöpfen, Schleifen etc. verzieren…

Zuallererst wird der komplette Außenrand mit einem Zick-Zack-Stich oder der Overlock versäubert.

Danach klappt Ihr die obere Kante (wenn Ihr einen Motiv-Stoff habt, bei einem unifarbenen Stoff ist es völlig wurscht) links auf links ca. einen Zentimeter um und näht diesen Saum knappkantig mit einem Geradstich fest.

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Die Applikation kommt in die Mitte, eher  ins obere Drittel, da wir daran denken müssen, daß der Boden ja auch noch Stoff benötigt….

Den oberen Rand könnt Ihr jetzt nach Belieben verzieren …oder auch nicht.

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Dann legt Ihr den Stoff rechts auf rechts so zusammen, daß die kurzen Seiten bündig aufeinanderliegen und steppt diese Kante fest.

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Danach bitte aufklappen, die Naht ein wenig ausbügeln und rechts auf rechts so legen, daß die Naht auf der Mittelkante der Vorderseite liegt.

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Dann die Seiten links und rechts einklappen und die untere Kante zunähen., evtl. auch hier mit der Overlock einmal drübernähen.

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Wenden.

Die benutzten Weck-Gläser haben einen Inhalt von 290 ml…damit Ihr ein Gefühl für die Größenverhältnisse bekommt. 

Wenn Ihr etwas nach dieser Anleitung genäht habt, zeigt Eure Werke gerne auf facebook oder Instagram und markiert  @naehzimmermitherz… da würde ich mich sehr freuen!!

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Advents-Sonntag!!! Alles Liebe, Dunja

Gewerbliche Nutzung nur nach vorheriger Absprache...

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Seit drei Jahren gibt es mein Geschäft. Seit genau zwei Jahren an dem Standort in Zornheim. Ich liebe dieses Lädchen und bin dankbar für meine Kunden.  Das Nähzimmer ist aus einer kleinen Idee gewachsen, und es ist immer größer geworden, weil Ihr es unterstützt habt. Dafür möchte ich von ganzem Herzen Danke sagen. Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht und in meiner Familiengeschichte Inspiration gefunden. Das hier ist ein Text ohne Bilder, so richtiges Lesefutter. Wenn Ihr Lust habt, holt Euch einen Kaffee, Tee und Lebkuchen und ich erzähle Euch, was mir so durch den Kopf geht.

Meine Oma ist 1921 geboren. Als Kind erlebte sie die Weltwirtschaftskrise, als Jugendliche den Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Sie wuchs im tiefsten Schwaben auf und mußte mit 14 von der Schule abgehen, und „in Dienst“ gehen. Sie arbeitete wirklich als Dienstmädchen in einer wohlhabenderen Familie. Meine Oma war klug, zu einer anderen Zeit hätte sie sicher studiert.

Mein Großvater hatte viele Geschwister, auch seine Familie hatte nicht viel Geld. Er  ist 1918 geboren, auch eine schwierige Zeit. Er war 1939 genau im richtigen Alter für den Krieg. Am Ende kam er in Kriegsgefangenschaft. Als er heimkehrte, hatte er den Traum von einem eigenen Geschäft. Nach dem Krieg machte er seinen Meister, da hatten die beiden schon zwei kleine Kinder. Meine Oma erzählte immer, daß er tags gearbeitet und nachts gelernt hat. Um sich wachzuhalten, kaute er ganze Kaffeebohnen.

Die zwei arbeiteten viel und hart, zogen zwei Söhne groß und bauten sich etwas auf. 

So war das. 

Ich habe als Kind sehr viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht. Oft haben Sie stolz von Ihrer Bäckerei erzählt. Die beiden standen auch gemeinsam in der Küche und backten für Geburtstage und Feiertage. Mein Opa zeigte mir oft die Bilder mit dem Tisch, den er für seine Meisterprüfung gestaltet hat. Sie waren stolz auf Ihre Rezepte und auf die Wertschätzung, die Ihnen im Ort entgegen gebracht wurde. 

Immer wieder treffe ich auf Menschen, die meine Großeltern gekannt haben… an den verschiedensten Orten. Erst neulich, fragte ich einen Passanten im tiefsten Franken nach dem Weg, wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, er kannte die Bäckerei der beiden. 

In dieser Bäckerei gab es handgemachtes Brot. Die Arbeitszeiten begannen nachts um zwei und der Tag endete spät nach Ladenschluss. Das war sicher kein einfaches Leben. Aber sie waren sehr stolz auf die Qualität Ihrer Produkte und Ihren Ruf. 

Das war das Wichtigste. Nicht Luxus, Fernreisen, dicke Autos, Technik-Spielereien oder teure Kleidung.

Die beiden kauften sich auch nicht andauernd neue Sachen…egal ob Kleidung, Möbel oder ein Fernseher… es wurde von guter Qualität gekauft, repariert, wenn es kaputt war und genutzt bis es auseinanderfiel.

