Der Start unseres Quiltjahres mit dem Titel Homemaking und Wanderlust war derartig fulminant, daß ich noch einmal von ganzem Herzen Danke!!!! sage!
Ich sehe schon, Euch hat das Interesse auch gepackt und ich kann es so gut verstehen.
Ich habe eine Kundin, die wohl abends auf der Couch unter Anderem auch meine Stories gerne hört. Ihr Mann sitzt dann daneben und hört mit einem Ohr zu und hat natürlich auch mit bekommen, daß bei seiner Liebsten das Quilten ein Thema geworden ist. Immer, wenn ich etwas über Quilts oder die passenden Stoffe erzähle, muß wohl so viel Begeisterung hörbar sein, daß er aufmerkt und sagt: „ jetzt spricht Dunja über Quilts.“
Das hat mich sehr berührt, denn wenn ich diese Begeisterung hör- und erlebbar machen kann, dann weiß ich, ich bin auf dem richtigen Weg. Danke, Danke, Danke liebe Christina, daß Du mir diese Geschichte geschenkt hast. Und grüß` Deinen Mann lieb.
Also tue ich das ganz einfach… Let`s talk Quilts, Ladies and Gentlemen.
Als ich das erste Mal precuts entdeckt habe, war ich sofort hin und weg.. ich habe mich in diese Stoffschätze stehenden Fußes heiß verliebt.
Kurz gesagt, sind precuts vorgeschnittene Stoffstücke, die ein Maß haben, daß Du es gut in Deinen textilen Arbeiten verwenden kannst. Und es gibt viele Anleitungen, die schon speziell für diese vorgefertigten Stoffteile gedacht sind. So gibt es Quilt-Anleitungen, die bspw. Jelly-Roll-friendly oder Fat-Quarter-friendly auf dem Cover ausgewiesen haben.
Das Gute an diesen Stücken ist, daß man sie oft als Ergänzung zu bereits vorhandenen Stoffen in ein Projekt einbauen kann. Wenn man mit sehr vielen Stoffstücken arbeitet, bspw. aus dem eigenen Bestand und einem hinzugekauften Fat Quarter- bundle, dann wird es eben oft interessanter, bunter lebendiger. Im Englischen gibt es den Begriff „scrappy“, was bedeutet, daß man viele, viele kleine Stücke verwendet. Dann kann man ja auch seiner Kreativität freien Lauf lassen und kombinieren, was die Stoffkörbe hergeben. Dann wird es individuell und ganz persönlich.
In den USA ist Quilten ein großer Markt…. Das führt dazu, daß sich Hersteller etwas einfallen lassen, um ihre Stoffserien zu zeigen und sie möchten es den Quilterinnen natürlich auch angenehmer machen.
Also gibt es vorgeschnittene Stoffstücke in unterschiedlichen Größen und Mengen… das kennen wir so in Deutschland gar nicht, deshalb mag ich Euch gerne etwas davon zeigen.
Da wir uns im angloamerikanischen Raum nicht im metrischen System bewegen, sind die Stoffballen 42“, das heißt 42 Inch breit. Bei uns sind das ja bei der Baumwollwebware meistens 140 oder 150 cm, die Stoffballen der klassischen Quiltststoffe sind 1,10 breit . Wenn man davon 1 Yard abschneidet, sind das 91 cm umgerechnet.
Wenn man also von einem klassischen Quiltstoffballen mit 1,10 m Breite ein Yard abschneidet, also 91 cm in der Länge, und sich dann vorstellt, dieses Stoffstück zu vierteln, hat man aus einem Yard 4 Stoffstücke in der Größe 45 auf 55 cm, das ist dann ein „dickes Viertel“, ein sogenanntes Fat Quarter.
Quiltshops führen oft ganze Kisten und Schubladen oder Schaukästen, gefüllt mit einer unglaublichen Auswahl an diesen Fat Quartern. In Deutschland kennt man das so nicht, und ich werde oft von KundInnen, die das nicht kennen gefragt, ob das Reste sind. Nein, das ist sorgfältig zugeschnitten und fein gefaltet… damit unser KundInnen die größtmögliche Auswahl haben. Und das Geniale ist, oft braucht man bei einem Patchworkprojekt ja wirklich viele Farben, damit das Ganze einen bunten Look bekommt… Zum Beispiel das geniale Einhorn, das Steffi genäht hat… sie mußte nicht von jedem Stoffballen zentimeterweise kaufen, sondern konnte sich bei den Fat- Quartern etwas Feines zusammenstellen.
Viele Hersteller bieten sogenannte Fat-Quarter-Bundles an… da sind mehrere Stoffe einer Serie, wunderbar aufeinander abgestimmt, in ein Paket gepackt, sorgfältig ausgewählt.
In den USA bspw. bringen die großen Hersteller jährlich Dutzende, wenn nicht Hunderte von Serien auf den Markt, die (fast) alle aus 42 Designs bestehen. Daraus werden dann diese Bundle gemacht, so daß die einzelnen Stoffstücke immer aus einem Guß sind. Wenn diese Serie dann verkauft ist, ist sie nicht mehr nachbestellbar. Weg ist weg. Ganz selten wird eine klassische Serie neu aufgelegt, grundsätzlich heißt es aber, wenn Dir eine Serie gut gefällt, solltest Du nicht zu lange warten.
Über die Zeit kann man sich so einen fein sortierten Fundus aufbauen. Und so, wie in einem Museum die Kuratoren entscheiden, welche Stücke gezeigt, eingelagert oder weiterverkauft werden, so kannst Du auch Deine Sammlung kuratieren.
Dann kannst Du bei jedem neuen Projekt durch Deine Schätze gehen und entscheiden, welcher Stoff in welchem neuen Stück verarbeitet wird. Und wenn dann neue Ideen bspw. auf Instagram, Pinterest usw. aufploppen, kannst Du sofort in Deine Sammlung tauchen, Deine Farben und Designs zusammenstellen und evtl. mit einigen neuen Stücken ergänzen.
Die verschiedenen Precuts haben lustige Namen und sind von unterschiedlichen Herstellern auch oft ähnlich, aber nicht immer identisch aufgebaut.
Grundsätzlich ist ein Fart-Quarter ein Stück von 45 auf 55 cm, siehe oben. Bundles gibt es mit unterschiedlichen Mengen davon.
Ein Charm Pack ist ein Packerl mit 42 Quadraten in der Größe von 5“, in cm übersetzt in cm sind das dann 12,5 cm ungefähr. Diese Charm Packs beinhalten also grundsätzlich alle Designs und Farben einer Serie und sind perfekt für Taschen und mit Ergänzungen aus Deiner Sammlung kannst Du daraus feine Quilts und Baby-Quilts nähen.
Eine Jelly-Roll heißt auf deutsch eigentlich Biskuitrolle. Und wenn man diese Rolls von der Seite betrachtet, dann weiß man auch, warum sie so heißen, es schaut wirklich aus wie eine Biskuitrolle. Auf diesen Rollen sind üblicherweise 42 Stoffstreifen in der Breite von 2,5“ und in der Länge von einer ganzen Stoffballenbreite, das sind 1,10 m. Bei 2,5“ Stoffbreite hat eine Jelly-Roll 6,25 cm breite Streifen. Auf Pinterest, Youtube bspw. findest Du jede Menge Inspirationen, was sich mit einer Jelly Roll so anstellen läßt… aus den Streifen lassen sich die tollsten Projekte machen und wenn bereits alles vorgeschnitten ist, kann man wirklich zügig vorankommen. Ein besonderes Schmankerl ist das Jelly-Roll-Race der Missouri Star Quilt Company auf Youtube.
Dann gibt es noch die Layer Cakes… diese haben auch 42 quadratische Stücke in der Größe von 10“, das sind dann umgerechnet 25 cm….
Nicht zu vergessen die Candies, das ist dann ein Packerl mit 42 Stoffstücken, die 2,5“ im Quadrat haben. Daraus lasen sich schöne Oberflächen mit wirklich sehr niedlichen kleinen Stücken machen… perfekt für Täschchen, Tischläufer usw.
Die Precuts sind in sich schon so wunderbare kleine Kunstwerke… ich habe eine Jelly-Roll von Tilda seit Jahren im Regal stehen, weil ich mich einfach nicht entschließen kann, diese Schönheit anzuschneiden. Ich schaue sie immer wieder an, halte sie in den Händen und erfreue mich daran. Und irgendwann kommt der Tag, an dem mir einfällt was daraus wird. Ich bin selbst sehr gespannt.
Was ist das mit dieser inch-Umrechnerei? Wozu brauche ich das überhaupt? Wie mache ich das und muß ich wirklich jede einzelne Angabe umrechnen?
Zuallererst einmal ist das Wichtigste, daß in Anleitungen zum Patchwork und Quilten beim Zuschnitt IMMER der Wert angegeben ist, der zugeschnitten werden muß… Du addierst keine Nahtzugabe dazu!
Patchworkmuster sind geometrische Spielereien… und so sehr ich das in der Schule gehaßt habe, so sehr fasziniert es mich heute, mit den Stoffen, den Formen und den Zahlen zu spielen… verrückt, wie sich das manchmal ändert.
Wenn Du eine Nähanleitung in Deutschland liest, hast Du oft eine Angabe für einen Zuschnitt ohne Nahtzugabe, Du gibst die NZ selbst dazu. Bei einer Tasche bspw. ist es auch wurscht, ob Du mit einer NZ von 0,6 oder 0,8 nähst… Du nähst ja alles mit einer Maschine, und ob die Tasche am Ende 0,2 cm breiter ist, macht ja nichts aus. Bei Nähprojekten mit Jersey macht der kleine Unterschied von bspw. 0,2 cm auch nichts aus, das Material dehnt sich ja. Bei uns in Deutschland ist grundsätzlich die Nahtzugabe nicht exakt festgelegt.. ich selbst habe mehrere Nähmaschinen, eine Pfaff, eine Brother, eine Bernina… und irgendwo bei 0,6-0,8 cm bewegt sich die Nahtzugabe, wenn ich einfach ganz klassisch füßchenbreit nähe.
Bei einem Quiltprojekt ist es allerdings so, daß wir uns auf eine Nahtzugabe einigen müssen. Weil sonst die ganze Rechnerei nicht mehr funktioniert. Bei kleinteiligen Mustern führt eine Abweichung von 0,2 cm pro Naht schnell zu wirklich riesigen Abweichungen, weil sich das Motiv ja ganz oft wiederholt…
In den USA, Großbritannien und vielen anderen Teilen dieser Welt wird das metrische System, das wir benutzen, nicht verwendet. Dort gibt es Meilen statt Kilometer, Yards statt Metern und die Einteilung der Inches. Ein Inch entspricht 2,54 cm. Die Inches werden auch nicht in Zehnerschritte eingeteilt, wie bei uns der Zentimeter in Millimeter… sondern es gibt halbe, viertel und achtel Inch.
Klingt kompliziert? Ist es wirklich nicht. Denn wir rechnen das nicht um, das wäre sinnlos. Wie willst Du denn auch bspw. ein Stück Stoff, das bspw. 2,5 Inch breit sein soll zuschneiden? Du wirst kein Lineal finden, das ein metrisches System benutzt und Dir dabei hilft, das Stück 6,35 cm breit zuzuschneiden.
Wir rechnen einfach gar nicht, das ist der Weg. Wir benutzen ein Inch-Lineal, ganz einfach. Da sind nämlich die 2,5 Inch markiert und die komplette Rechnerei entfällt. Man könnte sich vorstellen, ein Zentimeter-Lineal zu haben mit größeren Kästchen.
Wenn Du an Deiner Nähmaschine die Nahtzugabe von einem Viertel-Inch suchst, dann sind das 0,635 cm…
Am Besten nähst Du mit Deiner Nähmaschine auf einem Stück Papier füßchenbreit. Dann mißt Du, wie breit die Nahtzugabe bei Deiner Nähmaschine ist… vielleicht sind es bereits exakt die 0,6 cm? Oder Du siehst, es sind 0,8, dann weißt Du, Du mußt 0,2 mm weiter linkst starten. Mit einem Blatt Papier und einem Inch-Lineal probierst Du so lange, bis Du den Punkt gefunden hast, an dem Deine Nahtzugabe ein Viertel Inch beträgt. Manchmal kann da auch die Stichplatte helfen, oft ist da das Viertel-Inch markiert.


