Es war Anfang April… das Wetter war mistig und ich konnte nichts im Garten wurschteln und an solchen Tagen sitze ich am Liebsten an der Nähmaschine oder ich sitze in Rumschlumpfklamotten auf dem Sofa mit Laptop, Büchern und Notizbüchern und mache mir so meine Gedanken. Und irgendwie kam ich auf die Website des Festivals of Quilts.
Ah, dachte ich, stimmt, das ist ja in Birmingham. Ne, geht nicht. Zu weit weg, mitten in den Ferien, ich fliege äußerst ungern. Das wird nix. Klang aber gut.
Klang sehr gut. Und bei einem Blick ins Workshop-Programm hing ich am Haken. Ich fing an, mir Kurse in den Warenkorb zu legen und Aussteller zu notieren, die ich gerne einmal persönlich kennenlernen würde. Und ein kurzes Telefonat mit meiner Kollegin Michi von wollverliebt, die eine erfahrene Zugreisende ist, klärte so Einiges.
Auf dann. Auf meinem Laptop waren nun die Tabs der Deutschen Bahn, national railway-service, Festival of Quilts, Air-Bnb geöffnet, dazu Seiten wie liberty-fabrics, alicecarolinefabrics, Carolina-Oneto….
Für jeden Menschen ist ja etwas Anderes stressig. Manche haben Angst vor Spinnen, Prüfungen, Höhe usw. Ich verreise nicht gerne an Plätze, an denen ich noch nie war und Fliegen ist für mich auch keine Freude. Und ich bin es auch überhaupt nicht mehr gewohnt, alleine zu reisen, die letzten Jahrzehnte waren wir immer als Familie unterwegs.
Und es gab ja jetzt keine absolute Notwendigkeit, dahin zu fahren, es zwingt mich ja nichts. Es ist ja auch nicht so, dass es mir zuhause und im Ladeli langweilig wäre. Eigentlich hatte ich auch keine Zeit… meine älteste Tochter wollte an dem Wochenende davor umziehen, der Messe-Termin war auch direkt eine Woche vor unserem Familienurlaub. Die Zweifel nagten dolle an mir. Nächstes Jahr? Ist bestimmt alles viel besser.
Und dann habe ich einfach gebucht. Eine kurze Rücksprache mit der Family, und ich drückte auf „Buchen“ und „Kaufen“.
If you never have the time, you will never have the time. Nächstes Jahr ist es auch nicht anders, richtig? Irgendwas ist ja immer.
In der Woche vor meiner Abfahrt war mir schon ein bißchen mulmig. Bißchen sehr. Aber da war es ja dann auch schon zu spät. Ich habe mir einen Rollkoffer gekauft und an einem Mittwochmorgen stand ich am Bahnsteig.
Die Zugfahrt war einfach nur aufregend und wunderschön. Ich habe weder gelesen noch genäht oder handygedaddelt. Ich habe entweder aus dem Fenster geschaut oder mich mit SitznachbarInnen unterhalten. Ich bin Menschen begegnet, denen ich sonst nie begegnet wäre.
Wenn man in London mit dem Euro-Star ankommt, dann ist das an der Station London-Euston. Meine Weiterfahrt nach Birmingham startet aber in London St. Pancras. Ich hatte mir das vorher auf Google angeschaut und da sah es so aus, als ob ich 400 m zu Fuß zu laufen hätte. Kein Ding, dachte ich.
Leider war es nicht so. Ich mußte in Euston von der Ebene der international trains in die Ebene der Underground hechten, dort eine Station zu St. Pancras düsen und dann dort wieder eine Ebene nach oben zu den national trains hopsen… in einer Umstiegszeit von 18 Minuten. Im Londoner Berufsverkehr. Das habe ich so gut hingekriegt… ich habe mich durchgefragt, habe mich blitzartig erinnert, wie die Londoner underground funktioniert, Zackzack in Ticket gekauft und mich an den beiden Stationen im dichtesten Gewimmel durchgewurschtelt.
Und als ich dann gerade noch so den Zug nach Birmingham erwischt hatte und leicht keuchend mein Gepäck in den Waggon gewuchtet habe, da war ich sehr, sehr zufrieden mit mir. Ich hatte wirklich Muffensausen, ob ich das alles gut hinkriege und in dem Moment wußte ich, daß ich das wirklich tipptopp gemanaged habe. Und in dieser Sekunde hatte sich die ganze Reise schon gelohnt. Weil mir das so einen Schub in meinem Selbstvertrauen gegeben… ich werde nie, nie wieder über mich sagen, daß ich eine schlechte Reisende bin. Ich bin sehr, sehr gerne zuhause, in meinem Ladeli und mich zieht es einfach nicht so in die Ferne. Aber ich konnte mir in so einer Situation prima helfen. Ich weiß jetzt, daß ich mich zurechtfinde und möchte meinem Englisch-Lehrer, Herrn Kuen nachträglich für den hervorragenden Unterricht danken.
Es ist schon so, wie mein Opa gesagt hat:“Was man im Kopf hat, das kann Dir Keiner nehmen“.
Deshalb bin ich nach Birmingham gefahren und mußte nicht lange überlegen… ich wollte lernen - neue Impulse bekommen, Neues sehen, sehen, was Andere arbeiten, und das in aller Ruhe.
Im Zug habe ich darüber nachgedacht, weil plötzlich auf Instagram Nachrichten reintickerten:
„Das würde ich niemals alleine machen“.
Eine sehr, sehr liebe Freundin hatte sogar gemeint, sie käme gerne mit nach Birmingham. Das ist eine Freundin, mit der ich auch sehr, sehr gerne gemeinsam nähe. Aber ich habe ihr in aller Liebe abgesagt. Weil ich das Ganze in meinem Tempo machen wollte. Weil ich meinen Kopf ganz für mich haben wollte… ohne eine Frage, ohne einen Kommentar… ich wollte mich selbst denken hören. Seit 23 Jahren bin ich Mama und wir hatten immer Jubeltrubelheiterkeit mit Kindern, Freunden, Hund und Katze… ich wollte einfach mal ganz in meinem Kopf sein.
Ich habe es so genossen, mich in dieser wunderbaren Quilt-Ausstellung wie in einem Museum vor einzelne Quilts zu setzen und nur zu schauen. Das habe ich einen ganzen Tag lang getan. Das war so ein unvorstellbarer Luxus an Zeit.
Aber wenn man sich nie die Zeit nimmt, wird man nie die Zeit haben.
Manchmal hat sich noch Jemand zu mir auf das Bänkchen gesetzt und wir kamen ins Gespräch. Ich habe mit so reizenden Frauen gesprochen, und eine Dame meinte, als wir aufstanden, daß wir jetzt mit unserem Gespräch die Welt ein wenig gerade gerückt hätten. Das war sehr süß.
Am ersten Tag hatte ich einen Ganztagesworkshop bei Carolina Oneto. Carolina und ich kannten uns bereits von Instagram und ich hatte an dem Tag das Glück, neben Annette zu sitzen. Annette ist eine pensionierte Geographie-Lehrerin aus Südengland. Und sie hat mir einfach immer nur Mut gemacht. Improv-Quilting war der Workshop-Titel und Carolina hat nicht lange gefackelt. Wir starteten direkt mit einem Kurs über Farbtheorie und an dieser Stelle auch einen lieben Dank an meine Kunstlehrerin… sie hatte den Grundstein gelegt und mit Carolinas Erläuterungen zum Farbkreis, da gingen bei mir im Hirn alle Glühbirnen an. Jetzt habe ich es verstanden. Hier ist meine Farbwahl für den Kurs:
Beim Improv-Quilting schneidet man frei, ohne Lineal… zumindest in Carolinas Kurs. Das hat ein bißchen Mut gebraucht und es war so gut, daß Annette neben mir einfach mit den Schultern gezuckt hat und beherzt in Ihren Stoff geschnitten hat. Das hab` ich dann halt auch gemacht. Der Moment, in dem ich mich zu Beginn des Kurses so unsicher gefühlt habe, hat mir wieder sehr deutlich klar gemacht, wie man sich fühlt, wenn man etwas Neues lernt und einfach erst einmal unsicher ist. Das geht meinen Workshop-TeilnehmerInnen ja oft genau so!
Carolina hat den Kurs superschön und strukturiert geleitet und an diesem Abend war ich völlig fix und alle… ich bin so froh, daß ich mir ein Aitr-Bnb außerhalb gemietet habe… nach einem ganzen Tag in den Messehallen mit künstlichem Licht und ohne frische Luft, da kannste mich wegwerfen… das bin ich nicht gewohnt. Ich lebe am Feldrand, mein Laden hat große Fenster und ich brauche dieses Gefühl von Weite und Ruhe… das kleine Örtchen war nur 3 Bahnstationen weiter und vom Bahnhof waren es 20 Minuten zu gehen. Aug halbem Weg gab es eine kleine Ladenstraße mit Coffee-Shops, Restaurants und einem Tesco-Supermarkt, da habe ich meine Verpflegung organisiert. Und in meinem Air-Bnb gab es ein fantastisches Sofa mit einer reizenden Ecke… Ich bin da schlicht und einfach eingepennt. Abends um halb acht. Das ist besonders schön, wenn man dann völlig gerädert um halb zwei mit steifem Nacken aufwacht. Aber ja. Und dass das Air-bnb in der Needler`s Lane war, war wirklich lustig!
Am Freitag hatte ich den ganzen Tag Zeit, um mir die Aussteller anzuschauen… und ich hatte mich mit KollegInnen verabredet, darauf habe ich mich auch mega gefreut. Jetzt war ich ja auch schon perfekt eingegrooved und kannte den Weg vom Air-Bnb zur Messehalle ohne nachdenken zu müssen.
Mein erster Weg führte mich morgens zu liberty-Fabrics… Mein Gott, was waren die Quilts schön! Und die Stoffe. Seufz.
Mit Millie bin ich aktuelle und neue Kollektionen durchgegangen und davon wird der ein oder andere Stoff seinen Weg ins Nähzimmer finden, ich konnte direkt bestellen. Liberty-Händlerin zu sein macht mich wirklich, wirklich stolz, das sind einfach traumhafte Stoffe. Und diese Quilts!!!
Danach hatte ich ein Gespräch mit Kolleginnen an verschiedenen Ständen und bin dann schlimm versackt bei einem riesigen, riesigen Stand, an dem Quilt-Bücher aller Art angeboten wurden. Ich war da sehr, sehr lange. Und danach war ich um einige Pfund leichter.
Und es gab auch einen fantastischen Stand mit den wunderbaren Tilda-Stöfflis…
Mittagessen mit Nico @nicos_bug_and_bee und Anna von @anna_macht war dann das nächste Highlight und ich habe @alissaquilts getroffen…. Das war richtig schön.
Und abends bin ich wieder direkt in der Sofa-Ecke eingeschlafen.
Den Samstagvormittag habe ich komplett auf den Bänkchen in der Galerie verbracht. Auf der Instagram-Seite des @festivalofquilts kannst Du die diesjährigen PreisträgerInnen und auch Quilts der Ausstellungen sehen. Ich habe natürlich auch Bilder gemacht, die zeige ich am Ende des Beitrags. Uuuuund auch auf meinem Instagram gibt es ein Highlight das Festival of quilts, kurz Foq heißt.
Mit Karen, Lynne und Jo von @threadhouse.uk bin ich auf Instagram schon lange verbandelt. Das war so schön, die KollegInnen mal persönlich zu treffen…
Am Nachmittag habe ich noch zwei Vorlesungen besucht… in der Einen ging es darum, wie man Zugang zur eigenen Kreativität findet und Jane Haworth berichtete über Ihre Entwicklung der letzten Jahre… niemand startet als Experte und es war spannend, Ihre Arbeiten zu sehen. Auf Instagram heißt sie @janehquilter, falls Du Dir das mal anschauen möchtest.