Es gab einen Gemüsegarten hinter dem Haus, und dort bauten sie das Meiste für den Eigenbedarf an. Marmelade einkochen, Gemüse einwecken, Vorräte anlegen..

Laßt es mich so sagen: Alles, was heute total insta-ready, blogger-life-mäßig und mega-hip ist, das gab es alles schon. Unter alles, was die beiden taten, kann man #nachhaltig #upcycling oder #zerowaste setzen. 

Das Geschäft wurde in den 70ern geschlossen. Das ist inzwischen mehr als 40 Jahre her. Und noch heute erinnern sich Menschen an den Zwetschgenkuchen oder die Neujahrsbrezeln, die meine Großeltern gebacken haben. 

Kleine Geschäfte haben eine ganz andere Qualität als die großen Ketten. Da stehen Menschen mit Herzblut dahinter, denen Ihre Sache wichtig ist.

In Belgien, wo wir oft Urlaub machen, gibt es im Umkreis unseres Ferienhäuschens vier inhabergeführte Bäckereien mit eigener Backstube. Das schmeckt zum Niederknien…

Hier in Deutschland muß ich mich ins Auto setzen und ein ganzes Stück fahren, bis ich eine Bäckerei finde, die noch selber backt. 

Es gibt einen Spruch von Käthe Kruse:

„ Nur die Hand kann erzeugen, was durch die Hand wieder zum Herzen geht.“

So ist das. Die Produkte einer großen Bäckerei-Kette mit dem ganzen Chemiequatsch im Teig können nicht denselben Wert haben wie ein handgemachtes Brot mit guten, ehrlichen Zutaten. 

Die Idee hinter der Bäckerei-Kette ist nicht der Stolz auf das Produkt. Es geht um den Profit.

So ist es auch mit meinem kleinen Geschäft. Ich möchte den Wert einer Hand-Arbeit wieder sichtbar und bewußt machen. Menschen, die gerne lernen möchten, etwas mit den Händen zu gestalten, denen zeige ich, wie das geht. Und in meinem Atelier gibt es den Raum dazu, um sich zu treffen.

Meine Stoffe werden hauptsächlich in Deutschland und Europa hergestellt. Mein Hauptlieferant, die Firma Westfalenstoffe, ist bspw. ein traditionsreiches Familienunternehmen aus Münster.

Jedes Stück in meinem Laden ist mit Sorgfalt ausgesucht oder mit viel Liebe hergestellt.  Ich finde auch, daß Schönheit ein ganz wichtiger Aspekt in unserem Leben ist. Schöne Dinge sind nicht Beiwerk oder Schnick-Schnack, sie sind wichtig. 

Handgemachtes hat einen ganz eigenen Wert, da kommt der ganze Billig-Plastik-China-Mist nicht mit. Dieser Kram ist im Grunde schon bei der Herstellung der Müll von morgen. Einen handgemachten Quilt wird niemand wegwerfen. Das ist ein künftiges Erbstück. 

Bevor ich den Laden in dem kleinen Ort in Rheinhessen eröffnet habe, stand das Haus leer. Leere Fenster an einem wunderschönen Dorfplatz. Jetzt ist dort immer Licht, viele Menschen treffen sich und es gibt etwas Schönes zu sehen. Das macht einen Unterschied.

Kleine Läden machen einen Unterschied. Im Stadtbild und in den Köpfen der Menschen. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben in den letzten Jahren in meinen Räumen eine Menge gelernt und eine gute Zeit verbracht… das ist doch viel wert, oder?

Kleine Läden können nur existieren, wenn Menschen dort einkaufen. Jeder Einkauf ist eine Entscheidung. So, wie wir unser Geld ausgeben, so werden unsere Innenstädte und Ortschaften aussehen.

Wenn ich in einer fremden Stadt bin, sind die Geschäfte, die es zu sehen gibt eine Sehens-Würdigkeit. In der tiefsten Bedeutung dieses Wortes. Sie sind es wert, daß man sie ansieht. 

Ich bin sehr dankbar, in den letzten drei Jahren so viele Menschen getroffen zu haben, die das auch so sehen. Die bei uns Kurse buchen, einkaufen, Ihre Freunde mitbringen und den Laden weiterempfehlen.

Das ist bei Weitem nicht selbstverständlich und deshalb möchte ich von ganzem Herzen 

Danke

sagen. 

Ihr seid ein entscheidender Teil des Nähzimmers, denn ohne Euch gäbe es diesen Laden nicht. Es ist eine Freude zu sehen, daß es Menschen wie Euch gibt, die weiter denken und ganz bewußt einkaufen. 

Danke.

Dry Oilskin ist eine gewachste Baumwolle mit einer matten Optik. Der Stoff ist fest und hat einen tollen Griff... weich und angenehm, aber mit festem Stand. Diese Tasche habe ich mir daraus genäht, und ich habe Euch hier die Anleitung dazu geschrieben...