Du nähst also mit Deiner normalen Nahtzugabe auf einem Stück Papier und mißt das mit einem Inch-Lineal nach. Wenn Du auf Deiner Nähmaschine die Viertel-Inch-Nahtzugabe gefunden hast, machen wir ein Probstück um das zu überprüfen und zu üben. Hier, in meinem Bild mit dem Lineal, müsste ich eine etwas schmalere Nahtzugabe suchen, denn die eigentliche Naht ist ein Stück entfernt von der Viertel-Inch-Markierung des Lineals.
Wir benötigen 4 Steifen Baumwollstoff, die 2,5 Inch breit und ca. 12 Inch lang sind. Das können zwei mal zwei Streifen oder vier verschieden farbige Streifen sein, ich habe hier mit zwei Farben gearbeitet.

Diese Streifen nähst Du an den langen Seiten mit der Nahtzugabe von 1/4 Inch rechts auf rechts zusammen. Du musst nicht verriegeln am Anfang und am Ende der Naht. Da wir später diese Nähte verletzen, d.h. zerschneiden müssen, nähen wir mit einer sehr kleinen Stichlänge von 2,0. Gewöhn` Dir gerne an, erst einmal zwei Streifen rar zusammen zu nähen und dann alle 4. Wenn wir später mit größeren Stücken arbeiten, ist es gut, wenn wir uns die Struktur, erst mit kleinen Stücken zu beginnen, bereits angewöhnt haben.
Dein fertig genähtes Stück sieht jetzt so aus:

Das ganze Werkstück müßte jetzt in der Höhe 8,5 Inch haben, dann stimmt Deine Nahtzugabe. Warum? Wir haben viermal 2,5 Inch aneinandergenäht, das macht 10 Inch.
Wir haben drei Nähte, bei denen auf jeder Seite des Stoffes 1/4 Inch durch die Nahtzugabe abgezogen wurde. Sechs Viertel sind gekürzt 3 halbe, das macht in Dezimalzahlen 1,5 . 10 minus 1,5 sind 8,5.
Das Gute ist - Du mußt das gar nicht rechnen, das macht die/der Ersteller-/in der Anleitung für Dich. Ich wollte nur, daß Du es verstehst und anwenden kannst.
Also, Dein Werkstück ist jetzt 8,5 Inch hoch und 12 Inch lang. Auf der Rückseite des Stoffes bügelst Du die Nahtzugabe auseinander.

Du begradigst den Anfang Deines Werkstückes, damit Du eine Orientierung hast und schneidest jetzt vier mal ein 2,5 Inch breites Stück ab:

Diese Stücke werden dann wieder versetzt rar aneinander genäht:

So entsteht das Muster aus vielen kleinen Quadraten, die wir NICHT einzeln aneinander nähen. Bei unserem Übungsstück bleibt ein kleiner Rest, ich wollte, daß Du eine Reserve hast.
Wenn Du die einzelnen Stücke aneinander nähst, achtest Du darauf, daß die Nahtzugaben gut aufeinander treffen. Stoff ist kein Stahl, das habe ich von @strickwerke gelernt. Du kannst die Nahtzugaben fein aufeinander abstimmen, indem Du ein bißchen hier und da zupfst. Ich stimme die Nahtzugaben aufeinander ab und stecke dann eine Stecknadel NEBEN die Naht, um diese zerschnittene, offene Naht nicht weiter zu strapazieren.

Fertig genäht sieht der Block dann so aus....