Eine weitere Vorlesung hörte ich bei Annie Gianini-Godfrey, auf Instagram @hustle.well zum Thema Branding und Marketing für Handarbeits-Unternehmen… es ist immer so spannend, die Sichtweise Anderer zu sehen… genau dafür sind solche Treffen ja fantastisch.
Ah. Und dann habe ich noch einen Workshop im Handquilten bei @lesliequilts belegt. Kleinere Teile habe ich schon handgequiltet und auch hier wollte ich einfach mal sehen, wie es denn die Anderen machen. Die Herangehensweisen sind immer unterschiedlich, das macht es ja so spannend.
Ich bin so froh, daß ich diese Reise gemacht habe. Ich fühle mich in so vielen Punkten jetzt viel sicherer und ich weiß, daß ich schon irgendwie zurechtkomme. Ich glaube, Jede-/r von uns hat so seine Punkte, wo man sich vielleicht zu wenig zutraut. Ich habe es einfach gemacht und es ist alles gut gegangen.
Ich habe wunderbare Frauen kennengelernt, so inspirierende Gespräche geführt. Ich habe wunderwunderschöne Quilts gesehen, die so unterschiedlich in Technik und Aussage waren.
Und hier noch ein paar Bilder zum Genießen:
Dieser Quilt ist ein absolutes Meisterstück von Penny Jeffries:
Die folgenden Quilts kannst Du auf der Seite des Festival of quilts genauer beschrieben sehen. Ich wollte einfach die Unterschiedlichkeit einfangen, ganz ohne zu bewerten. Ich lieb` die irgendwie alle. Das Ausstellungsverzeichnis mit Erläuterungen liegt in den nächsten Wochen im Ladeli, wenn Du weiter weg wohnst und zu einem speziellen Quilt Fragen hast, melde Dich gerne bei mir.
Hast Du schon einmal von English Paper Piecing gehört? Es ist eine Technik, mit der man spannende Formen gestalten kann und aus den kleinen Stücken kann man die tollsten geometrischen Spielereien machen.
Ich weiß auch gar nicht so genau, warum, aber ich liebe diese kleinen Stücke. Mit EPP kann man Stoffe und deren Motive fantastisch zur Geltung bringen und Farbkombinationen ausprobieren… es ist einfach eine wunderschöne, kreative und intelligente Spielerei, die aus einem einfachen Täschchen, Tasche, Quilt, Kissen usw… eine ganz individuelle, spannende Sache machen.
Das Schöne an EPP ist, daß Du daran arbeiten kannst, wenn Du unterwegs bist. Ich habe mir ein kleines Kästchen gemacht, mit dem ich immer alles dabei habe. Du mußt auch gar nicht unbedingt mit der Hand nähen, es gibt auch Möglichkeiten, mit der Maschine zu nähen. Hier sprechen wir heute aber über das Handhohen und die klassische Methode.
Mit diesem Blogbeitrag möchte ich Euch eine Idee geben, was EPP ist und welche Möglichkeiten es gibt. Das sogenannte Basting kann man mit Kleber oder mit Nadel und Faden machen, ich bin ein Fan des Glue-bastings, also das Zusammensetzen mit Kleber…. das geht sehr schnell. Und Du mußt nicht mit der Hand nähen, aber Du kannst!
Für unser kleines Projekt hier benötigen wir 6 kleine Stoffstücke, jedes davon muß ein Quadrat mit ca. 8 cm / 3 Inch Seitenlänge haben, dazu das Material für ein kleines Täschchen…
2 Stoffstücke 20 x 26 cm Innenstoff
2 Stoffstücke 20 x 26 cm Außenstoff
30 cm Endlosreißverschluß
6 Hexagon-Schablonen in der Größe 1“… nicht wundern, zur Berechnung der Größe sage ich später noch etwas.
Nähgarn, Handnähnadel, Stoffklebestift, Clover Clips, Stecknadel. Lineal, Schere oder
Rollschneider und Schneidematte.
Zuallererst loche ich meine Hexagon-Schablonen, das hilft später ganz umgemein.
Wenn die Größenangabe zu Deiner Papier-Schablone 1“ besagt, bedeutet das nicht, daß Deine Papier-Schablone insgesamt 1“ groß ist, es bedeutet, daß eine Seitenlänge des Sechsecks, des Hexagons 1Inch beträgt (das sind ca 2,54 cm).
Du schneidest die Stoffstücke mit einem Abstand von ca 0,8 mm - 0,9 mm / 1/4 bis 3/8 Inch um die Papier-Schablone herum aus, das geht natürlich auch mit einer Schere, ich habe dafür einen kleinen Rollschneider und ein kleines Lineal.
Du fixierst die Papier-Schablone mit einer kleinen Stecknadel in der Mitte des Stoffs.
Du streichst einen Streifen Kleber auf die Papier-Rückseite und auch auf den Stoff (siehe Foto) klappst das überstehende Stoffstück über die Kante und fährst mit dem Fingernagel die Kante entlang. Dann fixierst Du die Kante mit einem Clover-Klämmerle.
Dasselbe machst Du mit jeder Seite, auch hier streichst Du wie im Foto über Papier und Stoff.
Dann entfernst Du die Klammern und bügelst das Hexagon.
Stelle so sechs Hexagone her und lege sie in die Form, wie Du sie zusammennähen möchtest.
Wir nähen jetzt die einzelnen Hexagone aneinander. Leg die Hexagone an einer Seite aneinander und fixiere mit einer Klammer. Fädele eine Nadel ein. Mach` einen Knoten ans Ende des Fadens.
Wir arbeiten genau im Falz des Stoffes, der Kante. Wir stechen durch beide Stoffe und machen das auf derselben Stelle zweimal, damit der Faden gesichert ist.
Danach arbeiten wir in den Kanten in kleinen Überwendlingsstichen immer hin und her. Am Ende der Reihe sicherst Du die Naht wieder mit zwei Stichen an derselben Stelle.
So nähst Du alle 6 Teile zusammen, ich habe hier ein kleines Blümchen genäht. Hexagone lassen tausendundeine Variation zu und vielleicht fällt Dir ja etwas ganz Anderes ein…
Wenn Du die einzelnen Teile aneinandergenäht hast, kannst Du die Papierschablone von hinten behutsam entfernen. Da wir vorher das Papier gelocht haben, kannst Du bspw.mit einer Stricknadel die Papierstücke vorsichtig aushebeln. Das Blümchen kannst Du jetzt entweder mit einem Zack-Zack- oder Geradstich mit der Nähmaschine aufnähen.
Ich habe mich hier für das Nähen mit der Hand entschieden und fixiere das ganze Stück erst einmal mit Stecknadeln.
Ich fädele einen neuen Faden ein und mache auch hier am Ende einen Knoten. Ich steche von unten durch en Hintergrundstoff und nähe mit kleinen Stichen in den Stoffkanten entlang.
Wenn Deine Hexagone aufgenäht sind, nähst Du das Täschchen wie gewohnt. Ein hübsches Video dazu gibt es von Farbenmix, das 15-Minuten-Täschchen.
Fertig!!!
Geeignete Schablonen, Nadeln und Stoffe gibt’s im Ladeli! Und natürlich auch Kurse, in denen wir viel tiefer ins Thema eintauchen. Unser Kursprogramm findest Du auf unserer Website unter https://naehzimmermitherz.de/product-category/kurse/
Jede-/r von uns hat seine eigene Definition davon, was für ihn/sie Ordnung heißt. Ich habe tausendundeine Buch zum Thema gelesen und habe auch einige Jahre als Ordnungscoach gearbeitet… ich habe Folgendes festgestellt:
Zu viel Unordnung macht mich unruhig und unzufrieden.
Teure Ordnungssysteme sind meistens völliger Mist, weil sie nicht zu meiner Situation passen, bei Ordnung gibt es nicht dieses „One-size-fits-all“ Ding.
Das Einzige, das mir wirklich hilft, ist ausmisten und dann das sortieren, das ich WIRKLICH behalten möchte.
Ich liebe Stoffe und Bücher, Pflanzen und Quilts. Ich mag mein Zuhause. Ich weiß, wenn zuviel Schnickschnack herumsteht, verstellt mir das den Blick auf die wirklich schönen Dinge.
Es gibt jede Menge Bücher und auch eine gute Netflix-Dokumentation über Minimalismus. Auf Netflix mag ich auch die Serien mit Marie Kondo. Shira Gill hat ein tolles Buch zum Thema geschrieben, „Minimalista“, mein absoluter Favorit was Bücher zum Thema betrifft. Eine liebe Freundin von mir ist Sabine, der Du auf Ordnungsliebe Link einsetzen auf Instagram folgen kannst oder Du liest Ihren Blog hier… Link einsetzen.
Minimalismus heißt für mich nicht, in einem kargen Zuhause zu leben, es bedeutet, für mich, daß die für mich und meine Familie WIRKLICH wichtigen Dinge, Raum und Platz in unserem Zuhause haben. Und aufräumen heißt nicht, Dinge in schicke Behälter umzuschütten und fancy zu beschriften, sondern ich brauche meine Dinge so sortiert, daß ich sie finde und die schönen Dinge möchte ich SEHEN!
Im Moment bin ich dabei, meine Stoffsammlung zu sortieren. Ich sortiere meine Stücke nach Farben. Erst sortiere ich alles und erst dann schaue ich nach passenden Behältern für die einzelnen Farben. Früher bin ich zuerst ins blaugelbe Möbelhaus gefahren und habe mir da so manches Mal Boxen und Co gekauft, die dann gar nicht wirklich gepaßt haben.
Meine angefangenen Projekte werde ich jetzt in dem angehängten Arbeitsblatt notieren und dann kann ich je nach Lust und Laune, Zeit und Energie mir immer das entsprechende Projekt aussuchen. Auf der To-Sew-Liste kann ich alles notieren, was mir an Ideen so über den Weg läuft. Steffi hat die Liste gesehen und meinte, die paar Zeilen bringen ja nichts… zum Glück kannst Du ja so viele Seiten ausdrucken, wie Du magst.
Zu Ordnung ins Nähzimmer werde ich ein anderes Mal schreiben, aber mit diesen PDFs kannst Du Deine angefangenen Projekte sortieren und Dir klarmachen, waswiewo zu tun ist.
Ich sortiere Projekte aus, die ich irgendwann begonnen habe, bei denen ich aber sehr genau ahne, daß ich sie nicht fertigmachen werde. Manchmal ist der Zweck eines Projektes auch nicht das Fertigstellen, sondern es war ein Übungsstück für das Projekt, das ich WIRKLICH umsetzen wollte. Diese Übungsstücke verwandele ich in eine Kleinigkeit, oder ich verschenke sie, oder sie kommen in eine Kiste mit anderen Mustern.
Ich konzentriere mich auf die Projekte, bei denen ich weiß, daß ich sie wirklich fertigstellen möchte. Und ich brauche auch immer mehrere Projekte parallel, den manche bedürfen mehr Konzentration und manche müssen einfach ratterratter abgearbeitet werden, ohne daß Ballzuviel Hirnschmalz einfließen muß. Und das mache ich dann nach Lust und Laune, ob ich mich an dem Tag fordern möchte oder ob das ein ich-möchte einen-Podcast-nebenher hören-und-einfach-vor-mich-hinwurschteln-Projekt.
Viel Spaß mit den PDFs, und wenn für Deine Projektliste ein Blatt nicht reiht, dann kannst Du ja einfach ein zweites ausdrucken!!!!
Viel Spaß damit und ich freue ich, wenn Du diese Info an Deine NähfreundInnen weiterleitest!
Der Start unseres Quiltjahres mit dem Titel Homemaking und Wanderlust war derartig fulminant, daß ich noch einmal von ganzem Herzen Danke!!!! sage!
Ich sehe schon, Euch hat das Interesse auch gepackt und ich kann es so gut verstehen.