Zu beachten beim Arbeiten mit Dry Oilskin… der Stoff hat keine rechte und linke Seite…daher müßt Ihr Euch nicht die Augen verrenken, es ist alles fein. Sobald Ihr aber bspw. ein Label angebracht habt, habt Ihr eine Seite als rechts definiert.

Dry Oilskin Tasche nähen

Bei Dry Oilskin würde ich  immer mit Klammern arbeiten, damit keine Löcher im Material bleiben. Beim Annähen der Innentasche benötigen wir Stecknadeln, da geht es nicht anders…

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Die Maße hier sind incl. Nahtzugabe angegeben!

Materialliste

Geniale Materialsets und Dry Oilskin Stoffe findest Du in unserem Onlineshop

Zuschneiden:

Vom Dry Oilskin:

zwei Rechtecke 40 x 42 cm und 2 Rechtecke 40 x 6,5 cm . Das ist die Außentasche. Diese legt Ihr so vor Euch, daß die 42 cm die Höhe und die 40 cm die Breite sind. Dann schneidet Ihr unten links und rechts ein Quadrat in der Größe von 6 cm aus. Wollt Ihr ein Label anbringen, dann macht Ihr das am Besten jetzt direkt… nicht vergessen… an der Stelle, an der unten etwas ausgeschnitten ist, befindet sich später der Boden, also setzt das Label ungefähr so an...

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Für die Innentasche schneidet Ihr ein Quadrat von 30 x 30 cm zu.

Für die Halterungen der D-Ringe benötigt Ihr ein Stück, das 12 cm breit ist und 24 cm lang.

Innentasche: hier aus blauem Westfalenstoff...

40 cm Breite, 44 cm Höhe…auch hier wie oben vor Euch legen und unten links und rechts jeweils ein 6 cm Quadrat ausschneiden.

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Es geht ans Nähen.... Wooohoo!

Zuerst stellen wir das Schrägband her.

Den Stoffstreifen (24 x 12 cm) der Länge nach mittig falten und dann die Außenkanten jeweils zur Mitte nach innen falten, so daß der Stoff vierfach liegt. Dry Oilskin hat eine tolle, steife Haptik und wenn man mit den Fingernägeln scharf falzt, ähnlich wie beim Papierfalten, erzielt man tolle Ergebnisse.

Den Streifen in 2 Hälften teilen mit je 12 cm Länge.

Danach die offenen Kanten zunähen, gut verriegeln. Die D-Ringe durchziehen.

Jetzt nehmen wir die beiden schmalen Streifen (6,5 x 40 cm) und nähen diese an den kurzen Seiten zusammen..gut verriegeln! Dann die Nähte zur Seite ausstreichen, das geht prima mit den Fingernägeln…

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Die beiden großen Teile (40 x 42 cm) an den Seitennähten und an der Bodennaht zusammennähen. Danach die Seiten- und Bodennaht aufeinanderlegen und die Seite zunähen.

Die Tasche wenden. Den Ring aus den schmalen Oilskin-Stücken auf links wenden und oben an der Tasche ansetzen. Die Laschen mit den D-Ringen einsetzen, daß sie auf der Innenseite 1,5 cm herausschauen und die Seitennaht auf der Mitte der Lasche liegt, wie auf den Fotos gezeigt. Kreis oben in einer Runde schließen, am Besten nicht bei den Laschen mit den D-Ringen beginnen, das ist die dickste Stelle….am Besten beginnst Du in der Mitte einer langen Seite. Wenn sich die Nähmaschine sehr schwer tut mit den dicken Stellen, dann hilf`Ihr mit dem Handrad.

Die Tasche wenden…bist Du zufrieden? Dann bitte die Nähte verstärken, an denen die Laschen hängen.

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Innentasche nähen:

Das quadratische Stück  (30 x 30 cm) an einer Kante ca. 3 cm umbügeln. Dann die offene Kante darunterschieben, so dass ein Saum von ca. 1,5 cm entsteht.

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Diese Kante steppt Ihr ganz klappkantig ab…Verriegeln am Anfang und am Ende der Naht nicht vergessen….das Nähen klappt am Besten, wenn Ihr vorher gut gebügelt/gefalzt habt.

Die umgenähte Ecke einklappen wie oben auf dem Foto und dann die ganze Kante der Seite in der Breite umschlagen…bügeln, klammern.

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Danach sucht Ihr Euch eine Stelle an Eurem Innentaschenteil, an der Ihr die noch offene Unterseite anlegt, und zwar so, wie auf dem Foto unten gezeigt. Da, wo die Stecknadeln angesetzt sind, näht Ihr mit einem klassischen Steppstich die Unterseite der Innentasche fest und klappt dann das Ganze nach oben um.

An den Seiten rechts und links die Kanten stecken und festnähen…ich hatte meine Tasche etwas zu weit oben angesetzt und habe das dann noch ein wenig nach unten korrigiert…immer bedenken, dass der Teil mit den ausgeschnittenen Quadraten den Boden darstellt!