Aus diesen hübschen Schachbrettmotiven kannst Du Tischläufer, Kissen, Taschen machen, was auch immer Du magst! Es sind tolle Übungsstücke um zu sehen, ob Du mit Deiner Viertel-Inch-Nahtzugabe richtig liegst und Du kannst üben, daß die Nahtzugaben schön aufeinandertreffen... viel Erfolg!!!
Ein frohes neues Jahr möchte ich noch einmal wünschen... ich in schon sehr gespannt auf unseren Quilt-Along.... Das Wort bedeutet, daß wir alle gemeinsam in einem abgesteckten Zeitrahmen einen Quilt zusammen nähen werden. Das wird hier auf dem Blog begleitet, im Newsletter und auf Instagram. Der Dreh- und Angelpunkt wird der Blog sein, Du musst Dich nirgends anmelden, ich freue mich aber, wenn Du uns beim Newsletter oder auf Instagram begleitest.
Der Zeitplan für den Quilt-Along ist natürlich nur ein Vorschlag... Du erhältst beim Kauf unseres Materialpakets eine komplette Anleitung dazu und kannst selbst entscheiden, in welchem Tempo Du arbeiten möchtest. Es wird Live-Abende auf Instagram geben um Fragen zu beantworten und um gemeinsam zu nähen. Wir alle haben ganz unterschiedliche Lebenssituationen und Zeitfenster... Du machst es so, wie es für Dich asst. Manchmal kann so ein Termin aber auch einfach ein kleiner Stups sein, um sich an ein Projekt dranzusetzen. Also, alles kann, nichts muß.
Im Online-Shop haben wir eine Kategorie "Rund ums Quilten" eingerichtet.... hier klicken. Da werden ab morgen Abend, 3. Januar 2023, ca. 20.00 Uhr, Materialpakete und Anleitung verfügbar sein. Ab 18.30 Uhr kannst Du gerne auf Instagram Live dabei sein, Fragen stellen und ein bißchen über die Geschichte und Besonderheiten des Quiltens erfahren.
Hier kommt der Zeitplan... und ich freu`mich riesig auf Dich!!!
Für diese tolle Mini-Projekttasche Paulinchen benötigt man:
- 5 mal kleine Quadrate 16 auf 16 cm Aussenstoff und Innenstoff
- 5 mal Vlies S 320 15 auf 15 cm
- 4 mal für Taschenschlaufen 13 auf 6 cm
- 1 Etikett
- Kordel ca. 1 m
Das Materialset findet Ihr auch HIER! in unserem Onlineshop.
Gut wäre eine Sicherheitsnadel.
Schritt 1, das Vlies aufbügeln
Dann das Etikett aufnähen.
Aussentaschenteile rar aneinanderlegen und aneinandernähen. Bitte erst nach 0,5 cm starten und 0,5 cm vor Ende der Naht stoppen. So alle 4 Teile annähen, daß ein Kreuz entsteht mit dem Boden in der Mitte. Wenn Ihr einen Motivstoff habt, bitte die Richtung beachten…
Jetzt bearbeiten wir die Tunnelstreifen, das geht ähnlich wie bei unserem Turnbeutel. Du säumst die kurzen Kanten, indem Du sie zweimal umschlägst, links auf links, jeweils um ca. 0,5 cm.
Kappkantig diese kleinen Säume nähen… wenn Deine Nähmaschine den Stoff einzieht, starte einfach in der Mitte der Naht und drehe dann um.
Die Tunnel links auf links über die lange Seite falten und die Mitte bspw. mit einem Trickmarker festlegen. Dann die Mitte des Außenstoffes markieren und beide Markierungen übereinander legen.
An der oberen Kante klappkantig festnähen
Die Innentasche wird genäht wie die Außentasche, nur lasse ich in einer Bodennaht eine Wendeöffnung von ungefähr einer handbreit.
Danach nähen wir jeweils die Seiten nebeneinander zusammen, bei der Innen- und Außentasche
Dann drehen wir das Aussenkörbchen auf links und das Innenkörbchen auf rechts… stecken beide ineinander und nähen oben die Kante zusammen…
Dann die Tasche wenden, die Ecken gut ausformen und die Wendeöffnung schließen.
Die Kordel einfädeln und am Ende verknoten. Fertig ist die Mini-Projekttasche.
Na, das war schon ein bißchen sportlich… und sicher hast Du das Projekt Quilten mit einem kleinen „Uff“ abgeschlossen. Aber ich finde, das Gefühl, wenn man das fast fertige Stück dann in der Hand hält, das entlohnt schon für den leicht steifen Nacken..
Aber: Du hast es geschafft! Der Quilt ist gequiltet und wenn Du die Seitenkanten noch nicht begradigt hast, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.
Grundsätzlich ist der Vorgang des Quiltens eine eigene Kunstform. Es gibt Quilts, die nur aus einem Stück Stoff als Vorderseite bestehen, sogenannte Wholecloth-Quilts. Da werden die Quiltlinien dann zum Muster.
Wenn Dir das einfache Quilten im Nahtschatten nicht genug ist, kannst Du natürlich auch mit einem Trickmarker senkrechte Linien, oder eine Art Rautenmuster in Deinen Quilt nähen. Oder Du benutzt einen Stick-und Stopffuß und quiltest freihand… Du kannst Muster vorzeichnen und nacharbeiten, Motive auf Deinen Stoffen nachfahren, Kreise,Blümchen, Herzchen… dazu gibt es ungefähr drölfzig Millionen Videos auf YouTube, die teilweise wirklich atemberaubend sind.
Beim nächsten Schritt, dem Binding, ist es gut, wenn Du Dir die Anleitung einmal komplett durchliest und anschaust, bevor Du startest. Die Idee mit dem Musterstück ist wirklich gut, ich habe das weiter unten im Text erwähnt. Denk` einfach einen Moment drüber nach.… ich kenne es nur zu gut, daß man fertig werden möchte, ungeduldig wird und direkt loslegen möchte.
Aber das hier ist ein kleiner Marathon und kein Sprint. Und es ist vielleicht ein besseres Gefühl, wenn Du das noch nie gemacht hast, es erst einmal ein bißchen zu üben
Also, mein Tipp: Mit den Vlies- und Stoffresten kannst DU Dir kleine Quadrate oder Rechtecke ausschneiden und diese Dinge einfach auf diesen Übungsstücken üben. Ich würde Dir auch empfehlen, zuerst das Binding an einem dieser kleinen Übungsstücke einmal auszuprobieren… Du quiltest das Übungsstück und startest dann daran mit dem Binding.
Es ist so… eigentlich ist das mit dem Binding ganz einfach. Der wirklich etwas verwurstelte Moment kommt ganz am Schluß. Wir werden die einzelnen Streifen des Bindings schräg aneinander nähen, nicht gerade. Wenn man die einzelnen Streifen gerade aneinandernäht, ist das zwar viel einfacher, ist aber einfach nicht so elegant wie die schräge Lösung.
Der Knackpunkt kommt am Schluß: Denn, wenn wir diese schräge Variante nähen, ist der Schluß des Bindings ein bißchen tricky. Ich habe mir vor Jahren auch ein kleines Probestück gemacht, das ich immer zu Rate ziehe, wenn es an den Schluß eines Bindings kommt. Und am besten machst Du Dir eben auch so ein Probestück, es müßte ja noch ein bisserl Vlies und Stoff übrig sein.
Man beendet nicht pro Woche 3 Quilts, im Normalfall, deshalb ist das einfach kein Schritt, in dem man schnell Routine sammelt. Wir starten einfach und machen es Schritt für Schritt. Wenn der Schluß nicht gleich klappt, hilft wie immer die Methode, erst einmal mit einer sehr langen Stichlänge zu nähen und es eben vielleicht noch einmal anders zu probieren. Es wird werden, auch wenn Du vielleicht ein- oder zweimal auftrennen mußt.
Wir starten, in dem wir das Binding vorbereiten. Für unseren Quilt brauchen wir den Umfang, in meinem Fall sind das 1,90 m +1,40 m + 1,90 m +1,40 m, das macht 6,6 m. Wenn Du jetzt ein Probestück hast, berechnet sich der Umfang aus der Addition aller 4 Seitenlängen.
Zu dem Umfang addieren wir ca. 30 - 40 cm, damit wir am Ende ein bißchen Spielmöglichkeit haben. Ich brauche also für den großen Quilt knapp 7 m Binding.
Das schneide ich so zu, indem ich 5 Streifen á 7 cm über die komplette Stoffbreite von 1,5 m in unserem Fall zuschneide.
Diese müssen aneinander genäht werden… es macht Sinn, jetzt das Bügeleisen vorzuheizen.
Du schneidest zuerst alle Webkanten ab, dann legst Du die Streifenenenden rechtwinklig aneinander und nähst quer über die Diagonale des entstehenden Quadrats, in dem sich die Streifen überlappen. Stichlänge 2,5, zu Beginn und Ende der Naht verriegeln.
Das überstehende Dreieck wird abgeschnitten..
Danach bügelst Du die Nahtzugaben auseinander…
Auf diese Art und Weise nähst Du als Streifen aneinander. Jetzt hast Du eine sehr lange Schlange, die Du einmal der Länge nach links auf links faltest und nach und nach bügelst. Diesen langen Streifen kannst Du dann auf ein Pappstück wickeln, damit sich nichts verwurstelt und die Bügelfalte schön bleibt. Ich habe mal auf einem Flohmarkt eine leere Holzspule gekauft, die benutze ich gerne dafür.