Ich habe eine Kundin, die wohl abends auf der Couch unter Anderem auch meine Stories gerne hört. Ihr Mann sitzt dann daneben und hört mit einem Ohr zu und hat natürlich auch mit bekommen, daß bei seiner Liebsten das Quilten ein Thema geworden ist. Immer, wenn ich etwas über Quilts oder die passenden Stoffe erzähle, muß wohl so viel Begeisterung hörbar sein, daß er aufmerkt und sagt: „ jetzt spricht Dunja über Quilts.“
Das hat mich sehr berührt, denn wenn ich diese Begeisterung hör- und erlebbar machen kann, dann weiß ich, ich bin auf dem richtigen Weg. Danke, Danke, Danke liebe Christina, daß Du mir diese Geschichte geschenkt hast. Und grüß` Deinen Mann lieb.
Also tue ich das ganz einfach… Let`s talk Quilts, Ladies and Gentlemen.
Als ich das erste Mal precuts entdeckt habe, war ich sofort hin und weg.. ich habe mich in diese Stoffschätze stehenden Fußes heiß verliebt.
Kurz gesagt, sind precuts vorgeschnittene Stoffstücke, die ein Maß haben, daß Du es gut in Deinen textilen Arbeiten verwenden kannst. Und es gibt viele Anleitungen, die schon speziell für diese vorgefertigten Stoffteile gedacht sind. So gibt es Quilt-Anleitungen, die bspw. Jelly-Roll-friendly oder Fat-Quarter-friendly auf dem Cover ausgewiesen haben.
Das Gute an diesen Stücken ist, daß man sie oft als Ergänzung zu bereits vorhandenen Stoffen in ein Projekt einbauen kann. Wenn man mit sehr vielen Stoffstücken arbeitet, bspw. aus dem eigenen Bestand und einem hinzugekauften Fat Quarter- bundle, dann wird es eben oft interessanter, bunter lebendiger. Im Englischen gibt es den Begriff „scrappy“, was bedeutet, daß man viele, viele kleine Stücke verwendet. Dann kann man ja auch seiner Kreativität freien Lauf lassen und kombinieren, was die Stoffkörbe hergeben. Dann wird es individuell und ganz persönlich.
In den USA ist Quilten ein großer Markt…. Das führt dazu, daß sich Hersteller etwas einfallen lassen, um ihre Stoffserien zu zeigen und sie möchten es den Quilterinnen natürlich auch angenehmer machen.
Also gibt es vorgeschnittene Stoffstücke in unterschiedlichen Größen und Mengen… das kennen wir so in Deutschland gar nicht, deshalb mag ich Euch gerne etwas davon zeigen.
Da wir uns im angloamerikanischen Raum nicht im metrischen System bewegen, sind die Stoffballen 42“, das heißt 42 Inch breit. Bei uns sind das ja bei der Baumwollwebware meistens 140 oder 150 cm, die Stoffballen der klassischen Quiltststoffe sind 1,10 breit . Wenn man davon 1 Yard abschneidet, sind das 91 cm umgerechnet.
Wenn man also von einem klassischen Quiltstoffballen mit 1,10 m Breite ein Yard abschneidet, also 91 cm in der Länge, und sich dann vorstellt, dieses Stoffstück zu vierteln, hat man aus einem Yard 4 Stoffstücke in der Größe 45 auf 55 cm, das ist dann ein „dickes Viertel“, ein sogenanntes Fat Quarter.
Quiltshops führen oft ganze Kisten und Schubladen oder Schaukästen, gefüllt mit einer unglaublichen Auswahl an diesen Fat Quartern. In Deutschland kennt man das so nicht, und ich werde oft von KundInnen, die das nicht kennen gefragt, ob das Reste sind. Nein, das ist sorgfältig zugeschnitten und fein gefaltet… damit unser KundInnen die größtmögliche Auswahl haben. Und das Geniale ist, oft braucht man bei einem Patchworkprojekt ja wirklich viele Farben, damit das Ganze einen bunten Look bekommt… Zum Beispiel das geniale Einhorn, das Steffi genäht hat… sie mußte nicht von jedem Stoffballen zentimeterweise kaufen, sondern konnte sich bei den Fat- Quartern etwas Feines zusammenstellen.
Viele Hersteller bieten sogenannte Fat-Quarter-Bundles an… da sind mehrere Stoffe einer Serie, wunderbar aufeinander abgestimmt, in ein Paket gepackt, sorgfältig ausgewählt.
In den USA bspw. bringen die großen Hersteller jährlich Dutzende, wenn nicht Hunderte von Serien auf den Markt, die (fast) alle aus 42 Designs bestehen. Daraus werden dann diese Bundle gemacht, so daß die einzelnen Stoffstücke immer aus einem Guß sind. Wenn diese Serie dann verkauft ist, ist sie nicht mehr nachbestellbar. Weg ist weg. Ganz selten wird eine klassische Serie neu aufgelegt, grundsätzlich heißt es aber, wenn Dir eine Serie gut gefällt, solltest Du nicht zu lange warten.
Über die Zeit kann man sich so einen fein sortierten Fundus aufbauen. Und so, wie in einem Museum die Kuratoren entscheiden, welche Stücke gezeigt, eingelagert oder weiterverkauft werden, so kannst Du auch Deine Sammlung kuratieren.
Dann kannst Du bei jedem neuen Projekt durch Deine Schätze gehen und entscheiden, welcher Stoff in welchem neuen Stück verarbeitet wird. Und wenn dann neue Ideen bspw. auf Instagram, Pinterest usw. aufploppen, kannst Du sofort in Deine Sammlung tauchen, Deine Farben und Designs zusammenstellen und evtl. mit einigen neuen Stücken ergänzen.
Die verschiedenen Precuts haben lustige Namen und sind von unterschiedlichen Herstellern auch oft ähnlich, aber nicht immer identisch aufgebaut.
Grundsätzlich ist ein Fart-Quarter ein Stück von 45 auf 55 cm, siehe oben. Bundles gibt es mit unterschiedlichen Mengen davon.
Ein Charm Pack ist ein Packerl mit 42 Quadraten in der Größe von 5“, in cm übersetzt in cm sind das dann 12,5 cm ungefähr. Diese Charm Packs beinhalten also grundsätzlich alle Designs und Farben einer Serie und sind perfekt für Taschen und mit Ergänzungen aus Deiner Sammlung kannst Du daraus feine Quilts und Baby-Quilts nähen.
Eine Jelly-Roll heißt auf deutsch eigentlich Biskuitrolle. Und wenn man diese Rolls von der Seite betrachtet, dann weiß man auch, warum sie so heißen, es schaut wirklich aus wie eine Biskuitrolle. Auf diesen Rollen sind üblicherweise 42 Stoffstreifen in der Breite von 2,5“ und in der Länge von einer ganzen Stoffballenbreite, das sind 1,10 m. Bei 2,5“ Stoffbreite hat eine Jelly-Roll 6,25 cm breite Streifen. Auf Pinterest, Youtube bspw. findest Du jede Menge Inspirationen, was sich mit einer Jelly Roll so anstellen läßt… aus den Streifen lassen sich die tollsten Projekte machen und wenn bereits alles vorgeschnitten ist, kann man wirklich zügig vorankommen. Ein besonderes Schmankerl ist das Jelly-Roll-Race der Missouri Star Quilt Company auf Youtube.
Dann gibt es noch die Layer Cakes… diese haben auch 42 quadratische Stücke in der Größe von 10“, das sind dann umgerechnet 25 cm….
Nicht zu vergessen die Candies, das ist dann ein Packerl mit 42 Stoffstücken, die 2,5“ im Quadrat haben. Daraus lasen sich schöne Oberflächen mit wirklich sehr niedlichen kleinen Stücken machen… perfekt für Täschchen, Tischläufer usw.
Die Precuts sind in sich schon so wunderbare kleine Kunstwerke… ich habe eine Jelly-Roll von Tilda seit Jahren im Regal stehen, weil ich mich einfach nicht entschließen kann, diese Schönheit anzuschneiden. Ich schaue sie immer wieder an, halte sie in den Händen und erfreue mich daran. Und irgendwann kommt der Tag, an dem mir einfällt was daraus wird. Ich bin selbst sehr gespannt.
Was ist das mit dieser inch-Umrechnerei? Wozu brauche ich das überhaupt? Wie mache ich das und muß ich wirklich jede einzelne Angabe umrechnen?
Zuallererst einmal ist das Wichtigste, daß in Anleitungen zum Patchwork und Quilten beim Zuschnitt IMMER der Wert angegeben ist, der zugeschnitten werden muß… Du addierst keine Nahtzugabe dazu!
Patchworkmuster sind geometrische Spielereien… und so sehr ich das in der Schule gehaßt habe, so sehr fasziniert es mich heute, mit den Stoffen, den Formen und den Zahlen zu spielen… verrückt, wie sich das manchmal ändert.
Wenn Du eine Nähanleitung in Deutschland liest, hast Du oft eine Angabe für einen Zuschnitt ohne Nahtzugabe, Du gibst die NZ selbst dazu. Bei einer Tasche bspw. ist es auch wurscht, ob Du mit einer NZ von 0,6 oder 0,8 nähst… Du nähst ja alles mit einer Maschine, und ob die Tasche am Ende 0,2 cm breiter ist, macht ja nichts aus. Bei Nähprojekten mit Jersey macht der kleine Unterschied von bspw. 0,2 cm auch nichts aus, das Material dehnt sich ja. Bei uns in Deutschland ist grundsätzlich die Nahtzugabe nicht exakt festgelegt.. ich selbst habe mehrere Nähmaschinen, eine Pfaff, eine Brother, eine Bernina… und irgendwo bei 0,6-0,8 cm bewegt sich die Nahtzugabe, wenn ich einfach ganz klassisch füßchenbreit nähe.
Bei einem Quiltprojekt ist es allerdings so, daß wir uns auf eine Nahtzugabe einigen müssen. Weil sonst die ganze Rechnerei nicht mehr funktioniert. Bei kleinteiligen Mustern führt eine Abweichung von 0,2 cm pro Naht schnell zu wirklich riesigen Abweichungen, weil sich das Motiv ja ganz oft wiederholt…
In den USA, Großbritannien und vielen anderen Teilen dieser Welt wird das metrische System, das wir benutzen, nicht verwendet. Dort gibt es Meilen statt Kilometer, Yards statt Metern und die Einteilung der Inches. Ein Inch entspricht 2,54 cm. Die Inches werden auch nicht in Zehnerschritte eingeteilt, wie bei uns der Zentimeter in Millimeter… sondern es gibt halbe, viertel und achtel Inch.
Klingt kompliziert? Ist es wirklich nicht. Denn wir rechnen das nicht um, das wäre sinnlos. Wie willst Du denn auch bspw. ein Stück Stoff, das bspw. 2,5 Inch breit sein soll zuschneiden? Du wirst kein Lineal finden, das ein metrisches System benutzt und Dir dabei hilft, das Stück 6,35 cm breit zuzuschneiden.
Wir rechnen einfach gar nicht, das ist der Weg. Wir benutzen ein Inch-Lineal, ganz einfach. Da sind nämlich die 2,5 Inch markiert und die komplette Rechnerei entfällt. Man könnte sich vorstellen, ein Zentimeter-Lineal zu haben mit größeren Kästchen.
Wenn Du an Deiner Nähmaschine die Nahtzugabe von einem Viertel-Inch suchst, dann sind das 0,635 cm…
Am Besten nähst Du mit Deiner Nähmaschine auf einem Stück Papier füßchenbreit. Dann mißt Du, wie breit die Nahtzugabe bei Deiner Nähmaschine ist… vielleicht sind es bereits exakt die 0,6 cm? Oder Du siehst, es sind 0,8, dann weißt Du, Du mußt 0,2 mm weiter linkst starten. Mit einem Blatt Papier und einem Inch-Lineal probierst Du so lange, bis Du den Punkt gefunden hast, an dem Deine Nahtzugabe ein Viertel Inch beträgt. Manchmal kann da auch die Stichplatte helfen, oft ist da das Viertel-Inch markiert.