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Dann die blauen Teile der Innentasche rar aufeinanderlegen und die Seitennähte schließen. Die Bodennaht auch schließen und dabei eine Wendeöffnung von einer Handbreit geöffnet lassen.

Die Seitennaht auf die Bodennaht legen und diese Ecken auch schließen.

Die Außentasche auf links, die Innentasche auf rechts wenden. Ineinanderstecken, einmal rundherum nähen, dabei darauf achten, daß die Seitennähte gut aufeinanderliegen. Wenden.

Die Innentasche ist etwas kürzer, und wenn Ihr sie ganz nach unten  schiebt, seht Ihr innen einen Rand aus Oilskin.  Noch einmal gut ringsherum klammern den Rand füßchenbreit absteppen. Dabei wieder in der Mitte einer langen Seite starten.

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Für die Befestigung der Lederriemen würde ich den Riemen durch die D-Ringe ziehen, eine gute Länge auswählen und 2 Löcher mit der Lochahle machen. Dann kann man das mit Buchschrauben festschrauben. In unserem Materialpaket sind diese Schrauben enthalten... ich wünsche Euch viel Spass beim Nachnähen!

Wenn Ihr auf Instagram oder facebook ein Foto Eurer Tasche veröffentlicht, dann markiert gerne @naehzimmermitherz , dann sehe ich das!

Wenn Ihr diese Tasche gewerblich nutzen möchtet, als Kursangebot oder das fertig genähte Produkt verkaufen möchtet, fragt bitte VORHER unter d.supp@t-online.de nach...Dankeschön!

Ganz liebe Grüße, Dunja Supp

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Wenn ich einen Einsteigerkurs ins Quilten gebe, gibt es immer Teilnehmerinnen, die am Lautesten fluchen und schimpfen, mit den amerikanischen Maßeinheiten, dem Rollschneider und der Nähmaschine kämpfen…das sind dann meistens diejenigen, die für lange, lange Zeit nicht mehr vom Quilten loskommen werden.

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Ich habe mir die Frage nie gestellt, ob wir jetzt genügend Decken im Haus haben…aber es gibt doch einige Menschen, die genau das tun. Ich sehe manchmal die Ratlosigkeit in den Gesichtern meiner (Nicht-quiltenden) Freunde…Warum macht sie das, fragen sie sich. Grundsätzlich hat das moderne Quilten ja auch wenig praktischen Nutzen…wir zerschneiden teure Stoffe und setzen sie auf eine komplizierte Art und Weise wieder zusammen. Als bodenständige Schwäbin habe ich durchaus Verständnis für die Sinnfrage an dieser Stelle. Meine Eltern und Großeltern haben Bäckereien betrieben, bei der handwerklichen Herstellung eines Brotes stellt niemand eine Sinnfrage… und auch das Nähen von Kleidung hat einen Zweck. Vor allem in Zeiten wie diesen, wo industriell hergestellte Kleidung unter mehr als fragwürdigen Bedingungen produziert wird.

Für mich hat Quilten nichts damit zu tun, ob ich genügend Decken habe…einfach alles daran macht mich sehr, sehr zufrieden.

Die Frage nach dem „Warum?“ ist manchmal einfach nicht die Entscheidende…Warum singen wir? Warum malen wir ein Bild? Es wäre jede Menge weniger Freude und Licht in der Welt, wenn wir immer „Warum“ fragen würden. Wenn man Quilten als Kunst begreift - und nach meiner Meinung ist es genau das - ist es dann sinn-voller?

Vor Jahren wollte ich mich bei einem Künstlermarkt mit einem Stand anmelden. Die Organisatorin meinte dann, meine Arbeiten wären „nur“ Kunsthandwerk, keine Kunst. Ach so? Wo genau bitte, ist die Trennlinie? Und wenn man Kunst im Alltag benutzt, ist sie dann weniger wert? Was ist dann Design? Ist eine Decke weniger wert als ein Bild, das an die Wand gehängt wird?

In Amerika, Australien und anderen Ländern ist Quilten weitaus mehr in der Tradition verankert… ich hatte meinen allerersten Quiltmoment bei dem Film von Wynona Ryder…“Ein amerikanischer Quilt“. Hände hoch, wer diesen Film auch über alles liebt!! Ryder spielt eine junge Frau, die bald heiraten wird. Den Sommer davor verbringt sie in ihrem Heimatort. Die Frauen dort beginnen mit einem Hochzeitsquilt für sie. Jede gestaltet einen Teil des Quilts und die einzelnen Lebensgeschichten dieser Frauen werden erzählt…ein sehr berührender Film über Frauen im 20. Jahrhundert.

Ganz früher ging es wirklich darum, aus Stoffresten etwas zusammenzusetzen, das wärmt…entweder als Decke oder als Wandbehang vor zugigen Fenstern und Türen. Textilien waren einfach auch nicht so billig wie heute und wurden deshalb allein aus Notwendigkeit wieder verwendet. Aber das haben Frauen schon immer auch mit Liebe zum Details und mit einem Blick auf Farben und Formen gemacht…. Ein schönes Beispiel ist die Geschichte um Gee`s Bend, ein toller Bericht dazu ist auf artsy zu finden. https://www.artsy.net/article/artsy-editorial-alabama-women-made-quilts-modern-art (Danke Andrea Kollath für diese Inspiration!)