Jetzt starten wir an unserem Quilt. Ich starte immer an der kurzen Seite unten, ungefähr in der Mitte. Wir bringen das Binding auf der Vorderseite des Quilts mit der Maschine an, auf der Rückseite nähe ich das Binding dann von Hand fest. Es gibt auch hier tausendundeine Methode, ich zeige einfach meine. Auch hier kannst Du jede Menge Blogbeiträge finden und auch Methoden, das Binding ganz mit der Maschine anzunähen. Schau` Dich ruhig um und finde Deinen Weg. Ich zeige einfach nur meinen, da gibt es kein richtig oder falsch.
Wir legen das Binding mit der offenen Seite an der Außenkante des Quilts an. Wir nähen das Binding füßchenbreit an und lassen aber ein ca. 15-20 cm langes Stück noch angenäht, starten also erst 15-20 cm nach Beginn des Bindings. Den Beginn der Naht verriegeln wir. Auf dem Foto habe ich mit einer Stecknadel markiert, an welcher Stelle wir mit dem Nähen starten.
So nähen wir an der Außenseite entlang bis wir an eine Ecke kommen. Ungefähr einen Zentimeter vor der Ecke beginnen wir, einen kleinen Bogen Richtung Außenkante zu nähen, so daß wir ca. 3-5 mm vor der Ecke die Naht beenden:
Jetzt legen wir das Binding parallel zur nächsten Außenkante nach rechts weg:
Und schlagen es danach wieder zurück:
Wir starten dann hier wieder mit dem Nähen, wie wir gerade geendet haben; ca. 0,3 bis 0,5 mm vor Beginn der neuen Naht gleiten wir mit einem kleinen Bogen in die neue Seite, auch hier verriegeln wir:
So nähen wir alle vier Ecken.
Wenn wir in die Nähe der Mitte der unteren Außenkante kommen, an der wir gestartet sind, enden wir mit dem Festnähen des Bindings ca. 20-25 cm vor unserem Beginn, verriegeln.
Jetzt noch einmal tief durchatmen und wir machen den Schluß… bitte jetzt eine lange Stichlänge einstellen und gut hinschauen:
Wir nehmen ein Geo-Dreieck und einen Trickmarker. Dann legen wir die beiden Binding-Streifen übereinander, so:
Wir markieren 2 Linien mit einem Trickmarker im Abstand von 7 cm, so breit, wie wir das Binding geschnitten haben. Das machen wir ungefähr in der Mitte unserer freien Stelle:
Diese Linie ziehen wir über die ganzen Binding-Streifen
Jetzt legen wir den Streifen, der von links kommt mit der linken Seite auf den Quilt, und den Streifen der von rechts kommt, (hier habe ich den 7 cm-Streifen auch auf die Rückseite übertragen) rechts auf rechts im 90 Grad-Winkel aufeinander, so daß die beiden Streifen jeweils durch die Markierungen begrenzt werden.
Dann nähen wir mit großer Stichlänge zwischen den beiden Stecknadeln.
Wenn es dann nach dem Wenden in etwa so aussieht, hast Du gewonnen.
Wenn es noch Geknödel gibt, das nicht so aussieht, dann auf ein Neues. Du hättest immer die Möglichkeit, bevor Du in die Tischkante beißt, das Binding einfach gerade aneinander nähen am Schluß. Mir hilft dieser Gedanke, daß ich eine Wahl habe und mich nicht quälen muß.
Aaaaaaaaber, das Coole ist, wenn es klappt, dann sieht niemand mehr, wo Anfang und Ende Deines Bindings sind… das ist schon fancy.
Also auf, wenn es nicht geklappt hat, dann nochmal.
Und die Nahtzugaben ausbügeln.
Dann legst Du das Binding wieder an der Außenkante an und nähst über diese Schlußstelle. Wenn Du ein Probestück gemacht hast, würde ich nur die sehr weit überstehenden Enden abschneiden, so daß Du künftig immer Dein Probestück zur Hand nehmen kannst und sehen kannst, wie Du das Ende gemacht hast.
So. Jetzt zeige ich Dir noch, wie Du die Ecken auf die Rückseite schön legst.
Und wir können mit dem Handnähen starten. Eine normale Nadel einfädeln, das Fadenende mit sich selbst verknoten und dann starte ich von der Innenseite des Bindings, so, daß ich Fadenende und Knoten unter dem Binding verstecken kann.
Dann nähen wir mit kleinen Stichen die Rückseite einmal rundherum an… ich steche dazu immer in der Kante unten ein.
So, Ihr Herzchen, wir haben es geschafft!!
Wenn der Schluß hier vielleicht so gar nicht klappt, kannst Du noch einmal in einem etwas älteren Blogbeitrag der Westfalenstoffe AG schauen, da habe ich es schon einmal erklärt… der Schluß ist wirklich ein bißchen tricky, aber, wenn man das geschafft hat, ist es toll.
https://blog.westfalenstoffe.de/weihnachts-quilt-aktion-2018-teil-5-binding-gastbeitrag/
Sodalalalali!!
Heute kommen wir zu dem Teil, der praktisch das Fitnessstudio ersetzt. Quilten ist wirklich ein Rundum-Sorglos-Paket! Wir haben die Stoffe nicht vorgewaschen, so lassen sie sich besser verarbeiten. Damit wir einen ähnlichen Effekt, was das Eingehen angeht, erzielen, bügeln wir die Stoffe ordentlich heiß vor, das verträgt die Baumwolle. Für diesen Schritt nehmt Euch bitte Zeit, macht dem Stoff ordentlich Dampf und Hitze! Also, erst einmal die Vorder- und die Rückseite Eures Quilts bügeln. Bei den Nähten der Vorderseite bügeln wir die Nahtzugaben auseinander.
Die Herausforderung ist, daß wir drei sehr große Teile haben, die Vorderseite, die Rückseite und das Vlies. Wir möchten, dass das Ganze am Ende schön faltenfrei aufeinander liegt, das ist der Plan. Wie man das hinbekommt, dazu gibt es mehrere Wege, und natürlich kann man das machen, wie man mag. Ich zeige Euch einfach meine Methode, die für mich funktioniert.
Ich lege die Rückseite meines Quilts auf dem Fußboden aus, mit der schönen/rechten Seite nach unten, die schöne Seite zeigt zum Fußboden. Die nicht-so-schöne-Seite schaut Dich an. Bei den durchgewebten Westfalenstoffen gibt es keine rechte und linke Seite, nicht wundern. Ich spanne das Backing/die Rückseite leicht, indem ich sie mit Packband/Tesa-Krepp an den Ecken festklebe. Dann legen wir das Vlies auf.
Wir streichen alles schön glatt. Es ist wichtig das von der Mitte aus in alle Richtungen auszustreichen. Und auch das Vlies klebe ich mit Tesa-Krepp fest.
Jetzt kommt das frisch-gebügelte Top, die Vorderseite auf das Vlies. Wir haben jetzt ein sogenanntes Quilt-Sandwich… unten die Rückseite, dann das Vlies, obendrauf das Vorderteil.
Auch das Vorderteil streichen wir gründlich von der Mitte nach außen aus, bis alle drei Lagen ganz glatt aufeinanderliegen.
Jetzt nehmen wir alle Sicherheits- und Stecknadeln, die wir haben und beginnen, in der Mitte sozusagen von meiner Nivea-Nadel-Dose aus, die drei Lagen miteinander zu verbinden. Dann arbeiten wir uns immer von der Mitte zu den Außenkanten vor, in alle Richtungen… aber immer von der Mitte nach außen. Das Vlies und die Rückseite sind größer als das Vorderteil. Man kann nie genau sagen, in wie weit sich das Quilttop beim Feststecken zieht, deshalb habe ich da Einiges an Puffer eingerechnet. Nichts ist ärgerlicher, als wenn am Ende ein paar Zentimeter fehlen.
Das Wichtigste an diesem Schritt ist, daß wirklich ca. alle 20 cm eine Nadel sitzt und daß Du VON INNEN NACH AUßEN, von der Mitte zu den Außenkanten, arbeitest… und immer, immer die Lagen glatt streichen.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Du kannst mit großen Stichen, von der Mitte aus, die Lagen zusammenheften. Wenn Du das alle 30 cm machst, sind Deine Lagen sehr sicher miteinander verbunden. Ich mache das nicht, ich benutze einfach sehr, sehr viele Sicherheitsnadeln.
Jetzt kommen wir zum eigentlichen Quilten…Wir nähen mit einer Stichlänge von 3-4 mm im Nahtschatten, das heißt, genau auf der Naht, mit der die einzelnen Streifen verbunden sind. Wir starten immer von derselben Seite, und wir starten in der Mitte des Quilts. Das ist sehr wichtig!!! Von hier aus nähen wir nach rechts und links in den Nahtschatten, aber immer von innen nach außen. Damit der ganze Quilt unter die Nähmaschine paßt, rollt man die Seiten ein. Erst einmal bis zur Mitte
Dann kommt der Quilt unter die Nähmaschine…
Wir Quilten im Nahtschatten, das bedeutet, wir nähen genau auf der Naht. Das machen wir wieder von innen nach außen, das heißt, wir beginnen bei einer Naht in der Mitte und arbeiten uns von da aus nach rechts und links zu en Außenseiten vor. Das geht ganz schön in die Schultern, wir hantieren hier ungefähr mit 3 Quadratmetern Stoff. Wenn Du Lust hast, kannst Du auch mit Zierstichen die Nähte Quilten.