Du nähst also mit Deiner normalen Nahtzugabe auf einem Stück Papier und mißt das mit einem Inch-Lineal nach. Wenn Du auf Deiner Nähmaschine die Viertel-Inch-Nahtzugabe gefunden hast, machen wir ein Probstück um das zu überprüfen und zu üben. Hier, in meinem Bild mit dem Lineal, müsste ich eine etwas schmalere Nahtzugabe suchen, denn die eigentliche Naht ist ein Stück entfernt von der Viertel-Inch-Markierung des Lineals.
Wir benötigen 4 Steifen Baumwollstoff, die 2,5 Inch breit und ca. 12 Inch lang sind. Das können zwei mal zwei Streifen oder vier verschieden farbige Streifen sein, ich habe hier mit zwei Farben gearbeitet.

Diese Streifen nähst Du an den langen Seiten mit der Nahtzugabe von 1/4 Inch rechts auf rechts zusammen. Du musst nicht verriegeln am Anfang und am Ende der Naht. Da wir später diese Nähte verletzen, d.h. zerschneiden müssen, nähen wir mit einer sehr kleinen Stichlänge von 2,0. Gewöhn` Dir gerne an, erst einmal zwei Streifen rar zusammen zu nähen und dann alle 4. Wenn wir später mit größeren Stücken arbeiten, ist es gut, wenn wir uns die Struktur, erst mit kleinen Stücken zu beginnen, bereits angewöhnt haben.
Dein fertig genähtes Stück sieht jetzt so aus:

Das ganze Werkstück müßte jetzt in der Höhe 8,5 Inch haben, dann stimmt Deine Nahtzugabe. Warum? Wir haben viermal 2,5 Inch aneinandergenäht, das macht 10 Inch.
Wir haben drei Nähte, bei denen auf jeder Seite des Stoffes 1/4 Inch durch die Nahtzugabe abgezogen wurde. Sechs Viertel sind gekürzt 3 halbe, das macht in Dezimalzahlen 1,5 . 10 minus 1,5 sind 8,5.
Das Gute ist - Du mußt das gar nicht rechnen, das macht die/der Ersteller-/in der Anleitung für Dich. Ich wollte nur, daß Du es verstehst und anwenden kannst.
Also, Dein Werkstück ist jetzt 8,5 Inch hoch und 12 Inch lang. Auf der Rückseite des Stoffes bügelst Du die Nahtzugabe auseinander.

Du begradigst den Anfang Deines Werkstückes, damit Du eine Orientierung hast und schneidest jetzt vier mal ein 2,5 Inch breites Stück ab:

Diese Stücke werden dann wieder versetzt rar aneinander genäht:

So entsteht das Muster aus vielen kleinen Quadraten, die wir NICHT einzeln aneinander nähen. Bei unserem Übungsstück bleibt ein kleiner Rest, ich wollte, daß Du eine Reserve hast.
Wenn Du die einzelnen Stücke aneinander nähst, achtest Du darauf, daß die Nahtzugaben gut aufeinander treffen. Stoff ist kein Stahl, das habe ich von @strickwerke gelernt. Du kannst die Nahtzugaben fein aufeinander abstimmen, indem Du ein bißchen hier und da zupfst. Ich stimme die Nahtzugaben aufeinander ab und stecke dann eine Stecknadel NEBEN die Naht, um diese zerschnittene, offene Naht nicht weiter zu strapazieren.