So konnten Frauen, sich auch ungestört treffen und austauschen. Für viele Frauen, die nicht im klassischen Sinn berufstätig waren, war das sicherlich auch eine Möglichkeit, Anerkennung außerhalb Ihres Hauses zu finden.

Das Gemeinschaftsgefühl beim Quilten erlebe ich sowohl in Kursen, die ich besuche, als auch in den Kursen im Nähzimmer. Und zum Glück leben wir in einer Zeit, in der wir uns weltweit vernetzen und austauschen können…Quilterinnen fühle ich mich immer direkt verbunden, wir sprechen einfach dieselbe Sprache.

Wenn man die Grundstrukturen der Quiltblöcke einmal verinnerlicht hat, finde ich die Herausforderung so spannend, ein Muster zu dechiffrieren…ich sehe ein Quilt-Foto, einen Quilt in einer Ausstellung, einem Geschäft, bei einer Freundin… und die erste Frage ist:“ wie wurde das gemacht?“ Das zu Entschlüsseln macht mir weit mehr Freude als ein SuDOKU oder eine Knobelaufgabe…(ehrlich gesagt, hasse ich das).
Es gibt immer etwas Neues zu sehen und zu entdecken, da so viele Menschen weltweit quilten, ist das ein einziges Feuerwerk an Ideen, das da zu sehen ist…Pinterest, Instagram, Facebook…. Unzählige Gruppen, Quilt-Alongs, Communities… ein grenzenloses Meer an Möglichkeiten.

Ich bin wirklich sehr stolz darauf, ein so altes und traditionelles Handwerk zu erlernen und mein Wissen weiterzugeben. Traditionen sind etwas Wunderbares, wenn sie nicht steif und verknöchert daherkommen.

Quilten hat sich gewandelt, auch wenn es manchmal mit dem Image behaftet ist, ein Hobby für das Rentenalter zu sein, wie die Bekannte einer Bekannten mal zu mir gemeint hat. Vielen Dank nochmal für den Hinweis, selbstverständlich quilte ich, weil mir mit meinen drei Kindern und einer klitzekleinen Selbständigkeit unendlich langweilig ist. Das ist wirklich unglaublicher Schwachsinn und zeigt, daß da Jemand so gar keine Ahnung hat.

So viele coole und moderne Ladies und Gents jeden Alters sind in diesem Business am Start, die die Klaviatur moderner Medien, Fotografie, Texten und Design brillant verstehen und umsetzen… es ist eine Freude, diesen KünstlerInnen zuzusehen, sei es in Büchern oder Blogs, in social media oder im echten Leben.

Moderne DesignerInnen gestalten heute unglaublich schöne Stoffe, in einer Auswahl, wie es sie noch nie gab. Inspirationen und Anleitungen sind nur einen Klick entfernt. Wir haben Zugang zu jeder Menge Information und können die GestalterInnen auch oft direkt kontaktieren, Kurse besuchen zu unterschiedlichsten Themen… das ging so easy-peasy vor 15 Jahren noch nicht.

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Dieser künstlerische Ausdruck, der Austausch, die unendlichen Variationen, die Anerkennung von außen, das Kennenlernen von Menschen mit derselben DNA… das ist der eine Teil.

Der andere Teil ist, dass das, was wir da gestalten… es bleibt. Länger als ein gekochtes Mittagesssen, ein gewaschenes Shirt und ein gewischter Flur. Unsere Quilts für Babys sind Erinnerungsstücke, die man nie vergißt… und ein Quilt kann Jemanden trösten, auch wenn wir gerade gar nicht da sind. Oftmals gestalte ich private Quilts mit Erinnerungsstoffen aus bestickten Taschentüchern, Tischdecken oder Bettwäschen meiner Großeltern. Wo würden diese Stoffe sonst landen? In einer Kiste mit Mottenkugeln? So halten sie die Urenkel warm und die Erinnerung lebendig. Das ist einfach so viel besser….

Und dann ist da ja noch der komplette kreative Prozess.. Stoffauswahl, Gestaltung, das Spielen mit Farben und Mustern…das Auseinandersetzen mit der Geschichte einzelner Blöcke und Quilts, das immer wieder neu Überlegen, wie man das Quilt-Top (die Vorderseite) gestaltet.

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Das Nähen an sich ist eine reine Freude…zu sehen, wie sich die Stücke zusammenfügen und eine Idee Gestalt annimmt. Das eigentliche Quilten, das Zusammensetzen der Vorder- und Rückseite mit dem Vlies dazwischen ist ein wirklich meditativer Prozeß…ich merke oft, wie die Gedanken dabei wandern und wandern….