Wenn Du magst, kannst Du alle möglichen Motive mit einem Stick- und Stopffuss in den Quilt nähen…. Es ist Deiner, Du entscheidest. Aber IMMER mußt Du von innen nach außen arbeiten, sonst hast Du in der Mitte Geknuddel. Zur sicheren Verwahrung der 3 Lagen, und damit sich das Ganze nicht verschiebt, genügt aber das Quilten in den Nahtschatten der Streifen.
Sodalalali… wenn Du möchtest, kannst Du jetzt noch die Seiten begradigen… Feeeertig!!!!
Als wir vor einigen Wochen zusammen das erste Mal das neue Buch von acufactum und die traumhaften neuen Stoffe angeschaut haben, da habe ich Euch meinen neuen Quilt gezeigt. Ein sehr schlichtes Näh-Projekt, keine hohe Schule, aber solides Handwerk. Es war einfach so, daß, ab dem ersten Moment, in dem ich dieses wunderbare Buch in der Hand gehalten habe, gedacht habe, daß ich mit dieser Stoffkollektion einen Quilt nähen möchte. Ich habe das sofort gewußt. Ich wußte nur nicht wann. Am Samstagmittag, einen Tag vor dem letzten Live, da habe ich mich spontan hingesetzt und einfach begonnen. Tatsächlich habe ich es an dem einen Abend hinbekommen, den Quilt zu nähen, nur das Binding (der Rahmen) war noch nicht fertig angenäht.
Aber ich konnte es am Sonntag zum Live-Verkauf zeigen und Ihr fandet ihn auch so schön.... Sofort kam die Idee auf, daß wir das als Projekt gemeinsam machen... und ich habe mich so darüber gefreut und gedacht, warum denn nicht? Also machen wir das jetzt. Es gibt also jetzt eine Mitnähaktion, auf englisch, unter uns Quilterinnen heißt das Sew-Along.
Wir haben ein Materialpaket im Shop dazu, das verlinke ich Dir HIER!.
Ich finde die Stoffe gerade dieser beiden Hersteller, acufactum und Westfalenstoffe, traumhaft schön, und aktuell haben wir sie in den verschiedensten Kombinationen da. Sie sind nicht nur wunderbar für den Quilt, sondern auch als frühlingshafte Tischdecken, Servietten, Kissen, Gartenkissen, für Osterdekorationen und - Geschenke undundund.
Ich nähe seit ich denken kann, habe aber im Laufe meines Lebens immer mal davon geträumt, einen Quilt zu nähen. In den 90ern war ich mit Studium, Karriere und solchen Dingen beschäftigt... im Übrigen waren die 90er in Deutschland kein Ort, an dem Quilts allgegenwärtig waren. Bei uns hat das auch nicht so eine Tradition. 2003 wurde in einem Patchworkgeschäft in Kelkheim ein Kurs dazu angeboten. Meine Kinder waren noch sehr klein, eigentlich hatte ich, da wir gerade ein Haus gekauft hatten auch keinen Cent übrig und es gab tausend Gründe, es nicht zu tun, aber es gab einen ganz wichtigen Grund, mich dort anzumelden… es zog mich dahin. Ich kann es nicht beschreiben, aber ich wußte, ich MUß da hin.
"The first thing, we know about God, is, that he made Art. The first thing about people is, that we were made in the image of God."Emily P. Freeman:
Ich habe über dieses Zitat sehr lange nachgedacht, und möchte noch ergänzen, daß das Erste, was Gott schuf, ein Zuhause war. Er schuf einen Platz, an dem man leben kann. Der uns mit allem versorgt, was wir zum Leben brauchen, aber es sind auch einfach schöne Dinge auf der Welt. Er schuf ja einen Garten, und nicht irgendeinen, es war ein wunderschöner Garten. Ein Paradies. Und Jede-/r von uns hat das Recht, in einem warmen, gemütlichen Zuhause zu leben.
Wir alle brauchen ein Zuhause. Wie dringend, wird uns bei den aktuellen Bildern bewußt. Es ist eine furchtbare, traumatische Situation, kein Zuhause zu haben. In den letzten Tagen schaue ich unser kleines Haus mit ganz neuen Augen an.
In unserem Zuhause gehören warme, kuschelige Decken einfach dazu... nicht nur zum Schlafen. Mit unseren Quilts wird gelebt. Sie sind kleine Kunstobjekte und handwerkliche Schätze, aber Sie sind zum Leben da. Wenn ein Fleck drauf ist, landen sie in der Waschmaschine. Meine Kinder haben damit im Garten gepicknickt, Kuscheltiere und Puppen zugedeckt, die Katze und er Hund schlafen drauf und sie eignen sich hervorragend zum Höhlen bauen.
Wenn Du Deinen ersten Quilt starten möchtest, dann gibt es hier jetzt eine ganz simple Variante, eine wunderschöne Mitnähaktion. Du hast immer eine Woche Zeit, den nächsten Arbeitsschritt zu machen, diese Woche wird es zum Einstieg ganz easy. Du brauchst Grundkenntnisse an der Nähmaschine, das heißt, Du solltest eine halbwegs gerade Naht nähen können. Und wenn Du das kannst und Lust hast, hier dabeizusein, heiße ich Dich in der weltweiten Gemeinschaft der Quilter*innen sehr, sehr herzlich willkommen!
Für unseren Quilt benötigst Du unser Materialpaket, eine Bügelmöglichkeit, Schere, Stift, Garn, Steck- und/oder Sicherheitsnadeln und Handnähnadeln, und ein bißchen Tesa-Krepp oder Paketband. Das ist alles. Wollen wir starten?
Du hast bei unserem Materialpaket 2 verschiedene Stoffe, in meinem Fall Kräuterliebe und senffarben gestreift.
Es sind insgesamt 9 Streifen, wir beginnen und enden mit dem Streifenstoff. Jetzt könnte man meinen, man nimmt einfach immer abwechselnd einen der verschiedenen Streifen und näht 2 an 1, Streifen 3 dann an Streifen 1+2, dann den 4. Streifen daran usw. bis alle Streifen aneinander genäht sind. Nein, ganz so machen wir das nicht, auch wenn das nicht falsch wäre. Ach, im Übrigen… falsch ist hier das ganz falsche Wort. Ich zeige Dir meine Technik, die ich bei vielen Lehrerinnen rund um die Welt gelernt und zusammengetragen habe. Wenn Du es anders machen willst, ist das vollkommen in Ordnung.
Petra, meine Kollegin, macht auch bei diesem Projekt mit, und auch sie hatte heute morgen einen kleinen AHA-Moment, als ich Ihr meine Technik erklärt habe.
Das Grundprinzip ist, daß wir immer versuchen, daß uns Stoffstück so klein wie möglich ist. Das ist eine gute Herangehensweise, denn Du wirst merken, je größer Deine Stoffstücke sind, um so schwieriger wird das Handling.
Also starten wir, indem wir erst einmal alle Webkanten abschneiden. Dann nähen wir rechts auf rechts Streifen 1 (gestreift) an Streifen 2 (Kräuter). Wir nähen füßchenbreit, Geradstich 2,5-3 mm Länge und verriegeln am Anfang und am Ende die Naht.
Dann bügeln wir auf der Rückseite die Nahtzugaben auseinander. Wenn Du gewohnt bist, die Nahtzugaben zu einer Seite zu bügeln, kannst Du das gerne machen ich persönlich finde es nur zum Quilten später einfacher.
Wenn Du Streifen 1 und 2 verbunden hast, nähst Du jetzt hier nicht den nächsten Streifen Stoff 1 an… sondern Du machst wieder so ein Zweierpäckchen… bis Du insgesamt 3 solcher Zweierpäckchen und 1 Päckchen mit 3 Stoffen hast.
Dann verbindest du die beiden oberen Päckchen und die beiden unteren Päckchen…
Und dann verbindest Du diese beiden großen Päckchen…
Jetzt wäre der Moment, den Quilt und alle Nähte auszubügeln…
Ganz neben bei ist das Top, so nennt man die Vorderseite, jetzt fertig, und vielleicht hast Du beim Nähen der letzten Naht gespürt, daß es etwas schwieriger ist, 3 Quadratmeter Stoff zu handeln, als einen kleinen Streifen, deshalb mache ich das immer so.
Bin sehr gespannt auf Eure Bilder, gerne unter #naehzimmerquiltalong verlinken, dann freue ich mich! Oder Ihr schickt die Bilder einfach per Mail an d.supp@t-online.de .
Nächste Woche, Samstag den 19. März, geht es weiter… Da solltest Du alle verfügbaren Stecknadeln, ein bißchen Tesa-Krepp oder Paketband und jede Menge Steck- oder Sicherheitsnadeln bereithalten, was Deine Schatzkisten hergeben. Dazu brauchen wir Platz, damit wir den Quilt auf dem Fußboden ausbreiten können. Auch da werde ich wieder die Anleitung veröffentlichen und Du wirst eine Woche Zeit haben bis zum nächsten Schritt.
Viel Spaß und gutes Gelingen!