Fertig genäht sieht der Block dann so aus....

Aus diesen hübschen Schachbrettmotiven kannst Du Tischläufer, Kissen, Taschen machen, was auch immer Du magst! Es sind tolle Übungsstücke um zu sehen, ob Du mit Deiner Viertel-Inch-Nahtzugabe richtig liegst und Du kannst üben, daß die Nahtzugaben schön aufeinandertreffen... viel Erfolg!!!
Ein frohes neues Jahr möchte ich noch einmal wünschen... ich in schon sehr gespannt auf unseren Quilt-Along.... Das Wort bedeutet, daß wir alle gemeinsam in einem abgesteckten Zeitrahmen einen Quilt zusammen nähen werden. Das wird hier auf dem Blog begleitet, im Newsletter und auf Instagram. Der Dreh- und Angelpunkt wird der Blog sein, Du musst Dich nirgends anmelden, ich freue mich aber, wenn Du uns beim Newsletter oder auf Instagram begleitest.
Der Zeitplan für den Quilt-Along ist natürlich nur ein Vorschlag... Du erhältst beim Kauf unseres Materialpakets eine komplette Anleitung dazu und kannst selbst entscheiden, in welchem Tempo Du arbeiten möchtest. Es wird Live-Abende auf Instagram geben um Fragen zu beantworten und um gemeinsam zu nähen. Wir alle haben ganz unterschiedliche Lebenssituationen und Zeitfenster... Du machst es so, wie es für Dich asst. Manchmal kann so ein Termin aber auch einfach ein kleiner Stups sein, um sich an ein Projekt dranzusetzen. Also, alles kann, nichts muß.
Im Online-Shop haben wir eine Kategorie "Rund ums Quilten" eingerichtet.... hier klicken. Da werden ab morgen Abend, 3. Januar 2023, ca. 20.00 Uhr, Materialpakete und Anleitung verfügbar sein. Ab 18.30 Uhr kannst Du gerne auf Instagram Live dabei sein, Fragen stellen und ein bißchen über die Geschichte und Besonderheiten des Quiltens erfahren.
Hier kommt der Zeitplan... und ich freu`mich riesig auf Dich!!!
Ich freu´ mich so, daß Du Lust aufs Quilten hast!
Mich hat es 2003 gepackt und seit dem habe ich jede Menge Kurse besucht, Projekte umgesetzt und viele, viele Bücher über das Thema gelesen.
Mit meiner Anleitung will ich Dich unterstützen, daß Jede/-r einen Quilt nähen kann, auch wenn Du von dem ganzen Thema noch gar keine Ahnung hast. Wenn Du eine gerade Naht nähen kannst, kannst Du hier sehr, sehr gerne mitnähen.
In Deutschland hat das Quilten nicht so eine Geschichte wie in anderen Ländern, wir sind damit nicht so vertraut. Ich kenne in der Generation meiner Mutter und Großeltern keine Quilterin und habe das auch als Kind nicht kennengelernt.
Ich kann mir auch vorstellen, daß das, wenn man sich noch nicht damit beschäftigt hat, ein bißchen undurchsichtig ist… wie ist das mit dem System der Inches, wie rechnet man das um, wie bekommt man es hin, daß die Nahtpunkte fein aufeinander treffen? Wie schneidet man das zu, wie kann man das Nähen auch effizient gestalten? Näht man wirklich jedes Eckerl an jedes Eckerl? Und was ist eigentlich Patchwork und was ist Quilten? Wie kommt die Vlieseinlage da rein? Und wie macht man den Rahmen, das Bindung drumherum? Und herrje, so viele fremde Begriffe, die man vielleicht noch nie gehört hat… Braucht man da ganz spezielles Werkzeug und muß man da nicht ganz arg doll gut nähen können?
Ich bin Dein Guide. Und ich habe den gesamten Prozeß in kleine Einheiten eingeteilt, so daß man dem Ganzen in Ruhe folgen kann. Das ist alles gar nicht schwierig… wenn man es weiß.
Das Projekt, das ich ausgesucht habe, ist wirklich gut geeignet, um zu üben, zu lernen. Und ja, es ist eine Herausfoderung. Das ist keine schnelle Anleitung, kein 15-Minuten-Projekt. Aber wie stolz wirst Du sein, wenn es fertig ist! Und wir machen das zusammen.
Die Erfahrung aus über 1000 Nähkursen im Rücken, habe ich eine gute Vorstellung davon, an welchem Punkt Fragen aufkommen werden und kann Dir gut über die ruckeligen Stellen helfen..… Wir werden in gemeinsamen Live-Abenden Fragen klären, und wir werden auch gemeinsam live online nähen, ich freu` mich drauf.
Zur Vorbereitung des Projekts wäre es gut, wenn Du folgende Materialien hast:
- einen Rollschneider, im Shop hier...
- eine Schneidematte, die, wenn möglich auch eine Seite mit einer Einteilung in Inches hat. Wie können Schneidematten schlecht versenden, aber zur Abholung im Laden bestellen wir Dir gerne Deine Wunschgröße, ansonsten hat der Onlinehandel da sicher ein Angebot.
- Ein Lineal, gut geeignet wäre bspw. ein 6 x 12 Inch-Lineal, gibt es bei uns im Shop hier...
Dazu sind gute Stecknadeln, ein Bügeleisen/Bügelbrett und Sprühstärke aus dem Supermarkt hilfreich. Eine Handnähnadel wirst Du für das Binding brauchen, den Begriff erkläre ich gleich.
Das war’s auch schon. Du brauchst keine spezielle Maschine, eine Universal-Nadel ist fein, Garn von einem guten Hersteller… that´s it. Klar, je mehr man sich damit beschäftigt, kann man immer in die Tiefe gehen… aber für den Moment lautet das Motto „Keep it simple“.
Ein paar Begriffe:
- das Quilttop ist die Vorderseite des Quilts, ist die vordere Seite, oft kunstvoll zusammengesetzt, das nennt man
- Patchwork. Das ist das Zusammensetzen und Nähen der einzelnen kleinen Stoffstücke zu einem
- Quiltblock. Das ist das einzelne Motiv, beispielsweise ein Stern. Aus den zusammengesetzten Sternen bspw. entsteht dann das Quilttop.
- Die Rückseite des Quilts nennt man Backing.
- Zwischen das Quilttop und das Backing kommt die Vlies-Einlage, das sogenannte Batting.
- Wenn man das Top, das Vlies und die Rückseite mit Hand- oder Maschinennähten miteinander verbindet, damit die einzelnen Lagen sich nicht gegeneinander verschieben, dann nennt man das Quilten. Das kann man ganz schlicht machen, und einfach in den Nahtschatten der zusammengesetzten Blöcke eine Quiltnaht setzen. Oder man kann sehr kunstvoll Motive und Muster mit der Quiltnaht gestalten. Das ist eine eigene Kunstform, wenn man mag.
- Den Rahmen um den Quilt, den Abschluss, nennt man Binding.
- in Amerika und auch bspw. Großbritannien gilt nicht das metrische System, dort wird in Inches und Yards gemessen. Da wirklich sehr viele Anleitungen, Bücher und Inspirationen auf Englisch geschrieben sind und in Inches gearbeitet wird, werden wir uns damit beschäftigen.
Eieiei, die Inches…
Bei uns in Deutschland ist die Nahtzugabe grundsätzlich die Breite des Nähfüßchens, und die ist nicht bei allen Nähmaschinen gleich. In den USA bspw. ist das einheitlich, damit lassen sich die kunstvollen Muster überhaupt erst richtig berechnen… keine Angst, die Rechnerei übernimmt die Erstellerin der Anleitung… aber wenn man das exakt nacharbeiten möchte, muß man an der eigenen Nähmaschine die Einstellung von einem 1/4- Inch als Nahtzugabe finden.
Ein Inch sind 2,54 cm, das Viertel-Inch sind 0,63 cm. Um mit dieser Nahtzugabe zu nähen, gibt es für viele Nähmaschinen-Modelle sogenannte Inch-Nähfüße, die genau diese Nahtzugabe markieren. Du kannst aber auch auf einem Blatt Papier mit einem Geo-Dreieck eine Linie von 0,6 cm markieren und mal schauen, wie Du das an Deiner Nähmaschine so nähen kannst. Ich weiß bspw. bei meiner Pfaff-Nähmaschine, daß da die Nahtzugabe bei 0,75 cm lag und ich ein Stückchen weiter innen nähen mußte.
Wir rechnen die Inches nicht in Zentimeter um, während wir schneiden, nähen und arbeiten. Wir benutzen die Linien auf der Schneidematte und/oder wir benutzen ein Lineal mit der Inch-Einteilung. Die Umrechnerei würde viel zu lange dauern und wäre auch einfach nicht genau. Wir machen es uns leicht und nutzen einfach Werkzeuge, die Inch-Markierungen haben. Dann ist das alles gar kein Problem..
Das wäre es für das Erste!! Ich freue mich riesig auf unser gemeinsames Projekt!
Wenn Du Dir vor dem Start schon einmal den gesamten Prozess des Erstellers eines Quilts anschauen möchtest, kannst Du Dir in diesen Blogbeiträgen anschauen… Bei diesem Quilt ist die Vorderseite sehr schlicht gestaltet, das heiß, man kann sich ganz auf die grundsätzlichen Abläufe fokussieren.
Homemaking und Wanderlust
Das ist mein Leitgedanke für 2023. Neujahrsvorsätze haben bei mir noch nie wirklich funktioniert… Aber ich mag die Idee, das Jahr unter ein Motto zu stellen, eine Leitidee zu haben, an der ich meine Entscheidungen ausrichten kann.
Im Dezember hatte ich im Ladeli sehr netten Besuch von einer Frau, die ich gar nicht kenne, die aber wohl meinen Newsletter liest. Als ich im vergangenen Jahr darüber geschrieben habe, dass man nicht warten sollte bis „irgendwann“, wenn Einen eine Situation frustriert oder unzufrieden macht, war das wohl der letzte Anstoß für sie, ihren Job zu wechseln.
Ich mußte schlucken und wußte gar nicht, was ich sagen sollte… sie ging, und ich war immer noch dabei mich zu sammeln, aber es war ein Adventssamstag und der Laden war voll. Die nächste Kundin kam herein, wir kennen uns schon sehr lange, und sie meinte, das hätte sie jetzt gebraucht, einfach mal bei uns im Ladeli herumschauen, schöne Dinge aussuchen und den Rest des Tages dann gemütlich an der Nähmaschine verbringen, das täte ihr so gut. Ich mußte wieder schlucken.
Ihr ahnt es, die Tür ging auf, eine weitere liebe Kundin, die ich schon sehr lange kenne, kam herein und atmete auch erst einmal tief durch… wir haben alle zusammen ein bißchen geschmunzelt und zwischen den beiden KundInnen entspann sich ein sehr nettes Gespräch, ich schnitt derweil Stoffe für andere KundInnen zu, unterhielt mich ein bißchen links und rechts, sah aber, wie die zwei sich prächtig miteinander amüsierten und es ergab sich auch links und rechts von den beiden eine Unterhaltung hier, ein Geplauder und ein Lachen da…. Immer und immer wieder gibt es diese Momente im Ladeli, oder wenn ich eine liebe Mail lese, eine Antwort auf Instagram bekomme, eine KollegIn etwas Wertschätzendes sagt… das sind Momente, in denen ich aus dem tiefsten Inneren, aus meinen Knochen heraus eine tiefe, tiefe Dankbarkeit empfinde. Dafür, daß Ihr da seid. Daß so viele Menschen das Ladeli, die Ideen und die Gedanken dahinter mittragen.
Viele (Stoff-)geschäfte in diesem Jahr aus den unterschiedlichsten Gründen geschlossen. Das hat mich sehr nachdenklich und auch traurig gemacht, das sind viele sehr liebe KollegInnen, die ich arg vermisse. Um so dankbarer bin ich für mein Ladeli und für diese Momente.
Die Kosten für Butter, Strom und gefühlt jeden anderen Artikel steigen, so daß man wirklich im Supermarkt oder beim Öffnen der Nicht-Liebesbriefe aka Rechnungen schon mal kurz zweimal hinschauen kannmußdarf.
Gerade haben wir zwei Jahre mit Corona und tiefgreifenden Einschnitten und Veränderungen gelebt, und ich habe das Gefühl, ich habe das noch gar nicht wirklich verarbeitet. Das war eine krasse Achterbahnfahrt…. Und als wir alle dachten, jetzt wird es etwas entspannter, Normalität zieht ein, da hat uns die Weltgeschichte am 24. Februar 2022 gezeigt, daß Undenkbares möglich ist. Und wir alle mußten Wege finden, DAMIT fertig zu werden. Es ist ja nicht nur eine Krise, mit der wir gerade konfrontiert sind. Und dann wissen wir sehr genau, daß viele, viele Menschen viel unmittelbarer und unendlich viel dramatischer betroffen sind. Mich macht das immer wieder ganz, ganz still. Und mein Hirn kann das Alles nicht wirklich fassen.
Der Satz, daß ich nicht gelähmt wie das Reh im Scheinwerferlicht dastehen möchte; dieser Gedanke hat mich gut durch die Corona-Zeit getragen und ich glaube ganz fest daran, daß Dinge sich dann am Ehesten zum Guten verändern, wenn wir uns bewegen.
Ich führe ein Unternehmen mit 3 Mitarbeiterinnen und über die Jahre sind es auf dem Blog, in sozialen Medien und dem Newsletter doch einige Menschen zusammengekommen, die lesen, was ich da so schreibe und sich anschauen was ich zeige. Ich freue mich immer sehr, wenn ich für Jemanden Ideengeber, ein Anstoß und/oder eine Inspiration sein kann. Da sehe ich meine Aufgabe und genau da werde ich weitermachen, denn das Feedback, das ich bekomme, daß es für Andere hilfreich, spannend, interessant oder ein Gedankenanstoß ist, das bedeutet mir viel.
Und ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich dafür bin, daß Ihr alle hier seid.
Nähen und überhaupt der ganze kreative Bereich sind eine unendliche Spielwiese…