Käthe Kruse wird das Zitat zugeschrieben, dass, wenn etwas von Herzen mit der Hand gemacht wird, es über die Hand wieder zum Herzen gehen wird. Deshalb werden wir von handgemachten Dingen weit mehr berührt, als von gekaufter Industrieware.

Was ist für Euch der Sinn und Zweck beim Quilten? Wie seid Ihr zum Quilten gekommen? Bin gespannt, das zu hören… Ach, und für alle, die noch nicht quilten…im Nähzimmer gibt es Kurse und bald auch offene Näh-Abende. Einfach rumkommen. Es macht viel Freude, versprochen!!

 

 

und er hat recht. Habt Ihr Zeit und Lust mich auf meiner kleinen Reise zu begleiten? Dann Käffchen oder Smoothie holen, Füße hoch und weiterlesen....

Vor einiger Zeit stieß ich im Internet auf dieses Bild und war sofort elektrisiert...kennt Ihr dieses Gefühl, wenn es  "Zazing" macht, weil irgendwo, ganz tief drinnen, etwas berührt ist? Oft weiß ich gar nicht warum ein Bild/ein Lied/ eine Geschichte mich so berührt.. in diesem Fall war es mir aber gleich klar.

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Meine Oma Lina war eine ganz wichtige Person für mich. Sie war eine sehr warmherzige Omi, die sehr bescheiden und sparsam gelebt hat...trotzdem bekam "die Kleine" also ich, immer das allerbeste. Jeden Freitag ein Dany+Sahne, und jedes Jahr das allererste Erdbeerchen. Das Salatherzchen war automatisch immer auf meinem Teller und zu jedem Frühstück gab es ein Ei. Für sie der Gipfel an Luxus. Ich habe immer ihre Wärme,  ihre Bodenständigkeit und ihre Agilität auch im hohen Alter bewundert. Sie hat mir viel über Ihre Kindheit, Jugend und die Kriegsjahre erzählt, und ich bin so dankbar, daß ich sie hatte. Sie hat immer selbst Gemüse gezogen, gestickt, genäht, gekocht, gebacken....eine wunderbare Omi.

Dieser Quilt von Pam Holland hat mich sofort an sie erinnert und mich deshalb so berührt. Als ich las, daß Pam nach Deutschland kommen würde und einen Kurs mit diesem Motiv halten würde, wußte ich sofort, zu diesem Workshop will ich fahren. So einen kleinen Quilt will ich auch machen. Ich habe momentan wirklich überhaupt keine Zeit dafür, so viele andere Dinge stehen auf der gaaaaanz langen To-Do -Liste, aber es war mir einfach wichtig. Pam Holland ist Australierin und nicht oft in Europa, also galt es die Chance zu nutzen. Ich meldete mich an und buchte ein Hotel in Krefeld.

Am Sonntag sollte der Kurs stattfinden, ich reiste extra Samstagabend bereits an, da eine Trunk-Show mit Pam Holland angekündigt war. Ich war noch nie bei so einer Veranstaltung, das wollte ich nicht verpassen. Im Quilt-Shop von Claudia Pfeil fanden die Workshops statt, leider blieb keine Zeit sich umzuschauen, die Show startete direkt. Und Pam kann Geschichten erzählen...

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Dieser kleine Quilt handelt davon, daß das Internet eigentlich so funktioniert, daß kleine Zauberfeen, die "Cyber-fairies" E-Mails vom Absender zum Empfänger bringen. Ich kann Pam nur beipflichten, das ist eine gute Erklärung, ich meine, wie geht es denn sonst? Das mit den 1en und 0en ist mir auch viel zu abstrakt, das hier verstehe ich!!

Als nächstes zeigte sie diesen Quilt von 3 Elefanten...

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Während einer Afrika-Reise hatte sie in einem Wildtierschutzgebiet übernachtet...und am nächsten Morgen waren diese drei Elefanten tot aufgefunden worden. Von Wilderern geschossen, die Ranger kamen zu spät. Pam hält mit Ihrem Quilt und ihren Erzählungen die Erinnerung an diese Seelen wach. Das alles erzählt sie mit Stoff, Garn und eindrucksvollen Worten. Schaut Euch diese Details an... Unglaublich, oder?

Sie zeigte noch viel mehr, aber ich war schon so geflashed, daß ich vergaß, Fotos zu machen....diese beiden haben mich auch am meisten angesprochen.

Pam restauriert auch historische Quilts für Museen und hat eine unglaubliche Arbeitsmoral. Sie hat mich an diesem Abend tief beeindruckt...

Am Sonntag durften wir dann selbst arbeiten, Claudia versorgte uns mit Kaffee, einem Mittagessen und noch mehr Kaffee.

Pam Kurs war ein Erlebnis und ich habe so viel mitgenommen und gelernt, dafür bin ich sehr dankbar. Überhaupt sind mir in der Welt der Patchworkerinnen und Quilterinnen in den letzten Jahren so wunderbare Frauen begegnet, die Ihr Wissen gerne weitergeben, inspirieren und ermutigen...Diese Begegnungen sind einfach wunderbar! Nicht nur, was die Nähtechniken angeht, ich bin immer sehr offenen Menschen begegnet, das ist so bereichernd!