Spürst Du es auch? Draußen wird es langsam kalt und der Winter steht vor der Tür. Für mich ist das der Beginn einer wunderschönen Zeit. Ruhig ist es sicher nicht, wenn man eine große Familie und ein Ladengeschäft hat, aber manchmal gibt es stille Momente, die ich sehr genieße… und ich mag es, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich meinen Lieben an Weihnachten eine Freude machen kann. Im Laufe der Jahre, die ich diesen Blog schreibe und den Laden führe, habe ich bereits eine Menge Ideen gesammelt, was man denn an Weihnachten Hübsches verschenken könnte. Und, das finde ich genau so wichtig, es gibt viele Ideen, wie Du Dir selbst etwas Gutes tun kannst oder Dein Zuhause hübsch gestalten.. und das finde ich, ist etwas ganz Wichtiges, diese Balance… etwas Schönes für Dich, Deine Lieben und Dein Zuhause.. manchmal flitzen wir im Kreis und sind so damit beschäftigt, an alle Anderen zu denken, daß wir uns selbst ein bißchen vergessen. Ich erlebe gerade im neuen Ladeli, wie gut es tut, sich eine schöne Umgebung zu schaffen und mit qualitativ hochwertigem Werkzeug und Stoffen zu arbeiten…endlich, endlich habe ich meine gute Nähmaschine in den Laden geholt und mit einem Ordnungssystem vom Möbelschweden meine Dinge so organisiert, daß ich viel besser arbeiten kann. Es fühlt sich so gut an, alles auf Anhieb zu finden und ich freue mich sehr, daß ich da in mich und meinen Arbeitsplatz investiert habe, das war eine goldrichtige Entscheidung!
Mit Deiner Nähmaschine kannst Du wunderschöne Geschenke für Deine Lieben nähen… ich habe einmal einige Ideen zusammengestellt, damit Du Dir im Ladeli tolle Stoffe und Materialien aussuchen und direkt loslegen kannst mit Deiner kleinen Manufaktur zuhause! Wenn Du nicht selbst vorbeikommen kannst, weil Du zu weit weg wohnst, stellen wir Dir gerne Deine Materialien zusammen… Schreib uns eine Mail an d.supp@t-online.de oder ruf`während der Öffnungszeiten unter 06136 7668089 an, dann helfen wir gerne weiter.
Weihnachts-Näh-Ideen
- Die zauberhaften Lichtbeutelchen, die mit einem kleinen (Marmeladen-) Glas, einer kleinen LED-Lichterkette, ein paar Plätzchen oder Tannenzweigen en ein wunderbares Geschenk sind… Die Anleitung dazu findest Du hier auf dem Blog unter diesem Link:
- Meine Freundin Laura hat die Idee weiterentwickelt und Lichthäuschen gestaltet… dazu gibt es ein Materialset bei uns… und beim Materialset ist auch die kostenlose Anleitung verlinkt… das Materialset findest Du hier https://naehzimmermitherz.de/product/materialset-adventliche-lichtbeutel-weihnachtsdorf/
- Musselindecken sind ein Klassiker bei uns im Nähzimmer… sie sind nicht nur im Sommer die idealen Schlafdecken, sondern das ganze Jahr ein wunderbar kuscheliger Begleiter. Wenn der Kamin und/oder die Heizung an ist, braucht es ja auch nicht unbedingt die dicke Wolldecke drinnen… eine absolut anfängergeeignete Anleitung und Tipps zur Verarbeitung von Musselin findest Du auf dem Blog hier https://naehzimmermitherz.de/musselin-kuscheldecken-naehen-ganz-fix-und-absolut-anfaenger-geeignet-eine-naehanleitung-fuer-dich/
- Aus Musselin lassen sich noch ganz andere zauberhafte Dinge machen, wie Kissenbezüge und natürlich ganz schmeichelweiche Kuscheltücher für einen warmen Hals an diesen kalten Tagen.. eine Anleitung für kuschelige Halstücher findest Du hier https://naehzimmermitherz.de/musselin-ein-traumhaftes-material-tipps-zur-verarbeitung-und-ein-kostenloses-tutorial-fuer-ein-wunderschoenes-dreieckstuch/ eine große Auswahl an Musselinstoffen mit und ohne Motiv findest Du hier https://naehzimmermitherz.de/product-category/musselin/
- Aus unserem Baumwoll- oder Bambusplüsch lassen sich zauberhafte kleine Kuschelkissen machen, dazu haben wir eine kleine Anleitung geschrieben mit einem kostenlosen Sternchenkissen-Schnittmuster. https://naehzimmermitherz.de/kuschelkissen-ganz-viele-wunderschoen-und-das-perfekte-geschenk-fuer-dich-oder-fuer-andere/
- Unsere Cordtasche in groß und klein ist auch ein Mega-Weihnachtsgeschenk, das Schnittmuster findest Du hier https://naehzimmermitherz.de/naehanleitung-cord-tasche-anfaenger/ und hier https://naehzimmermitherz.de/die-little-hipster-cordtasche-ist-da-eine-kleinere-variante-der-laessigen-hipsterhopster-cordtasche/
- Für alle Selbermacher*innen sind unsere Projekttaschen eine geniale Geschenkidee… alle Projekte bleiben übersichtlich beisammen, stauben nicht ein und liegen nicht irgendwo herum. Die Projekttaschen sind auch für viele andere Dinge nutzbar…. Der Mann einer Mitarbeiterin gibt Karatekurse und benötigt dafür Einiges an Zubehör, das sich auch übersichtlich in den Fächer Taschen verstauen läßt… die Anleitung findest Du hier https://naehzimmermitherz.de/product/materialset-projekttasche-komfort/
- Wenn Du etwas Selbstgebackenes verschenken möchtest, sind unsere Leinenbeutel perfekt… es sind aber auch wunderschöne Geschenkverpackungen … das Materialset findest Du hier https://naehzimmermitherz.de/product/materialset-leinen-beutel-mit-aufbuegel-schriftzug/
- Geschirrtücher sind eine schöne Geschenkidee, vielleicht gemeinsam mit einem Geschenk aus Deiner Küche oder einem feinen Öl, Essig oder anderen Leckereien… die Anleitung ist hier https://naehzimmermitherz.de/geschirrhandtuecher-naehen-ein-projekt-fuer-anfaenger-mit-schritt-fuer-schritt-anleitung/
- 2018 habe ich für die Westfalenstoffe AG eine Anleitung für einen Weihnachtsquilt geschrieben, Du findest die komplette Anleitung hier… https://blog.westfalenstoffe.de/weihnachts-quilt-aktion-2018-seid-dabei-gastbeitrag/
- Im Laden haben wir wunderschönes Nähzubehör aus Dänemark, hast Du es schon gesehen?
- Unsere Stempel sind perfekt um Stoff zu bestempeln, hübsche Karten zu gestalten oder Geschenkanhänger…
- Ein Utensilo mit kleinen Handtüchern aus Waffelpiqué ist auch immer ein hübsches Geschenk, Pattydoo hat dazu hier eine Anleitung veröffentlicht…
- tolle Ideen für alle Arten von Kosmetiktäschchen findest Du immer bei Sotakhandmade auf YouTube oder Instagram
- Stirnbänder mit Knoten oder einem kleinen Dreh, sogenannte Twisted Headbands und Scrunchies aus verschiedenen dehnbaren Stoffen wie Sweat, elastischem Cord Jersey oder Strick sind auch eine tolle Geschenkidee
- Schlüsselanhänger sind wirklich flott gemacht und Jede/r kann sie gut gebrauchen. Mit unseren hübschen Webbändern und Filzstoffen sind die Schätzchen halt auch einfach genäht… Schlüsselband-Rohlinge haben wir da, in silber und kupfer…
Wenn man Handarbeiten liebt, hat man meistens viele Pläne... und manchmal kommt dann etwas dazwischen und dasProjekt muß ein bißchen warten. Wenn man dann wieder starten möchte, findet man die Einzelteile manchmal nicht mehr zusammen und bei mir kann ich sichergehen, daß in der Zwischenzeit die Katze mal das Ganze umsortiert hat. Eine Projekttasche ist einfach eine gute Idee, um die Einzelteile zusammenzuhalten und vor Schmutz zu schützen. Es ist halt schön, wenn man zu einem Nähtreffen fährt, und alles gut sortiert dabei hat. Und jetzt, wo Michi das Wollverliebt eröffnet, bieten sich Projekttaschen doch nun wirklich an!
Ich hatte einfach mal ein Modell genäht und auf Instagram wart Ihr völlig begeistert. Wie schön! Also schreibe ich jetzt eine Anleitung und wir werden Materialpakete packen.
Das ist unser Paula, die ist wirklich der Knaller. Anhand von dieser Projekttasche erkläre ich Dir gerne das Zuschneiden und Nähen...
Materialangabe: Du benötigst eine Nähmaschine, Garn, Schere, eine Sicherheitsnadel, einen Markierstift, ein Maßband und evtl. Rollschneider, Lineal und Schneidematte.
Das Materialpaket kannst Du komplett hier bestellen... wenn Du eine andere Farbkombination möchtest oder Fragen hast, kannst Du uns gerne unter der Mailadresse d.supp@t-online.de erreichen.
Der Zuschnitt: die Angaben hier sind inclusive der Nahtzugaben, du kannst genau so zuschneiden...
Außenstoff Baumwolle, hier der blaue Fuchs 2 Stücke in 36 cm hoch und 47 cm breit.
Der Innenstoff besteht aus 2 Stücken, die 47 cm breit und 50 cm hoch sind.
Der Tunnel besteht aus 2 Stoffstücken, die 10 cm hoch und 47 cm lang sind. In unserem Beispiel sind das die kleinen grauen Stoffstücke mit den Sternchen.
Für die Tasche, aus der Du nachher die Fächertasche innen machst, benötigst Du ein Stück vom Dry-Oilskin in 16 cm mal 47 cm und dasselbe noch einmal aus dem Fuchs-/Baumwollstoff, 16 cm hoch und 47 cm breit.
Für den Boden der Tasche außen benötigst Du zwei Stücke vom Dry- Oilskin in der Größe 16 mal 47 cm
Nähen:
Zuallererst nähst Du die beiden Teile zur Außentasche. Dazu nimmst Du jeweils ein Stück Dry-Oilskin und nähst es rechts auf rechts an das 36 x 47 cm große Teil unten an. Das machst Du mit beiden Außentaschenteilen.Danach streichst Du die Naht hinten nach links und rechts aus.