Ich liebe es, mir Kleidung zu nähen, das Puppenmachen hat mich im letzten Jahr auch sehr glücklich gemacht und ich werde das auch weitermachen. Es macht mich glücklich, für das Ladeli schöne Stoffe auszusuchen, Nähideen und Anleitungen zu veröffentlichen und ich liebe, liebe, liebe es, Kurse zu geben.
Ich war die ganze Zeit in der Überlegung, worauf ich 2023 einen Schwerpunkt setzen möchte und wie ich mich weiterbilden werde. Und wenn man sich in solche Überlegungen begibt, dann richtet man am Besten den Blick nach innen. Ich habe gelernt, daß es mir und meinem Business am Allermeisten dient, wenn ich die Dinge aus vollem Herzen und mit voller Freude mache. Ich habe ein Coaching gebucht, um auch noch einmal einen Blick von außen zu haben und die Essenz dieser Beratung war für mich der Satz:
„Folge der Freude“.
Das heißt nicht, daß ich ab heute nur noch tue, was mir Spaß macht, es bedeutet aber, daß die Themen, die mein Herz ein bißchen schneller klopfen lassen, meine Themen sind. Und das hat sich seit über 20 Jahren, seit ich wieder ernsthaft ins Nähen eingestiegen bin, nicht verändert… ich bin eine Quilterin.
Seit 2003 habe ich viele Quilt-Projekte umgesetzt, Workshops mit den unterschiedlichsten LehrerInnen besucht, Bücher gelesen…. Aber im Ladeli und auf meinem Instagram-Account war es nie so im Vordergrund, weil wir eben auch viele andere Dinge umgesetzt haben.
Die Corona-Zeit, in der wir uns online weiterentwickelt haben und das letzte Jahr, in dem wir den Umzug geplant, umgesetzt und das erste Jahr in Nieder-Olm verbracht haben… es waren immer Dinge zu tun und zu verändern.
Jetzt habe ich mir einen Moment genommen und einfach mal nur in mich hineingehört und überlegt, wo ich dieses Jahr den Fokus hinlegen möchte… und da weiß ich, daß ich das Quilten mehr in den Vordergrund stellen möchte.
Ich habe mich lange Stunden einfach mal auf meinen Hintern gesetzt und mir überlegt, was ich nächstes Jahr gerne machen möchte… mit Pinterest-Boards habe ich vor mich hingeträumt, was ich gestalten werde. Habe aus Zeitschriften Bilder ausgeschnitten, die mich angesprochen haben… habe mir Dinge notiert, die mir durch den Kopf gegangen sind. Und je mehr ich mir diese Bilder und Texte, meine Ideen und wovon ich träume angeschaut habe, da formte sich in meinem Kopf das Bild daß meine Themen für 2023 das Gestalten meines Zuhauses und Zeit mit der Familie sein werden. Und ich möchte ein bißchen die Nase in den Wind halten, unterwegs sein, Neues sehen.
Im September habe ich mich bereits für einen Kurs angemeldet, bei dem man lernt, wie man bspw. Grafiken erstellt um Anleitungen besser damit auszustatten… in dem Kurs ging es auch um viele andere Themen, wie man Anleitungen generell gut gestaltet.
Mit diesem Handwerkszeug und aus der Erfahrung von Hunderten von Nähkursen möchte ich gerne mit Euch gemeinsam Quilts nähen. Ich weiß, daß es für Quilt-AnfängerInnen viele Fragezeichen gibt und manches an dem Thema kompliziert erscheint. Aber ich werde das für Euch in kleine Einheiten herunterbrechen und wir werden den Quilt gemeinsam in vorher geplanten Zeitfenstern nähen… begleitet mit einer Anleitung, die es direkt zu Beginn komplett gibt, Tipps und Vorschlägen zur Stoff-Auswahl. Im Newsletter werde ich das so begleiten, daß wir die Schritte gemeinsam gehen und es gibt eingebaute Zeitpuffer…. Natürlich kann man das Ganze auch auf dem Blog nachverfolgen, falls man vom Zeitplan abweicht (Urlaub, Krankheit oder einfach zu wenig Zeit). Auf Instagram wird es ein gemeinsames Live-Nähen und die Möglichkeit Fragen zu stellen habt Ihr im Live immer und natürlich auch per Mail…. Wir machen das zusammen.
Wir haben 1999 ein sehr kleines Reihenhäuschen gekauft. Wir waren all` die Jahre immer auf der Suche nach einer rheinhessischen Hofreite, das war so meine Vorstellung. Aber wir haben nie das Richtige gefunden. Jetzt haben wir entschieden, hierzubleiben und das Häuschen zu renovieren. Manche Provisorien halten länger als geplant, gell… aber, so komisch das klingt, erst nach 23 Jahren komme ich an den Punkt, dieses Haus wirklich zu meinem Haus zu machen. Und mit allem, was ich in den letzten Jahren und Jahrzehnten gelernt habe, werden hier viele Elemente sein, die ich selbst machen werde. Quilts machen einen Raum so viel wärmer und gemütlicher. Das amerikanische Wort des Homemaking hat mich bei meinen ganzen Recherchen zu dem Thema sehr berührt. Im Deutschen gibt es dafür keine exakte Übersetzung aber das ist es, was ich machen werde. Unser Häuschen ist sehr gemütlich und ich habe es auch gerne, aber ich habe mich nie so ganz darauf eingelassen, dafür ist jetzt erst die Zeit gekommen. Vorher waren die Kinder klein und ich habe das Nähzimmer weiter aufgebaut. Jetzt will ich diesem Haus Zuwendung zukommen lassen und das auch mit den Mitteln, die ich in meinem Laden auch anbiete. Ein Quilt verändertert einen Raum, und das in Sekunden. Ich möchte unser Zuhause mit Farben, Mustern und Wärme füllen. Und es wirklich zu meinem Zuhause machen.
In den letzten Jahren habe ich viel gearbeitet, und das war gut so. Wenn ich mir anschaue, was hier alles passiert ist und was wir alles erreicht haben, dann macht mich das sehr zufrieden. Ohne Dich wäre das nicht möglich gewesen , und ich weiß das sehr zu schätzen. Für das neue Jahr habe ich Lust, neue Dinge auszuprobieren und werde einige Reisen machen. Inspiration im Draußen sammeln, beim Unterwegs-sein. Und das dann wieder in meine Arbeit zuhause einfließen lassen, das ist die Idee... Neues entdecken und in meine Welt integrieren. Das Wort Wanderlust trifft es sehr gut, das Witzige ist, daß es dazu im englisch/amerikanischen Sprachraum keine Entsprechung gibt. So sind die beiden Worte, die mein Jahr begleiten werden, beides Worte, die ein bißchen besonders sind und sich überall zuhause fühlen... 2023: Homemaking und Wanderlust.
In einem Einrichtungs-Bildband aus den frühen 2000ern sieht man die Wohnung von Donald und damals Ivanka Trump in New York… ein Prunk-und Protzpalast, in dem ich mich niemals wohlfühlen könnte. Im selben Buch ist das Haus von Steven Spielberg gezeigt. Er lebt ein wenig außerhalb von New York auf einer alten Ranch. Das Haus ist modern, warm und voller Licht. An den Wänden hängen historische Quilts, die er anstatt Bildern dort aufgehängt hat. Ich habe mich bei diesen Bildern sofort wohlgefühlt, dort würde es mir gut gefallen.
So oft habe ich schon gehört:
„Dafür habe ich keine Zeit“
„Viel zu aufwendig“
„Viel zu kompliziert“
„Es braucht soviel Equipment“
„Ich verstehe das mit der Umrechnung in Inches nicht“
„ Quilts sind altmodisch und häßlich“
„Unnötig, ich habe genug Decken“
Quilts sind etwas, das von uns bleiben wird. Sie sind eine Verbindung zwischen Menschen und Generationen, sie sind Kunst, Handwerk, manchmal politisch, Ausdruck von Zeitgeist, Farbenspiel, modern, klassisch, Bauhaus…. Es ist eine Welt für sich und ich möchte für all diejenigen, die Lust darauf haben und die sich da noch nie rangetraut haben, die Tür öffnen.
In anderen Teilen der Welt ist Quilten viel populärer als bei uns und es gibt weltweit so viele Menschen aus allen Generationen, die das so wunderbar modern, zeitgemäß und wunderwunderschön umsetzen. Da draußen ist so viel Kreativität, Farbe und Freude am Gestalten, das muß man gesehen haben!!!
Die Zeit, die Du beim Gestalten eines Quilts verbringst, ist wertvoll. Je mehr Du lernst, um so kreativer kannst Du Dich ausleben. Wenn man das Grundprinzip verstanden hat, ist es überhaupt nicht mehr schwierig, man muß es nur einmal verstehen, dabei helfe ich Dir. Das Wichtigste Equipment ist ein Rollschneider und ein Inch-Lineal, das ist, finde ich, eine überschaubare Investition… Und da jeder Quilt einzigartig ist und besonders, wirst Du niemals genug davon haben. Und Quilts sind nicht altmodisch und häßlich, weil wir wunderwunderschöne Dinge machen werden.
Es geht nicht immer nur darum, etwas so schnell wie möglich fertig zu bekommen… das ist doch schon in so vielen Bereichen unseres Lebens so, daß Dinge schnell erledigt werden müssen. Hier dürfen wir genießen und uns an jeder einzelnen Naht freuen… und zuschauen, wie es langsam wächst, unser Projekt. Und unsere Fähigkeiten!
Ich freue mich, wenn Du mit mir auf die Reise gehst! Ich werde alles tun, damit es so einfach und verständlich wie möglich wird. 2023 möchte ich mit Dir Neues gestalten. Homemaking und Wanderlust, 2023, Du kannst kommen!
Ich bin so zufrieden und dankbar für das Leben, das ich mir aufgebaut habe mit meiner Familie, meinem Ladeli und meinem Zuhause... das sind die Dinge, um die sich mein Leben dreht. Ich habe hart dafür gearbeitet und es war kein Sonntagsspaziergang. Jetzt möchte ich gerne tiefer in bestimmte Themen eintauchen, mehr gestalten und auch Neues sehen... Homemaking und Wanderlust. Es passt gut, glaube ich.
Für alle die, die den Newsletter heute schon gelesen haben... damit man verstehen kann, war ich erst jetzt mit einer Weihnachtsgeschenkideenliste um die Ecke komme, habe ich die Einleitung aus dem Newsletter diesem Blogbeitrag vorangestellt. Wenn Du also den Newsletter gelesen hast, und wenn ja, Danke dafür, dann kannst Du die ersten Absätze überspringen. Viel Spaß beim Lesen...:
Da habe ich es im letzten Insta-Live noch ganz laut gesagt… ich veröffentliche keine Weihnachtsgeschenkideenliste… und schicke Euch einfach die Liste vom letzten Jahr auf Wunsch zu.
Ich habe an dem Abend auch gesagt, daß ich noch nicht richtig in Weihnachtsstimmung bin. Und das war Anfang November in diesem Jahr auch ein bisserl schwierig, weil ich mittags noch im T-Shirt im Garten gestanden habe und die Sonne warm in mein Gesicht fiel.
Jetzt sieht die Sache anders aus… irgendetwas hat dieses Weihnachten, eine Magie, einen Feenstaub, den kein noch so lautes Black-friday-Konsum-Gebrüll zum Schweigen bringen kann.
Weihnachten ist so viel mehr als dieser Wahnsinn. Ich werde meine Geschenke auch in diesem Jahr hauptsächlich selbst machen oder in den kleinen Läden in Nieder-Olm kaufen. Ja, beim großen A… muß ein Gag-geschenk bestellt werden, aber das führt in Deutschland Keiner. Und ja, wenn ich gerade eine neue Waschmaschine bräuchte, würde ich jetzt auch auf Angebote warten. Brauch` ich aber nicht.
Diese Weihnachtsmagie, dieses Gefühl, hat ja auch nullkommagarnix mit Konsum zu tun. Am Samstagabend saßen wir zu viert im Ladeli und haben an unseren Puppen gewerkelt in unserem Wochenendkurs, als es plötzlich anfing zu schneien. Das war so zauberhaft, den Moment haben wir alle still bewundert. DAS ist Weihnachten. Zusammensein, schöne Dinge machen, ein Moment des Innehaltens. Und ich bin so dankbar, daß wir wieder Kurse halten können und uns wirklich begegnen. Ich genieße das noch mehr, nach dieser langen Zeit, in der das nicht möglich war. Es tut so gut.
Ja, und jetzt, wo ich wirklich in Weihnachtslaune bin, da mag ich auch sehr gerne eine Geschenke-und-Deko-Ideen-Liste schreiben.
Eines vorweg: wir haben viel, viel mehr Stoffe, Stempel usw. im Ladeli vorrätig, als im Onlineshop.
Wir schaffen es nicht, alles online zu stellen und oft sind einzelne Stoffe und Teile schnell verkauft. Aber Ihr könnt uns immer eine Mail an d.supp@t-online.de schicken und individuell Dinge bestellen und nachfragen, oder während der Öffnungszeit unter 06136 7667089 anrufen. Es wäre auch nicht das erste Mal, daß wir per Videotelefonie mit Euch die Regale durchforsten. Wenn Du etwas haben magst, finden wir einen Weg und die Post bringt’s.
Du kannst unsere Materialpakete auch gerne mit einer Geschenkkarte für eine Freundin bekommen, schreib`das einfach dazu, wir legen die Karte/n kostenlos bei.
- Der Renner dieses Jahr in den Hygge-Abenden ist unser Projekttasche Paulinchen… super um Kosmetika, Plätzchen, Gästehandtücher aus Waffelpiqué usw. zu verschenken… oder für die Wollverliebten… das ist die perfekte Tasche für ein Knäuel!… geliefert in einer biologisch abbaubaren Verpackung, alles dabei und komplett fertig zugeschnitten, Du darfst direkt losnähen… super auch für einen gemeinsamen Nähabend! Das Packerl kostet 16,90 € und es gibt unendlich viele Farbkombis. Die Anleitung gibt’s kostenlos auf dem Blog und ist beim Materialpaket verlinkt.