Meine eigenen Versuche fingen sehr vorsichtig an, aber dann wurde es besser...das Entscheidende bei diesem Projekt ist es, die Haare lebendig aussehen zu lassen. Das Ziel war nicht, eine gerade Naht zu nähen oder auf das Viertel-Inch genau zu arbeiten...es ging um das wirkliche Malen mit der Nähmaschine...

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So spannend! Ganze 6 Stunden habe ich mit der einen Hälfte des Hinterkopfes verbracht, ich hoffe, ich finde zuhause die Zeit, das fertigzustellen....

Noch nie habe ich so lange Zeit am Stück  gequiltet. Bei meinem ersten Projekt danach zuhause habe ich aber festgestellt, daß ich mit dem gesamten Thema "Quilten" ein Stück vorangekommen bin...ich experimentiere mehr und ich traue mir mehr zu...Übung macht wirklich eine Menge aus!!!

Und da ich eine neue Ladentheke im Internet erstehen konnte, und die Vorderseite nach einem neuen Quilt verlangte, habe ich mich drangesetzt...uuuund...

...war in dieser Woche auch noch seeehr fleißig.

Ich bin so froh, daß ich mir die Zeit genommen habe und die Chance genutzt habe, von Pam zu lernen.

Habt noch eine schöne Woche! Dunja

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Kennt Ihr das, wenn Ihr irgendwo im Wilden Weiten Web etwas seht, das Ihr un-be-dingt nacharbeiten müsst? So…sofort? Und es wurschtegal ist, ob da noch 87 andere Sachen auf der To-Do oder To-Sew-Liste stehen??? Ihr kennt das…ich auch. Also, flugs über den Bügelberg gehopst und das Abspülen per Schnick-Schnack-Schnuck an den Rest der Familie delegiert….kann losgehen!

Ich habe diese Stickdatei von Lila-Lotta  bei Clacavi gesehen und war sooo begeistert…dann hatte sie auch noch einen Stoff verwendet, den ich im Laden hatte und schon die ganze Zeit schleiche ich drumherum…nun also war es soweit! Ich kann mir diese Tasche auch mit verschiedenen Applikationen, mehreren Webbändern oder geplotteten Details vorstellen. Ich liebe Stickereien, also habe ich das so gemacht.

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Der Außen-Stoff hier heißt Moskau von www.swafing.de  und das Tolle daran ist, er ist auch noch extra verstärkt…perfekt für alle Taschenideen! Für das Innere habe ich meine heißgeliebten Westfalenstoffe verwendet....Ich habe Schnitte gerne flott und easy, wenn Ihr dieses Schätzchen nacharbeiten möchtet, benötigt Ihr:

Materialliste, alle Maße incl. Nahtzugaben…

2 x Taschenstoff Moskau von Swafing in 42 cm mal 42 cm, ansonsten ein beliebiger Baumwollstoff mit Verstärkung evtl. S320

2 x Westfalenstoffe gestreift in 42 cm mal 42 cm

Für die kleine Innentasche (optional) ein Reststück Baumwollstoff in ca. 30 mal 30 cm

Für die Karabineraufhängung einen Baumwoll-Stoffrest in ca. 25 cm Länge und 10 cm Breite

Einen Karabiner mit 2,5 cm Aufhängung

Einen Lederriemen, evtl. auch einen alten Gürtel, mein Stück ist hier 1,35 m lang

8 Buchschrauben

Eine Lochzange/Lochahle

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Zuschnitt und Nähen:

An einer Seite Eures Außen- und Innenstoffs schneidet Ihr ein Quadrat in der Größe von 6 cm aus…das ist damit Eure Taschenunterseite. Genau wie hier auf dem Foto oben am Taschenteil ganz links zu sehen. Das macht Ihr mit allen 4 Taschenteilen (außen/innen) an jeweils einer Seite, bis Ihr vier Teile habt, die so aussehen:

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Danach können die Außenteile nach Wunsch verziert werden…Applikationen, Webbänder, Stickereien…wie es Euch gefällt. Die Seite mit den ausgeschnittenen Quadraten ist die Unterseite und wird nachher nicht zu sehen sein, das solltet Ihr bedenken!

Um die kleine Innentasche zu gestalten, geht Ihr so vor:

Das Reststück an einer Kante ca. 3 cm Umbügeln. Dann die offene Kante darunterschieben, so dass ein Saum von ca. 1,5 cm entsteht.

Diese Kante steppt Ihr ganz klappkantig ab…Verriegeln am Anfang und am Ende der Naht nicht vergessen….das Nähen klappt am Besten, wenn Ihr vorher gut gebügelt habt. Ein paar Stecknadeln leisten auch immer gute Dienste…

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Die umgenähte Ecke einklappen wie oben auf dem Foto und dann die ganze Kante der Seite in der Breite umschlagen…bügeln, stecken.