Danach schneidest Du links und rechts unten im Oilskin jeweils ein 8 cm großes Quadrat aus, das ergibt später die Tiefe in den Boden.

Bei den großen Teilen zur Innentasche machst Du dasselbe und schneidest auch links und rechts unten 8 cm große Quadrate aus.
Verarbeitungstipps zum Thema Oilskin: Dry Oilskin hat keine rechte und keine linke Seite.... es ist eine gewachste Baumwolle, aber keine Angst, unser Dry-Oilskin wird Deiner Nähmaschine nicht schaden. Es gibt von einigen Anbietern Materialien, die öliger sind, das haben Kundinnen hier berichtet, die bei anderen Anbietern etwas gekauft hatten... Dry Oilskin ist wirklich trocken. Er läßt sich mit der ganz normalen Haushaltsnähmaschine, mit der ganz normalen Universalnadel ganz wunderbar verarbeiten. Am Besten benutzt Du keine Stecknadeln, denn die Löcher bleiben nachher im Stoff zu sehen, benutze lieber Klammern. An einer Stelle bei diesem Nähprojekt geht das nicht, aber diese Löcher wirst Du nachher nicht sehen. Dry Oilskin bitte nicht bügeln, sondern mit dem Daumennagel, so als ob Du Papier scharf falzen wolltest, nachfahren.
Das Füll-Vlies schneidest Du jetzt 2 mal in der exakten Größe der Innentasche zu.
Für die Tasche mit den Innenfächern nimmst Du die beiden Teile in 16 x 47 cm vom Oilskin und von dem Baumwollstoff und legst es rechts auf rechts aneinander. Dann nähst Du an der oberen langen Kante mit einem Geradstich entlang.