Die Materialpackung findest Du hier: https://naehzimmermitherz.de/product/materialset-mini-projekttasche/
- Ein All-time-classic ist die #hipsterhopsterCordtasche.. superlässig, schnell genäht. Schön zum verschenken in genähter Form, aber auch als Materialpaket ein echter Knaller …
Zum Materialpaket geht’s hier entlang, da ist auch die kostenlose Anleitung verlinkt…
- In der diesjährigen Weihnachtsausgabe der Zeitschrift Living-at-home war ein Sternenkissen abgebildet… in einem früheren Blogbeitrag habe ich Euch so eine Anleitung als Freesie geschrieben… die Vorlage könntet Ihr einfach nach Belieben vergrößern und aus Leinen, Musselin, Bambusplüsch nähen. Bambusplüsch ist superweich und ich bekomme diese Woche noch eine schöne Lieferung…
Hier ist der Link zum Blogbeitrag:
Bei living-at-home wurde die Naht des Sterns von außen gemacht und der Rand ein bißchen ausgefranst… auch schick.

- In derselben Ausgabe war auch eine Serviette mit einer Tannenbaum-Applikation abgebildet… Wir haben Leinen in den wunderschönsten, auch weihnachtlichen Farben da und dazu jede Menge traumhaft schöne Webbänder von acufactum… das wäre sehr süß Servietten, Tischdecken, Tischläufer, Geschenktüten…

- Ein Quilt wärmt nicht nur beim Kuscheln auf dem Sofa, er wärmt auch das Herz. Irgendetwas haben diese Stoffschätze an sich, daß sie aus einer Wohnung direkt ein zuhause machen. Ich weiß es ja auch nicht, aber auch hier ist immer ein bißchen Feenstaub im Spiel. Ich habe ein ganz einfaches Streifenmodell für Euch ausführlich auf dem Blog beschrieben. Absolut machbar für Jede/-n, der/ die eine gerade Naht nähen kann. Das Projekt ist so schlicht, daß es an einem Abend/Wochenende locker fertig werden kann. Un dabei übst Du alle Schritte um einen Quilt herzustellen. Das perfekte Geschenk! Auch an Dich selbst!
Das Materialpaket findest Du unter diesem Link, da ist auch die Anleitung zu finden:
- Ein Hoodie ist das optimale Geschenk für-wenn`s-kalt-wird… Wir haben einen wirklich schönen Schnitt von Danie aka Prülla, und davon gibt es die Kids, Damen- und Herrenversion bei uns…. Dazu haben wir die kuschelweichen Ganzjahres-Sweats von Swafing in genialen Farben mit den perfekt passenden Bündchen… auch hier stellen wir gerne mit Dir DEIN Paket zusammen

- Mützen sind immer gut… und dieses Jahr haben wir seehehr viele Farben von dem genialen, breiten Rippstrick da… eine Anleitung der Mützen findest Du auf dem Blog von Pattydoo
https://www.pattydoo.de/naehanleitung-hipster-beanie-naehen
Stoffe gibt´s bei uns…

- Acufactum bringt jedes Jahr eine Stoffkollektion für den Winter heraus, dazu passend ein Buch mit wunderschönen Nähideen für die stille Zeit. In diesem Jahr ist das Buch ein absoluter Treffer und ich blättere fast täglich darin. Einfach nur zum Genießen… wie ein kleiner Kurzurlaub. Das ich ist auch ein fantastisches Geschenk!
Die verwendeten Stoffe und Webbänder, Etiketten usw. haben wir in einem extra Regal im Ladeli für Euch dekoriert und die dazu passenden Westfalenstoffe stehen auch dabei. Nimm` Dir einfach mal ein paar Minuten, blättere durchs Buch und streichel` über die Stöfflis… das ist Weihnachtsvorfreude pur. Die Stoffe sind auch nicht nur weihnachtlich, die kann man prima noch den ganzen Winter haben… Wir haben daraus Nikolausstifel, Kissen, eine Kuschelgans, Weihnachtskarten usw. gemacht und Du kannst Dir gerne unsere Nähprojekte anschauen.
Acufactum findest Du in unserem Shop hier:
https://naehzimmermitherz.de/product-category/acufactum/

Foto von acufactum/Silke Schneider-Windt
- eine Musselindecke ist ein Träumchen für das ganze Jahr. Ichhabe letztes Jahr einige davon verschenkt und begeisterte Rückmeldungen bekommen. Mein Mann liebt seine Musselindecke sehr und hat sie auf jeder Geschäftsreise dabei und natürlich zuhause im täglichen Gebrauch. Im Winter benutzt er sie unter der eigentlichen Decke… schön kuschelig.
Natürlich sind unsere Musseline auch perfekt für warme Kuscheltücher, Kinderdecken, Halstücher, für Kissen und Kleidung. Wir bekommen ständig neue Farben, also gerne immer nachfragen!

- Für Geschenkverpackungen und Weihnachtskarten, Geschenkanhänger und vieles mehr nutze ich sehr gerne unsere Stempel und die genialen Baumwoll- und Leinengarne von Garn und mehr. Schaut so hübsch aus und ist absolut plastikfrei und umweltfreundlich!

- Die Tasche Gent aus dem genialen, dänischen Canvas ist auch so en Nähzimmer-Klassiker. Jetzt in einer hübschen Verpackung mit den hübschen, von uns gestalteten Baumwollbeuteln… Wir haben jede Menge Farbkombinationen, einen Echtleder- Taschenriemen dazu und die kostenlose Anleitung auf dem Blog…
Zum Materialpaket geht es hier entlang:

- Das Weihnachtsdorf nach einer Idee von Laura Wilhelm haben wir auch in ein Materialpaket gepackt… das ist so schön, um es jedes Jahr ein bißchen zu ergänzen…
- In diesem Jahr bin ich eine Puppenmacherin geworden… ich habe das Handwerk erlernen dürfen und gebe es jetzt sehr, sehr gerne in Kursen weiter. Die Teilnahme an einem Puppenkurs ist kein kleines Geschenk, aber es ist etwas ganz, ganz Besonderes. Der nächste Puppenkurs ist im März, wir haben aber auch Anleitungen und Materialpakete vorrätig, damit Du eine so zauberhafte Puppe nähen kannst.
Im Ladeli ist ein Wichtelpärchen unter der Treppe eingezogen, die beiden helfen mir bei allen Weihnachtsvorbereitungen. Darüber bin ichhehr froh, denn es gibt viel zu tun.

Darüber, daß ihr unsere Stoffe und Ideen auch so mögt, freuen wir uns sehr. Und ich möchte von ganzem Herzen Danke sagen, daß für Euch Einkaufen in kleinen Läden kein leeres Wort ist. Wir haben die besten KundInnen, die wir uns wünschen können und Ihr seid ein Teil dieses großen Ganzen. Danke, Danke, Danke.
In diesem Beitrag habe ich nicht alles vorstellen könne, was wir vorrätig haben… mir würde immer och irgendetwas einfallen. Wir haben kuschelweiche, fertig genähte Cord-Kissen, Plüsch für Kuschelkissen-zum-Selbernähen, die tollen Etiketten von @mehretikette, Kosmetiktaschen aus unseren genialen, dänischen Wachstüchern, Nähpakete zu den Kosmetiktaschen, Nähbücher, Stoffpakete, Bücher um Puppenkleidung zu nähen, gestickte, hübsche Einzelstücke, Kissen mit einer Stickerei der Koordinaten von Nieder-Olm und Mainz, die zauberhaften Wichtel von Maileg und kleine Geschenkanhänger …
Ja, und wer noch eine Nähmaschine oder Overlock auf der Wunschliste hat, da wäre mein Tipp, bei Grit Hoff in Wiesbaden vorbeizuschauen... sagt einen lieben Gruß von mir!!
Schaut einfach gerne bei uns im Ladeli vorbei… dann helfen wir, etwas Hübsches für Dich und Deine Lieben auszusuchen… damit die kleine Prise Magie an Weihnachten in unseren mit Liebe gemachten Dingen auch für alle zu spüren ist.
Für diese tolle Mini-Projekttasche Paulinchen benötigt man:
- 5 mal kleine Quadrate 16 auf 16 cm Aussenstoff und Innenstoff
- 5 mal Vlies S 320 15 auf 15 cm
- 4 mal für Taschenschlaufen 13 auf 6 cm
- 1 Etikett
- Kordel ca. 1 m
Das Materialset findet Ihr auch HIER! in unserem Onlineshop.
Gut wäre eine Sicherheitsnadel.
Schritt 1, das Vlies aufbügeln
Dann das Etikett aufnähen.
Aussentaschenteile rar aneinanderlegen und aneinandernähen. Bitte erst nach 0,5 cm starten und 0,5 cm vor Ende der Naht stoppen. So alle 4 Teile annähen, daß ein Kreuz entsteht mit dem Boden in der Mitte. Wenn Ihr einen Motivstoff habt, bitte die Richtung beachten…
Jetzt bearbeiten wir die Tunnelstreifen, das geht ähnlich wie bei unserem Turnbeutel. Du säumst die kurzen Kanten, indem Du sie zweimal umschlägst, links auf links, jeweils um ca. 0,5 cm.
Kappkantig diese kleinen Säume nähen… wenn Deine Nähmaschine den Stoff einzieht, starte einfach in der Mitte der Naht und drehe dann um.
Die Tunnel links auf links über die lange Seite falten und die Mitte bspw. mit einem Trickmarker festlegen. Dann die Mitte des Außenstoffes markieren und beide Markierungen übereinander legen.
An der oberen Kante klappkantig festnähen
Die Innentasche wird genäht wie die Außentasche, nur lasse ich in einer Bodennaht eine Wendeöffnung von ungefähr einer handbreit.
Danach nähen wir jeweils die Seiten nebeneinander zusammen, bei der Innen- und Außentasche
Dann drehen wir das Aussenkörbchen auf links und das Innenkörbchen auf rechts… stecken beide ineinander und nähen oben die Kante zusammen…
Dann die Tasche wenden, die Ecken gut ausformen und die Wendeöffnung schließen.
Die Kordel einfädeln und am Ende verknoten. Fertig ist die Mini-Projekttasche.







































