Danach sucht Ihr Euch eine Stelle an Eurem Innentaschenteil, an der Ihr die noch offene Unterseite anlegt, und zwar so, wie auf dem Foto unten gezeigt. Da, wo die Stecknadeln angesetzt sind, näht Ihr mit einem klassischen Steppstich die Unterseite der Innentasche fest und klappt dann das Ganze nach links um…Bügeln nicht vergessen..An den Seiten rechts und links die Kanten stecken und festnähen…ich hatte meine Tasche etwas zu weit oben angesetzt und habe das dann noch ein wenig nach unten korrigiert…immer bedenken, dass der Teil mit den ausgeschnittenen Quadraten den Boden darstellt!

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Jetzt legen wir die Außentaschenteile rechts auf rechts aufeinander und nähen die Seiten und die Bodennaht zu. Hier würde ich den Steppstich auf eine Länge von 3,0 verlängern, da der verstärkte Stoff doch dicker ist. Die ausgeschnittenen Quadrate spart Ihr einfach aus, dazu kommen wir gleich. Bitte vergeßt nicht, am Anfang und am Ende jeder Naht zu verriegeln!

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Nun kommen die Quadrätchen dran…hierzu die Seiten- auf die Bodennaht legen und quer absteppen… Wichtig ist es an dieser Stelle, daß die beiden Seiten und Boden-Nähte genau aufeinandertreffen, das sieht einfach schöner aus. Damit an der dicksten Stelle kein Wulst entsteht, legst Du am Besten eine Nahtzugabe nach links und eine nach rechts.

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Genau so verfahren wir mit der gesamten Innentasche, da kannst Du Deine Stichlänge wieder auf 2,5 setzen… rechts auf rechts aufeinanderlegen, Seiten und Bodennähte schließen. WICHTIG: eine Wendeöffnung von einer guten Handbreit bleibt unten an der Bodennaht. Da wir hier nachher wenden und ein bißchen ziehen und zerren müssen, solltest Du an diesen Stellen besonders gut verriegeln. Ich habe es hier einmal mit Kämmerchen gekennzeichnet. Auch bei der Innentasche klappst Du die Seiten- auf die Bodennaht und arbeitest den Boden wie bei der Außentasche.

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Den Stoffstreifen für den Karabinerhaken bügelst Du über die lange Seite zur Hälfte um, so dass die linken Seiten aufeinanderliegen…. Dann bügelst Du die langen Seiten noch einmal zur Mitte hin, daß das Stoffstück geviertelt ist…. An der offenen Kante steppst Du den Streifen knappkantig ab.

Diesen Streifen legst Du nun um den Karabinerhaken.

Jetzt drehen wir die Innentasche auf die schöne, rechte Seite, die Außentasche bleibt auf links gewendet. Wir stecken beide Taschenteile ineinander und zwar so, daß die schönen Seiten sich anschauen. Die oben offene Kante abstecken und einmal rundherum absteppen, dabei den Karabinerhaken so einlegen, daß er zwischen den beiden Taschenteilen liegt. An der Stelle mehrmals hin und her nähen, damit später nichts ausreißt…..und schon wird durch die Wendeöffnung gewendet! Woopwoop!!

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An der oberen Taschenkante stecke ich das gerne mit Klammern noch einmal ab und nähe einmal rundherum, damit sich der Rand schön legt. Da hier die Teile sehr dick sind, müßt Ihr an den festesten Stellen sehr vorsichtig sein und evtl. mit dem Handrad arbeiten…ich habe mir dabei auch heute eine Nadel gefetzt…muß ja nicht sein.  Für diesen Rand habe ich einen der vielen Zierstiche genommen, die man ja viel zu selten benutzt...das ist eine gute Gelegenheit!!

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Den Taschenriemen habe ich geteilt und dann jeweils an das untere Ende 2 Löcher im Abstand von 2 cm gemacht. Jetzt wird es ein bißchen schrecklich…Du legst die Gurte an Deine Tasche an, genau da, wo der Taschenriemen nachher sitzen soll…und machst auch hier mit der Lochahle 2 Löcher durch beide Stoffe…aufpassen, dass Du die aufgenähte Innentasche nicht verletzt!!

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Die Ränder der Löcher im Stoff kannst Du mit durchsichtigem Nagellack oder Textilkleber sichern, so franselt an der Stelle später nichts aus. Dann befestigst Du den Lederriemen mit den Buchschrauben. Wenn Du noch Lederreste hast, kannst Du die auf der Innenseite der Tasche als Verstärkung anlegen und die Buchschrauben auch hier durchziehen.

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Fertig!! Ganz viel Freude mit der Nähzimmer-Boho-Tasche!!!

Boho-Tasche-naehen-Blumen-Motiv-sticken

Ich freue mich, wenn Du die Tasche nachnähst!! Dann schreib mir doch eine Mail an d.supp@t-online.de...

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