Wenn Du damit fertig bist, klappst Du die beiden Stoffe links auf links aufeinander. Ich lasse oben eine kleine Minimini-Kante stehen, damit der Innenstoff noch a bisserl rausschaut und steppe das schön Ton in Ton ab.

Um die Fächertasche an der eigentlichen Innentasche zu befestigen, legst Du die Oilskin-Seite der Fächertasche rechts auf rechts auf die Innentasche. Und zwar so, daß die jetzt noch offene Kante der Fächertasche nach oben zur eigentlichen Taschen Oberkante zeigt. Du nähst an dieser offenen Kante eine gerade Linie, ungefähr 11 cm vom unteren Rand entfernt, also ca. 3 cm über den ausgeschnittenen Quadrätchen.


Jetzt klappst Du die Fächertasche an der genähten Kante nach oben und tatataaaaaaa! Die Oilskin Seite ist außen zu sehen.

Jetzt legst Du fest, wie groß Deine Fächer werden sollen und kennzeichnest das mit einem Stift... ich habe ganz vorsichtig mit einem weißen Buntstift markiert und dann später mit einem feuchten Tuch die Hilfslinien weggewischt, das hat super geklappt.

Dann nähst Du vom unteren Ende der Fächertasche zur Öffnung hin und trennst damit die einzelnenFächer von einander ab.

Es macht Sinn, die Fächertasche an der Außenkante des Innentaschenteils in der Nahtzugabe ganz knappkantig festzunähen...

Jetzt befestigen wir die beiden Innentaschenteile an dem Füllvlies. Du legst das Innentaschenteil mit der linken Seite nach unten auf das Vlies. Dann nähst Du knappkantig in der Nahtzugabe einmal mit einem Geradstich um die ganze Innentasche am Umriß entlang rundherum. Jetzt kannst Du die Innentaschenseite mit dem Stoff und dem Füllvlies wie ein Stück behandeln.

Jetzt legst Du die beiden Innentaschenteile mit dem angenähten Vlies so, daß die schönen Seiten der Stoffe sich anschauen, also rechts auf rechts. Dann nähst Du die Seitennähte und die Bodennaht zu, läßt aber oben die Taschenoberkante frei. In der Bodennaht läßt Du eine Wendeöffnung von einer guten Handbreit offensten. Vergiß nicht am Beginn und Ende dieser Nähte jeweils gut zu verriegeln. Ich markiere mir die Wendeöffnung gerne mit zwei Stecknadeln, dann weiß ich genau, wo ich aufhören muß zu nähen...

Wenn Du das genäht hast, legst Du die Seitennaht auf die Bodennaht um der Tasche Tiefe zu geben... Diese seitliche Bodennaht nähst Du dann einmal quer....

Die Außentasche nähst Du ganz genauso, nur hier muß in die Bodennaht keine Wendeöffnung...
Jetzt bereiten wir den Tunnel vor, durch den später die Kordeln laufen... Dazu nimmst Du die beiden Stücke und säumst die kurzen Seiten. Dazu klappst die kurzen Seiten einmal ca 0,8 cm links auf links ein und bügelst das fest. Danach noch einmal einklappen und diesen Saum mit einem Geradstich an allen 4 kurzen Seiten fixieren.


Dann bügelst Du die Tunnelzüge links auf links mittig über die lange Seite....

Jetzt wendest Du die Innentasche auf links, die Außentasche auf rechts. dann steckst Du die Innentasche in die Außentasche und zwischen diese beiden steckst Du an der Taschenoberkante die Tunnelzüge so mit ein, daß die offene Seite nach oben zeigt. Dann nähst Du die Taschenoberkante einmal rundherum im Kreis. Wenn Du Taschenhenkel einfügen möchtest, dann jetzt... ich habe den Lederriemen einmal durchgeschnitten und jeweils eine Hälfte an der linken und rechten Taschenseite befestigt. Die Lederriemen kommen zwischen Außen und Innenstoff, zeigen aber zum Außenstoff. Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, wie die Taschenhenkel angenäht werden sollen, kannst Du die Taschenoberkante auch erst einmal mit einem sehr großen Geradstich nähen und dann schauen, ob alles an Ort und Stelle sitzt.

Das ganze Projekt wenden und die Wendeöffnung schließen. Die Kordeln werden durch den Tunnel eingezogen, und zwar mit einer Sicherheitsnadel einmal von der einen, einmal von der anderen Seite, jeweils durch beide Tunnel... ich glaube, ich mache die Tage ein kleines Video dazu, dann könnt Ihr das sehen, Grundsätzlich funktioniert jeder Zugbeutel so.
Viel Spaß mit der Projekttasche und zeige uns gerne Deine Bilder auf Instagram mit dem Hashtag #projekttaschepaula und verlinke uns unter @naehzimmermitherz
Unser Materialset kannst Du gerne hier bestellen...
In diesem Blogbeitrag zeige ich Dir, wie Du diese hübschen Deckelhauben... (klingt sehr nach 50er-Jahre, sorry!) nähen kannst! Das Tolle an diesen Teilen ist, daß Du damit Alufolie und Frischhaltefolie nie wieder brauchst! Ist das nicht genial?

Ein Motto für 2021 ist für mich:
Create, before you consume
Und damit werde ich diesem Motto sehr gerecht... das ist Müllvermeidung und Ressourcen schonen auf allerhübscheste Weise!
Du benötigst:
Wachstuch, ca. 8 cm größer als der Umfang Deiner Schüssel, in der gleichen Größe ein Stück Baumwollstoff.
Dazu ein Stück einfaches Gummiband zwischen 0,5 cm und 1 cm Breite in der Länge Deines Schüssel-Umfangs.
Eine Sicherheitsnadel.
Ein Handmaß... das Handmaß der Firma Westfalenstoffe ist Eines meiner allerliebsten Nähhelferchen... und da es aus Metall ist, kann man es auch nicht so leicht mit dem Rollschneider durchschnippeln, das ist mir mit den Plastikdingern schon drölfzigmillionen Mal passiert.
Super ist es , wenn Du noch ein paar Stoffklammern hast, denn Stecknadeln vertragen sich nicht gut mit Wachstuch, die Piekser bleiben später sichtbar.
Eine Zackenschere wäre auch gut, nicht nur für dieses Projekt.
Wir bereiten den Stoff vor...
Du legst Deine Schüssel mit der Öffnung nach unten auf die Rückseite Deines Wachstuches und umrandest den Umfang einmal. Danach nimmst Du Dein Handmaß und markierst jeweils den Abstand von 4 cm rund um Deinen Schüssel-Umfang... damit erhältst Du einen zweiten Kreis, der ringsherum 4 cm größer ist. Diesen Kreis schneidest Du einmal aus Wachstuch und einmal aus Deinem Baumwollstoff aus.

Dann klammerst Du die beiden Stoffteile so zusammen, daß sich die rechten/schönen Seiten anschauen... in Näh-sprech heißt das rechts-auf -rechts... abgekürzt rar. Oder, wie wir im Nähzimmer sagen... schön-auf-schön.
Ich markiere mir die Wendeöffnung immer so, daß ich an der Stelle zwei Klammern setze... dann vergesse ich nicht, rechtzeitig zu stoppen.


Dann nähen wir Näh-Füßchen-breit einmal ringsherum und lassen nur die Wendeöffnung von ca. 8 cm offen. Am Beginn und am Ende der Naht bitte verriegeln.
Jetzt macht es Sinn, mit der Sick-Zack-Schere einmal drumherum zu schneiden... außer an der Stelle, wo die Wendeöffnung sitzt. Dann läßt sich der Stoff nachher besser wenden und es gibt eine saubere Kante.
Und genau das machen wir jetzt, wir wenden unser Deckelchen durch die Wendeöffnung. Dann drücken wir von innen die Rundung schön nach außen, evtl. mit einem langen Stäbchen. Danach falzen wir die Kanten mit den Fingernägeln und arbeiten das schön heraus. Ich habe mein Deckelchen dann von der Baumwollseite gebügelt.
Jetzt markieren wir auf der Baumwollseite einen inneren Kreis, der zur Außenkante einen Abstand von 2 cm hat. Auch hier ist das Handmaß wieder superpraktisch...


Diesen inneren Kreis nähen wir dann einmal komplett mit einem Geradstich nach.

Jetzt befestigen wir die Sicherheitsnadel am Gummiband und beginnen das Gummiband mit Sicherheitsnadel an der Wendeöffnung durch unseren Tunnel zwischen Außenkante und Innenkreis durchzuziehen.

Wenn Du auf der anderen Seite der Wendeöffnung angekommen bist, ziehst Du das Gummiband straff und knotest oder nähst es in der gewünschten Länge zusammen. Ichhabe erst einmal einen Test-knoten gemacht um zu schauen, wie fest ich das haben möchte. Dann habe ich das restliche Gummiband abgeschnitten und beide Enden zusammengenäht.

Sind die nicht sehr süß? Wir hatten hier lauter Uuuuhs und Aaaahs, als meine KollegInnen die gehen haben, die sind einfach knuffig!
Viel Freude beim Nachnähen, ich freue mich sehr, wenn Du auch Freude daran hast... wenn Du Deine Werke auf Instagram beispielsweise zeigst, dann freue ich mich über eine Markierung, dann kann ich die Bilder finden und teilen....
Alles Liebe und bleib`gesund! Happy 2021!























































